Kind mit Lernschwäche aufs Gymnasium?

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18 Antworten

Mir scheint es, als würdest du deinen Wunsch, alle Kinder auf dem Gymnasium haben wollen, deutlich vor das Wohl und das Glück deines Kindes stellen.

Ich als Mutter sehe das schon mal komplett anders. Jedes Kind ist doch sehr individuell und doch weit mehr als der Name der Schule, die auf irgendeinem Zeugnis steht. Für mich war wichtig, dass meine Kinder zufrieden und glücklich werden, klar gehört da auch eine Schulbildung dazu, aber sie ist nur ein Teil und vor allem gibt es da sehr viele Wege zum Ziel und das Gymnasium gehört nicht dazu. 

Du sagst zwar, dein Kind ist nicht doof, vermittelst ihm aber gleichzeitig, "du bist das schwarze Schaf, wenn du das Gymnasium nicht schaffst. Ich bin nur stolz auf dich, wenn du aufs Gymnasium gehst. Ob du leidest oder nicht, das ist mir egal". Weil dein Kind um deine Liebe kämpfen will, versucht es vielleicht, dir keinen Wunsch zu erfüllen und wird daran scheitern und letztendlich daran kaputt gehen. Denn es kann deine Erwartungen einfach nicht erfüllen. 

Was dein Kind braucht, ist einfach eine Mutter oder Eltern, die hinter ihm stehen und zwar ganz egal, ob es das Gymnasium schafft, oder eben nicht. Sein Wert liegt nicht in seinen Schulleistungen, es ist dein Kind, das du lieben musst, egal wie es eben ist, Ein Kind ist eine Rohmasse, die du vorsichtig fördern und unterstützen musst.

Und klar kannst und sollst du dein Kind fördern und unterstützen, aber das Ziel soll und darf nicht das Gymnasium sein, sondern das Beste zum Wohl des Kindes und nicht zu deinem Wohl. Für dich scheint ja klar zu sein, Gymnasium oder eben doof. Da solltest du unbedingt mal dein Weltbild erweitern, denn es gibt weitaus mehr als Schwarz und Weiß.

Hol dir Informationen ein und lass dich beraten. Sprich mit dem Kinderarzt und Kinderpsychologen und den Lehrern und lass ihn testen, es gibt auch diverse Fördermaßnahmen, wie man die Defizite verbessern kann. Du kannst und musst auch lernen, wie du dein Kind unterstützen und fördern kannst. 

Vergleiche ihn auf keinen Fall mit seinen Geschwistern, jede Kind ist individuell und wenn er mit den Geschwistern mithalten will, wird er scheitern. Versuche rauszufinden, was ihm Spaß macht, vielleicht ein Sport oder anderes Hobby und fördere das, er braucht Erfolgserlebnisse.

Nicht jedes Kind ist ein Theoretiker, das heißt doch nicht, dass er doof ist. Aber wenn man lernbehindert ist, dann muss man anders lernen und speziell gefördert werden, auf dem Gymnasium ist dafür kein Platz, dort kann er nur scheitern. Wünschst du dir das für dein Kind, sich als Versager zu fühlen, von anderen ausgegrenzt und gemobbt auf dem Gymnasium, nicht in der Lage, auch nur annähernd mitzuhalten? Verzweifelt, traurig und allein gelassen. 

Ich weiß halt nicht, wo du lebst, in Bayern kann es wirklich schwieriger sein, aber ansonsten gibt es Gesamtschulen, die auch teilweise Förderungen für LeseRechtschreibschwäche anbieten und da unterstützen. In der Klasse meines Sohnes ist auch ein Mädchen, die kommt bald in die 11. Klasse und wird Abi machen. Und in vielen Bundesländern ist man ja auch an die Empfehlung gebunden und selbst wenn nicht, nehmen die Gymnasien auch keine Schüler, die die Voraussetzungen nicht empfinden.

