Kosten Zählerzusammenlegung

8 Antworten

Hier geht es um zwei Sachen.

Zum einen hat nur der Eigentümer (Vermieter in diesem Fall) einen Netzanschlussvertrag mit dem Netzbetreiber. (Hat jetzt nichts mit einem Stromversorger im Sinne von Stromliefervertrag zu tun.)

Änderungen, Erweiterungen oder Stilllegungen können nur die beiden unter sich regeln. Kostenübernahme wird auch zwischen den beiden geregelt. Der Eigentümer (er bekommt die Rechnung vom Netzbetreiber und muss zahlen) kann/könnte in Abstimmung mit dem Mieter die Kosten weiterreichen bzw. um Rückerstattung bitten. Das ist das, was vor dem Zähler passiert.

Zum anderen muss hinter dem Zähler ein "Umbau" vorgenommen werden. Damit hat dann der Netzbetreiber (meist Stadtwerke) nichts zu tun. Dies "könnte" direkt (selbstverständlich mit der notw. Zustimmung des Eigentümers) vom Mieter beauftragt und bezahlt werden.

Die Wiederherstellung (Rückbau) funktioniert dann halt umgekehrt.

Vielleicht war es das, was Dir Deine Spezialisten mitteilen wollten. Der Netzbetreiber macht es jedenfalls nur im Auftrag und auf Kosten des Eigentümers.

Gruß

Die Zählereinrichtungen sind Eigentum des Netzbetreibers und nicht des Stromlieferanten und wurden im Auftrag des Eigentümers und zu dessen Lasten errichtet. Ein Mieter kann keinen Einfluß auf diese Installation haben, da diese nicht zum Mietgegenstand gehören. Nur der Eigentümer hat hier handlungsmöglichkeiten und müsste Auftraggeber und Kostenträger eventueller Umrüstarbeiten sein. Wenn in einem 2 Parteienhaus eine Mietpartei (MP) wohnt die beide Wohneinheiten parallel mietet und das ganze in einem (1 nicht 2) Mietvertrag geregelt ist, dann hat diese MP nur die Möglichkeit sich mit dem Eigentümer in Verbindung zu setzen. Der Eigentümer allein hat die Entscheidungsgewalt über eine Veränderung und wäre Auftraggeber und Kostenträger einer solchen Umbaumaßnahme. Wenn der Eigentümer einwilligen würde, liegt es im Ermessen des Eigentümers das aus eigener Tasche zu zahlen oder das Ganze an Bedingungen zu knüpfen. Z.B. Übernahme für Rückrüstung und Wiederherstellung des Urzustandes bei Auszug durch den Mieter.

Totaler Blödsinn! Wenn ich das richtig verstanden habe, wollen beide Mietparteien den Strom über einen Zähler laufen lassen, in diesem Fall müssen sie auch die Kosten übernehmen und bei Auszug den Urzustand wieder herstellen. Wenn das allerdings vom Hausbesitzer veranlasst wurde, ist er auch für die Kosten zuständig. Aber wie ist es denn mit der Kostenverteilung, zahlen dann die Mieter je halbe/halbe wobei der wenig Verbraucher schlecht abschneiden würde und für eine gerechte Kostenverteilung wiederum ein Zwischenzähler gesetzt werden müsste. Ich halte das ganze für unsinnig. Ich weis auch nicht ob das rechtlich möglich ist. Sinnvoller währe sich einen billigeren Stromanbieter zu suchen, was ja heutzutage sehr einfach ist.

Ein solche Veränderung muß der Vermieter genehmigen. Und da sie nur vom Eigentümer in Auftrag gegeben werden kann, muß dieser sie auch zahlen.

Ich kann mir aber beim besten willen nicht vorstellen das ein Vermieter solchen Hick Hack mit macht.

Zähler raus - alles umklemmen und in ein paar Jahren, oder sogar nur Monaten, alles wieder Retoure, nur damit die Mieter ca. 80 - 100 € Zählerkosten im Jahr einsparen.

Wie schon hier erwähnt, muss der Eigentümer die Veränderung erlauben. Nach meiner Einschätzung muss der Eigentümer nicht bei einer Anschlusssperre gefragt werden. Der Eigentümer ist nur für die Leitung bzw. Sicherungen im Haus zuständig. Ob der Netzbetreiber die NH Sicherungen gesteckt lässt, bzw. den Zähler abmontiert darf den Vermieter nicht interessieren. Der Vorzählerbereich inkl. des Zählers sind Eigentum um Hoheitsgebiet des Netzbetreibers. Habe selber bei einem Netzbetreiber in der Netztechnik gearbeitet. Der beschriebene Fall trifft doch auf viele Stromsperren zu. Das wäre die Krönung gewesen, wenn wir als Netzbetreiber den Anschluss bzw. den Zähler nicht demontieren dürften ohne den Vermieter vorher zu fragen.

Die einzige Sache, die problematisch ist, ist die Sache mit dem abgeklemmten Teil des Hauses. Hierfür muss der Vermieter zustimmen, auch wenn nur drei dickere Kabel im Zählerschrank gezogen werden müssen. Dauert etwa 10 Minuten, wenn alles gut vorbereitet ist. Höchst problematisch ist in meinen Augen, dass die Anlage so gesehen erweitert bzw. verändert wird. Somit steht die Anlage nicht mehr dem Bestandsschutz, sodass die neuen Anforderungen umgesetzt werden müssen. Bei einer bloßen Instandsetztung würde der Bestandsschutz weiter erhalten bleiben.

Fall ich Vermieter des Objektes wäre, und nicht vorhätte, die Anlage umfassend zu modernisieren würde ich dem vorhaben nicht zustimmen. Bei mir in der Familie haben wir die gleiche Situation. Das Haus ist etwas älter, hat sogar noch Kohleleitungen. An dem Haus befindet sich noch ein Anbau. Bei dem Anbau habe ich schon sämtliche Leitungen und Dosen erneuert. Der Anlagenteil ist auf dem aktuellsten Stand der Technik. Läuft über einen eigenen Zähler. Das Haus selber hat einen eigenen Zähler. Dort werden die Räume nach und nach von oben nach unten renoviert. Dabei wird auch die alte Elektroinstallation erneuert. Neue Kabel etc. Obwohl man sich in der Familie aushilft und nur die Materialkosten hat, sind es schon ein paar Tausend Euros. Früher oder später muss auch eine Elektroinstallation erneuert werden bzw. Pfusch ausgebügelt werden. In dem Haus ist z.B. ein TN-C Netz vorhanden. Um Leitungen in der Nachkriegszeit zu sparen, ist die Nullung über die Heizungsrohre durchgeführt worden. Lebensgefährlich.

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