Kind weint beim Abholen aus der Kinderkrippe?

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13 Antworten

Guten Morgen,

Der Weg in die Krippe bedeutet eine gravierende Veränderung iom Leben der Kinder. Hier wird der Bezugspunkt der bis dahin immer da war auf einmal entrissen und dies kann sehr anstrengend sein.

Oftmals ist auch das Hinbringen mit dem Ausdruck von Verlustängsten verbunden, dies scheint bei euch gar nicht der Fall zu sein. Von daher kann man eigentlich sagen, dass die Kleine auf einem guten Weg.

Sicherlich kommt es auch darauf an, wie lange sie jetzt ohne Euch ist. Eventuell ist "ein ganzer Tag" (falls dem so ist) einfach noch zu anstrengend für die Maus und das drückt sie dann eben auf die geschilderte Art und weise aus.

Aus meiner Sicht besteht kein Grund zur Beunruhigung. Eventuell kann man versuchen, es ihr etwas leichter zu machen. Mir würden 2 Dinge einfallen.

Zunächst einmal würde ich mit den Erzieherinnen sprechen und deren Eindruck hinterfragen. Oftmals kann ein "Abfall der Begeisterung" über den Tag hinweg festgestellt werden.

Dies kann sich zB dadurch äussern, dass die Kleine sich zurück zieht. Geschulte Pädagogen erkennen so etwas aber und können mit deiner Frage diesbezüglich auch etwas anfangen.

Eventuell ist es ja möglich, die betreute Zeit etwas zu reduzieren?

Ein anderer (durchaus paralleler) Ansatz wäre ihr ein Stück "zuHause" mitzugeben. Hier sollte ebenfalls das Gespräch mit den Erzieherinnen Klarheit bringen, was im Rahmen der Stätte möglich ist. Sollten da keine Ideen vorhanden sein kann ich gern gezielt inputs geben.

LG

Hallo Daisy,

das Verhalten Deiner Tochter ist gerade in der Eingewöhnungsphase normal. Wahrscheinlich freut sie sich auf die Krippe, wenn der Papa sie morgens hinbringt. Dann ist sie wach und voller Elan und stürzt sich ins Spielen. Irgendwann am Tag, wird sie wahrscheinlich an irgendwas denken, was ihr früher immer zu einer bestimmten Uhrzeit gemacht habt. Essen, schlafen legen, was auch immer. Eines der Rituale, die ihr eben hattet, als es die Krippe noch nicht gab. Und dann ist plötzlich präsent, huch warum ist das heute anders.

Und dann kommen die Emotionen hoch. Das ist normal und das braucht eine Weile bis sie sich jetzt an andere Rituale gewöhnt hat. Jetzt bloß nicht anfangen sie deswegen aus der Krippe rauszuhalten, dann durchbrecht ihr die Ritualfindung. Besser liebevoll Verständnis zeigen und ausgiebig trösten und eben neue Rituale finden, auf die sie sich freuen kann. Vielleicht geht ihr nach der Krippe noch 5 Minuten am Spielplatz vorbei, oder so.

In jedem Fall würde ich an Deiner Stelle das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen. Sie beobachten deine Tochter die ganze Zeit und können Dir noch sagen, wie sie sich den Tag über verhält. Ob da was auffällig wäre, oder der ganze Tag einfach für sie noch zu viel ist.

Liebe Grüße
DatSchoof

Deine Kleine braucht vor allem ihre Eltern, um den angefallenen Stress abzubauen. Ein paar Stunden mit fremden Menschen, mögen sie noch so professionell und liebevoll arbeiten und anderen Kindern, strengt sehr an und überfordert manche Kleinen. Nicht jeder Tag ist gleich, das was gestern gut war, kann  heute anders ankommen.

Sei bereit zum Trösten und verabschiede dich zusammen mit und für dein Kind. Die Erzieher dort wissen, wie Kinder ticken und nehmen das deinem Kind mit sicherheit nicht übel.

Wichtig ist, damit dieser eingeschlagene Weg gut weitergeht, dass du zuhörst, dein Kind auffängst, die Sache selbst aber immer positiv belegst.

Du gehst jetzt in die Kinderkrippe, das ist toll!

Dein Kind wird spüren, Mama und Papa sind stolz auf es und mit der Zeit stellt sich die Situation anders dar.

Je klarer deine Haltung ist, desto leichter kann das Kind sich einfügen und Spaß haben, desto unbeschwerter kann es dort sein. Und wenn es Ärger gibt, seid ihr Eltern immer da. Ihr bildet den Rückhalt wie in späteren Jahren auch, damit das Kind Erfahrungen sammeln und wachsen kann.

Sicher suchst du den Austausch mit den Erziehern und bleibst im Gespräch.

Auch die Eindrücke anderer Eltern können hilfreich sein.