Wenn das mit der Lernbehinderung eine Förderschule notwendig macht, informiere dich jetzt und schaue nach Schulen. Wenn er jetzt schon 10 ist und noch ein Jahr auf der Grundschule hat, hat er ja bereits einmal wiederholt und ist eh schon älter wie die Klassenkameraden. Die Schule sollte dann seinen Bedürfnissen entsprechen. 

Zu Schluss noch ein paar Beispiele aus meiner Erfahrung. Mein ältester Sohn hatte Hauptschulempfehlung, ging auf die Gesamtschule und hat gerade so den Hauptschulabschluss geschafft. Deutsch und Englisch waren ein total rotes Tuch, hatte auch eine LeseRechtschreibschwäche, Mathe und Physik waren ganz okay. Er ging dann auf eine Berufsfachschule mit Schwerpunkt Computer, das konnte er und es hat ihm Spass gemacht und er hat so die Mittlere Reife geschafft. 

Er hat dann Elektroniker gelernt und das hat ihm noch mehr Spass gemacht und er war gut darin, er bekam Selbstbewusstsein und Ehrgeiz, dass er auch was leisten kann und hat den Abschluß mit 1,6 gemacht und dann noch neben den Job den Techniker gemacht. Er ist zufrieden und glücklich in seinem Job und in seinem Privatleben und das ist alles, was ich mir für ihn gewünscht habe. Es gibt vieles, was man ohne Abi machen kann, es gibt so viele Wege, beruflich noch mehr zu erreichen und keiner fragt mehr nach dem Namen der Schule im Leben. 

Mein jüngerer Sohn kommt bald in die 11. Klasse einer Gesamtschule und macht dort Abi. Er ist ein Einser Schüler. Wir haben uns bewusst gegen ein Gymnasium entschieden und er fühlt sich dort sehr wohl. Sehr viele Schüler kamen vom Gymnasium später in seine Klasse. Viele fühlten sich dort nicht wohl, andere fühlten sich überfordert und verweigerten sich ganz.

Klar, wenn man die Voraussetzungen hat, kann man auch aufs Gymnasium, aber es ist eben bei weitem nicht der einzige Welt. Und es sollte auch immer der Wunsch des Kindes sein und nicht der, der Eltern. In unserer Nachbarschaft ist ein Junge, so alt wie mein jüngerer Sohn. Für den Vater musste es auch das Gymasium sein, auch mit Realschulempfehlung. 

Schon in der Grundschule hatte er dauernd Hausarrest, weil dem Vater die Leistungen nicht ausreichend waren. Die 7. Klasse hat er bereits wiederholt, jetzt steht es wieder ganz schlecht und das Kind muss sich da durchquälen. Den ganzen Druck, den er bekommt, gibt er weiter an andere. Er quält seine Geschwister, will immer bestimmen (weil er er Gymnasiast ist) und wenn das nicht klappt, wird er Aggressiv, schlägt und tritt Geschwister und Tiere. 

Freunde hat er inzwischen keine mehr, die können ihn nicht leiden. Ein trauriges Schicksal, fürs Leben gescheitert am Ehrgeiz seiner Eltern. 

Suche für deinen Sohn und mit deinem Sohn den besten Weg, nicht den besten Weg für dich. Verabschiede dich von deinem Ehrgeiz zugunsten des Glückes deines Kindes. Dein Kind ist nicht doof, es ist nur nicht perfekt und hat ein paar Handikaps. Diese sind nun mal vorhanden, es gilt, das beste draus zu machen. Und du hast am Ende allen Grund stolz als Mutter zu sein, wenn dein Kind trotzdem glücklich wird im Leben und sich gut entwickelt unter den Umständen zu einem anständigen Menschen. 

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Kommentar von petrapetra64
03.03.2017, 22:32

schau dir mal Frau Müller muss weg an, da geht es auch um überehrgeizige Eltern und ist trotzdem total lustig. 

