Könnt ihr mir drei Beispiele nennen in denen radioaktive Stoffe als Botenstoffe eingesetzt werden, und welchen zweck sie dabei erfüllen?

3 Antworten

Mit „als Botenstoffe eingesetzt werden“ meinst du doch sicher in der medizinischen Diagnostik oder bei Therapien, oder?

 

1.) Radioaktives Iod wird in der Diagnostik und auch in der Therapie eingesetzt:

https://www.jod.de/jod-bedarf-angebot/jod-in-medizinischen-anwendungen

Zitat:

„Für eine Szintigrafie kann auch schwach radioaktives Jod appliziert werden. Bei einer solchen Untersuchung der Schilddrüse reichert sich das Kontrastmittel [Iod] im Organ an und kann dort über seine Strahlung nachgewiesen werden. Diese nuklearmedizinische Methode eignet sich vor allem zur Unterscheidung kalter und heißer Knoten, außerdem zur Beurteilung von Morphologie bzw. Gewebestruktur der Schilddrüse.

Bei der Radiojodtherapie (RJT bzw. RIT), einem nuklearmedizinischen Therapieverfahren, wird Jod zur Behandlung der Schilddrüsenautonomie, des Morbus Basedow, der Schilddrüsenvergrößerung und bestimmter Formen des Schilddrüsenkrebses eingesetzt. Dabei kommen radioaktive Jod-Isotope als Radiopharmaka zum Einsatz. Das verwendete Radiopharmakon wird nur von den hormonproduzierenden Follikelzellen der Schilddrüse aufgenommen und zerstört lokal überschüssiges oder bösartiges Gewebe.“

2.) Bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) verabreicht man dem Patienten vorher einen schwach radioaktiven Stoff (meist Fluor-18), der an Traubenzucker gebunden ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Positronen-Emissions-Tomographie

Zellen nehmen den radioaktiven Stoff zusammen mit Glucose auf. Bereiche mit hohem Stoffwechsel senden dann mehr Strahlung aus als Bereich mit niedrigerem Stoffwechsel. Damit lassen sich z. B. Tumore sichtbar machen, da diese meist viel Glucose aufnehmen. 

3.) Um herauszufinden, ob eine gestörte Nierenfunktion vorliegt, werden in einigen Fällen schwach radioaktive Stoffe (z. B. Technetium-99m) verwendet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nierenszintigrafie

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Emm, hast du da ggf iwas falsch verstanden? Botenstoffe sind normalerweise kleine biologische Moleküle die in Lebewesen Teil einer Art Informations oder Reaktionskette sind. Die sollte lieber nicht radioaktivmsein, dass ist für Lebewesen unsgesund! Außerdem gibt es mMn kein Lebewesen mit 'Sensoren' für Radioaktivität!

Wenn man ein Medikament testen will, kann man es mit radioaktiven Isotopen 'markieren'. D. h. man baut ein radioaktives Atom ins das Medikament ein. Wenn das Atom dann im Körper zerfällt, kann man schauen, wo die Strahlung herkommt. So weiss man, wo das Medikament hingegangen ist.

Bei Waffen wird z. T. Ähnliches gemacht. So kann man feststellen, ob die eigene Munition plötzlich von den Feinden oder von Terroristen verwendet wird.

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@Spikeman197

Mir ist schon klar, dass ein Biologe dem 'Marker' sagen würde. Aber ich nehme an, wenn ein Laie den Begriff 'Botenstoff' verwendet, könnte er wohl schon das meinen.

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Der einzige radioaktive "Botenstoff", der mir so ad hoc einfällt, ist abgereichertes Uran, das ob seiner hohen spezifischen Masse besonders panzerbrechend ist.  ;(((

Po-210 wurde auch schon als Botenstoff verwendet, auch wenn Inhalt und Adressat der Botschaft nicht ganz klar sind.

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