Ehrlich gesagt in dem Alter gehört das Kind zur Mutter und nicht in fremde Hände und dann erlebt sie eine ganz andere Erziehung wie zu Hause. Das Mädchen ist überfordert und bekommt zu viele Eindrücke der verschiedenen Personen mit. Erzieher sind keine Engel und behaupten eh immer das Gegenteil von dem was die Kinder erleben. Du solltest das Kind aus der Krippe nehmen und die Zeit mit ihr genießen. Wenn sie mit achtzehn auszieht, dann wirst Du diesen Schritt, dass Du sie so früh in den Kindergarten gesteckt hat, bereuen. Meine zwei waren ab dem vierten Lebensjahr im Kindergarten und dann nur drei Stunden vormittags. An die Diskussionen der Erzieherinnen erinnere ich mehr gerne. Denn ich haben denen damals klipp und klar gesagt wo ihre Grenzen sind. Aufpassen ja, Erziehung nein. Daher überlege es Dir gut, ob Du das Kind so etwas antun willst. Denn sie geht noch vier lange Jahre oder auch länger dorthin.

Daisy80 23.01.2017, 09:00

Ich kann es mir in meinem Beruf nicht leisten, jahrelang zuhause zu bleiben. Ehrlich gesagt möchte ich das auch nicht. Mir würde die Decke auf den Kopf fallen. Das würde weder mir noch meinen Kindern guttun. Aber jeder ist verschieden, wie du weißt.

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Karolilo 23.01.2017, 09:17

blackforestlady da hat wohl jemand schlechte Erfahrungen gemacht in der eigenen Kitazeit.

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Paejexa 23.01.2017, 09:36
@Karolilo

Ob das mit schlechten Erfahrungen zu tun hat? Ich kam auch erst in den Kindergarten als ich 3 Jahre alt war und diese Lösung finde ich super. Gerade in den ersten 3 Jahren brauchen Kinder die Nähe zu wenigstens einem Elternteil. Schon wegen der Erziehung.

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Ich würde stark vermuten, dass sie einfach ihre Eltern sehr vermisst hat und das ein Mix aus Freudentränen und "normalen" Tränen ist.

Immerhin brauchen Kinder in diesem Alter ihre Eltern..

ich tippe mal auf müdigkeit. mit 20 monaten bereits den ganzen tag oder einige stunden ohne mama zu verbringen ist für so ein kind ziemlich anstrengend. da wird dann auch schonmal aus "erleichterung" geweint.

sie muß sich erst ein gewöhnen!

das ist bei vielen Kindern, vor allem in dem Alter so!

Hast du mit den Erzieherinnen auch schon darüber gesprochen?

Da ich in diesem Bereich absoluter Laie bin, kann ich nur sehr allgemeine Ideen mitgeben.

  • Herausfinden, was das Kind selber "erzählt" (mit 20 Monaten noch nicht viel)
  • Wie geht es den anderen Kindern, genau so oder ähnlich oder ganz anders
  • Mit anderen Eltern sprechen
  • Mit dem Personal sprechen, am besten in Anwesenheit anderer Eltern
  • Ggfs. Kinderarzt hinzuziehen

Das bedeutet, dass sie Dich vermisst hat.

Kinderkrippe ist sehr anstrengend für die Kleinen und in dem Altern nicht in der Nähe der Mama zu sein ist auch nicht das Wahre.

Aber was muss, das muss halt.

Das kenne ich zu gut ... unsere Kleine kam mit 14 Monaten in die Krippe und das Problem hatten wir auch. Uns wurde dann erklärt, dass die Kleinen Gefühle noch nicht so zeigen können und die Tränen Glück bedeuten ....

Kinder han oft Angst vor tiefen Stimmen 

dein mini ist überfordert und freut sich auf dich. da sie voller empfindungen und gefühle ist, weiß sie nicht die einzusortieren u. weint dann eben.

zum einen freut sie sich das du kommst, zum anderen gefällt es ihr auch prima beim malen in der kita.

in 1-2 jahren sagt sie dann vielleicht ab und an: oh was jetzt schon nach hause gehen? kannst du nicht noch ein bisschen warten?^^

Sie ist verzweifelt, weil du erst jetzt kommst.

Sie will sich nicht verabschieden, weil sie Angst hat, du lässt sie wieder da.

Ich vermute, sie ist zu lange dort, ihrer Meinung nach. Um wieviele Stunden geht es denn?

Daisy80 23.01.2017, 08:46

Das Weinen tritt fast jedesmal auf, egal ob sie nur eine Stunde oder mehrere Stunden dort ist. 

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Pfaffenhofener 23.01.2017, 09:03
@Daisy80

Hm, jetzt könnte ich nur noch spekulieren.

Am Besten, du redest mal mit den Betreuern darüber...

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Menuett 23.01.2017, 12:27
@Daisy80

Das ist normal. Für so kleine Kinder ist es nun mal ein Weltuntergang, wenn die Mama nicht da ist.

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Menuett 23.01.2017, 12:28
@Pfaffenhofener

Ich würde mir ja eher Gedanken machen, wenn sie nicht weinen würde.

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