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Mein Sohn hat eine Lese-Rechtschreibschwäche. Geht zwar erst in die zweite macht sich aber ganz gut.
Wir gehen die Sache einfach etwas ruhiger an und versuche mit ihm spielerisch Zuhause zu üben. Mal Briefe für Oma schreiben, Einkaufszettel usw.
Er braucht zwar etwas länger aber mit ruhe Geduld und ohne Druck meistern wir das ganze gut.
Dein Kind jetzt auf ein Gymnasium zu schicken wäre ein sehr großer Fehler den Du schnell bereuen tust. Was bringt Dir das wenn er auf einer höheren Schule ist und total miese Noten hat. Es ist sehr viel Stress für ihn. Ganz zu schweigen von dem Druck den er Zuhause dann bekommt weil es für Dich irgendwann auch sehr schwierig wird da Du mit Sicherheit Druck von den Lehrern auch bekommst.
Dein Kind verliert ebenfalls die Lust am lernen. Ich kann mir gut vorstellen das er seelisch irgendwann in ein Loch fällt und ihn da wieder raus zu holen wird schwer. Ein Kind braucht auch mal Erfolge und das hat er dort nicht. Das hat mit Dummheit auch nichts zu tun, er kann dafür nichts.
Mein Sohn ist auch nicht dumm, in rechnen gehört er zu den besten in der Klasse nur in Deutsch halt nicht.
Du darfst ihn nicht vergleichen mit Deinen anderen Kindern. Jedes Kind ist anders genau wie bei den Erwachsenen auch. Nur Kinder sind auf die Hilfe der Eltern angewiesen.
Helfe Deinem Kind, lass Dich beraten von Pädagogen es gibt auch so viele Förderangebote die außerhalb der Schule sind. Nimm diese in Anspruch, dafür sind sie da. Schäme Dich dafür nicht, steh zu Deinem Kind.
Gib die Kraft die deine anderen Kinder nicht von Dir brauchen Deinem Sohn der sie braucht. Unterstütze ihn.
Du machst sonst das Vertrauen kaputt! Und es hört sich jetzt böse an ... Aber ich kann mir gut vorstellen das irgendwann von seiner Seite aus Vorwürfe kommen das Du ihm so vieles versaut hast und ihm nur Steine in den Weg gelegt hast und es tut mir leid aber damit müßte ich ihm recht geben.

Es soll jetzt auch kein Angriff Dir gegenüber sein, aber Dein Verhalten, nur der Gedanke über dieses Vorhaben ist aufs extremste egoistisch. Dies hat mit Mutterliebe wenig zu tun. Das ist unter Druck setzen das ein Kind kaputt machen kann. Nur zu sagen " ey mein Kind ist auf dem Gymnasium" ist falsch.
Er macht so auch nicht die große Karriere! Auch mit Hauptschule kann man sich was aufbauen.

Ich rede aus eigener Erfahrung, auch ich war auf der Hauptschule und uns geht's gut haben uns auch viel aufgebaut.
Ich habe ein Studium im Nachhinein gemacht.

Also ... denke an Dein Kind und helfe ihn. Höre ihn zu und zeige ihm Spaß am lernen. Damit hast Du Erfolge!
Und noch was, diese Einstellung alle Kinder sind dumm die auf eine Hilfsschule gehen find ich unter aller Sau!
Die Kinder sind nicht dumm sondern haben Probleme wo sie nix dafür können. Ihnen wird dort geholfen.

Ich verstehe Dich da nicht! Im Elternhaus stimmts bei euch aber schon ..... Oder kann es vielleicht sein das Du ihm jetzt schon vorhälst wie toll seine Geschwister sind und er halt nicht. Ich hoffe für das Kind nicht :(

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Hast du mit deinem Kind schon gesprochen, was es möchte?

Wie würde er sich fühlen, wenn er immer nur der Schlechteste ist?
Hat er noch Zeit sich auszuruhen oder einfach Kind zu sein?

Habt ihr eine gute Haupt- oder Realschule? Oder, wenn er auf die Förderschule soll, eine gute Förderschule?

Du kannst ihn höchstens bei einem Kinder- und Jugendpsychologen/-psychiater vorstellen und testen lassen.
Und mit dem Ergebnis weiter sehen.

Schulart
Integration
Oder ähnliches...

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Warum quält man ein Kind mit Lernschwäche und schickt es mit Förderschulempfehlung auf ein Gymnasium????

Nur weil die anderen Kinder da auch sind, muss ein nicht begabtes Kind unbedingt aufs Gymnasium??

Du solltest entscheiden, was für das KIND am besten ist und deine Wünsche zurückstellen

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Ich bin auf dem Gymnasium und ich sehe, dass auch Kinder ohne Lernschwäche massive Probleme haben, die Gymnasial Empfehlung hatten. Da deine anderen Kinder ja auf dem Gymi sind, weißt du das wahrscheinlich aber schon. 

Es ist nicht Sinn und Zweck, dass Kinder den ganzen Tag lernen. Es ist meiner Meinung nach zu stressig für das Kind. 

In meinem Freundeskreis gibt es ein Mädchen, dass die gleichen Schwächen hat, wie dein Kind und sie geht zur Hauptschule und das ist für sie auch gut so. Auf dem Gymnasium wäre sie wirklich nicht richtig und so muss sie nicht übermäßig viel lernen und hat trotzdem wie jeder andere bald einen Abschluss und kann dann die Realschule nachholen. Denn sie ist ja nicht dumm, sondern braucht eben nur etwas länger beim Lernen. Aber das ist natürlich bei jedem Kind anders.

Ich würde dir nicht empfehlen, dein Kind aufs Gymnasium zu geben. Allerdings finde ich bei Kindern mit leichten Letnschwächen auch nicht, dass die Sonderschule unbedingt der richtige Ort ist. Meine Idee wäre eine Gemeinschaftsschule. Da kann dein Kind auf dem Lernniveau lernen, das es hat und es kann auch, wenn es reicht Abi machen und sonst eben nur Real- oder Hauptschulabschluss. 

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Man könnte auch sagen, das Schicksal hat es dir bisher als Mutter einfach gemacht mit deinen Kindern, jetzt denkt es, du bist bereit für höhere Aufgaben. Ein Kind, das man einfach aufs Gymnasium schicken kann und es gut damit klar kommt, das ist einfach und keine grosse Herausforderung als Mutter. Und auch kein Grund, besonders stolz zu sein als Mutter. Dankbar vielleicht. 

Aber dieses Mal bist du wirklich gefordert als Mutter, dein Kind hat einen deutlich schwereren Weg ins Leben, es braucht deine Unterstützung, Forderung und Hilfe. Dein Kind aufs Gymnasium zu zwingen, damit es sich quält und total überfordert ist und du dich glücklich fühlen kannst, ist sicher nicht der richtige Weg. Informiere dich, spreche mit Lehrern, Kinderärzten, Pychologen, schau dich in deiner Umgebung um, wie du dein Kind am Besten fördern und unterstützen kannst, ohne Druck aufzuüben. Und welche Schule dein Kind in seiner Situation am Besten gerecht wird, das Gymnasium ist das sicher nicht. 

Wenn dein Kind dann später den richtigen Weg gefunden hat in eine berufliche Laufbahn und zufrieden und glücklich wird, dann darfst du mit Recht Stolz sein.

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Die Lehrer sagen das?? Diese Beurteilung obliegt wohl eindeutig einem Kinder- und Jugendlichenpsychiater / Psychotherapeut. Dieser hätte dann auch über therapeutische Maßnahmen zu entscheiden und könnte Prognosen zum weiteren Lernverlauf geben. Mit einer fachlich diagnostizierten LRS- bzw. Rechtschreibschwäche hat ein Kind auf einem Gymnasium aber dennoch nichts zu suchen. Ich persönlich würde mein Kind auch niemals auf eine Haupt- oder Förderschule schicken- als Alternative bleiben für solche Fälle aber ja immer noch die Real- oder Gesamtschulen, ggf. dann mit Unterstützung eines Integrationshelfers.


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Ich würde dir raten erstmal zu hören was dein Junge möchte.
Eine Hauptschule oder Förderschule ist ja grundlegend nichts schlechtes. Abitur kann er immer nachholen.
Weshalb ist es dir so wichtig?

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Kommentar von P0rtH4x0r
04.03.2017, 10:52

WEIL IHR RUUUUF KAPUTT GEHT, NET DEINER!

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Kommentar von neununddrei
04.03.2017, 10:55

Ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich recht ungeniert.
Man kann sich das Leben auch unnötig schwer machen und trotzdem ist es die Entscheidung des Kindes, weil das Kind muss mit dem Ruf leben wenn es versagt.
So eine blöde kommi echt!

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Schlimm das die Eltern immer wollen das die Kinder auf das Gymnasium gehen. Damit tut man den Kindern keinen Gefallen. Ich hatte in der Grundschule Freunde die auf ein Gymnasium gegangen sind. Naja.. die hab ich auf der Realschule spätestens in der 8 Klasse wiedergesehen. Auf einem Gymnasium wäre gerade Ihr Kind mit LRS nicht aufgehoben. Tun Sie ihrem Kind ein gefallen und schicken es auf eine normale Realschule. Das spart Ihnen und Ihrem Kind eine Menge Kraft. Außerdem kann das Kind sich im Laufe der Zeit genauso mit einem Realschulabschluss mit Q- Vermerk weiterbilden wie auf einem Gymnasium!

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Auch ich würde zu einer Gesamtschule mit gymnasialier Oberstufe tendieren, da sind alle Möglichkeiten offen. Das Kind kann im eigenen Tempo lernen und fällt nicht durch das Raster oder gerät in eine Tretmühle aus "Lernen, lernen, lernen"! Für die Persönlichkeitsentwicklung ist es sehr wichtig, dass das KIND positive Erfahrungen sammelt. Auf einem Gymnasium sehe ich das allerdings nicht so, da der Leistungsdruck zu hoch sein wird. Ich habe selbst ein Buch zur ganzheitlichen Kindererziehung geschrieben. Darin geht es um die Förderung und positiven Bekräftigung. Dann kann auch das Lernen Spass machen. heir mal der Link dazu! http://criavis.de/Ganzheitliche-Kindererziehung-durch-gezielte-Foerderung-Buch Ich wünsche gute Nerven bei der Entscheidungsfindung!

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Kommentar von RobertLiebling
02.03.2017, 12:03

Respekt, dass Du aus der Fragestellung erkennen kannst, um welches Bundesland es geht. Gesamtschulen gibt's nicht in jedem Bundesland.

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Ich würde ihn nicht aufs Gymnasium schicken.
Meine beiden großen Schestern waren auch Gymmi und ich nicht. Jedes Kind ist anders und sollte nicht Dinge machen, nur weil die Geschwister es so machen. Jeder hat andere Bedürftnisse.
Will dein Kind den überhaupt aufs Gymnasium? Hat er das selbst gesagt? Oder willst nur du das?
Wenn er selbst es nicht möchte, dann dürft ihr ihn auch nicht zwingen! Er wird sonst nicht glücklich sein!
Ich hätte von den Noten her locker aufs Gymnasium können, aber ich wollte nicht! Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit und konnte fast jeden Nachmittag spielen und toben so viel ich wollte.
Warum soll er denn überhaupt aufs Gymmi?
Wie wärs mit einer Waldorfschule? Oder einer Freien Schule?

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Auch wenn es schwer fällt: die Schulempfehlung gibt kein Lehrer leichtfertig ab - und wahrscheinlich ist Dein Kind dort deutlich besser aufgehoben und auch nicht überfordert, wie er/sie es am Gymnasium evt. wäre.

Bei der Hauptschule oder auch einer Förderschule geht es nicht um "doof", sondern um eine angemessene, nicht über- (oder unter-)fordernde Lernumgebung. Auf einer Förderschule werden übrigens nicht nur lernschwache Kinder gefördert, sondern auch unterforderte Kinder oder intelligente Kinder mit sozialen Defiziten. Eine Förderschule kann auch eine Chance sein!

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Kommentar von DerJoergi
02.03.2017, 10:03

"Eine Förderschule kann auch eine Chance sein" - schön wärs. Eine Förderschule fördert die Kinder bestenfalls tatsächlich in ihren persönlichen Fähigkeiten, im Anschluss kann man aber direkt einen Dauerantrag auf Hartz 4 stellen, da man mit dem "Förderschulstempel" nahezu keine Chancen auf eine Ausbildungsstelle und nur bestenfalls noch auf unterbezahlte Helferjobs hat. Aufgrund des Fachkräftemangels wird es bei den Hauptschülern aktuell gerade etwas besser- aber auch viele von denen schaffen immer noch nicht so richtig den qualifizierten Berufseinstieg. Exakt an dieser Stelle zeigen sich gravierende Mängel im deutschen Schulsystem.

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Kommentar von Pinkpingu11
02.03.2017, 10:08

Eine Förderschule ist nicht die Fahrkarte zu Hartz4!

Wenn sich das Kind selber anstrengt und einen guten Abschluss macht, dann kann es gut einen Hauptschulabschluss machen oder auch mehr.

Es gibt auch genügend Beispiele für Schüler, die nach der Hauptschule noch die Realschule oder sogar ein Abitur oder Fachabi gemacht haben.

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Kommentar von Zanora
02.03.2017, 10:31

Jupp da muß ich Pinkpingu11 recht geben. Sehr viele Kinder tun sich in der Kindheit schwer. Sie brauchen einfach etwas länger. Ihnen wird in Hilfsschulen geholfen das heißt nicht das sie später nichts aus sich machen können. Meine Nichte ist anfangs auf eine Förderschule gegangen. Und heute gehört sie zu den besten auf der Realschule. Ich habe sehr großen Respekt vor meiner Schwester die das so toll mit Ruhe Geduld und Hilfe geschafft hat.

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Kommentar von Zanora
02.03.2017, 10:46

Aja und nochmal was. Wir sind selbständig und bilden auch aus! Wir hatten schon sehr viele sämtlicher Schulen zur Probearbeit, Praktiken Ausbildung usw. Also ganz echt gesagt der Großteil der Leute von höheren Schulen konnten noch nicht mal nen Schraubenzieher richtig heben!! Geschweigeden das sie Arbeit mal von allein gesehen hätten. Dies bestätigte mir auch meine Tierärztin das sie alle ne Chance gibt egal welche Schule da die meisten von höheren Schulen noch nicht mal fähig sind nen Hund vernünftig zu heben und fallen bei Op's grundsätzlich um! Mit Hauptschüler hatte sie da noch nie Probleme 😂

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Entscheidend ist nicht, was du möchtest. Mache dein Kind nicht unglücklich. Die beste Schule für ein Kind ist nicht das Gymnasium, sondern die, von der es am meisten profitiert.

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Am Gymnasium wird er nicht gefördert. Die Lehrer machen ihren Unterricht und wer nicht mitkommt hat Pech gehabt. Ich würde lieber eine Gesamtschule empfehlen. Da hat er auch die Möglichkeit ein Abitur zu machen.

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Kommentar von stolzemutter234
02.03.2017, 09:51

Das haben wir leider nicht wo wir wohnen.

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Kommentar von KelsyOo
02.03.2017, 09:52

Du kannst es versuchen. Aber ich denke nicht das es einfach wird.

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Wenn du dein Kind quälen willst, schick es aufs Gymnasium. Und such dir auch gleich einen guten Nachhilfelehrer.

Was bist du denn  für eine Mutter ?

 

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Kommentar von KaeteK
02.03.2017, 10:40

lies auch mal ihren anderen Beitrag. Ich persönlich schenke ihren Beiträgen keinen Glauben.

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Mit einer Lese-Rechtschreibe-Schwäche kann man aufs Gymnasium.

Mit einer Lernschwäche nicht.

Absolut nicht.

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Quäl dein Kind bitte nicht. Wenn die Lehrer sagen das er für diese Schule nicht geeignet ist dann hat das schon seinen Grund.

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Ich würde vorschlagen alle deutschen Schulen in Gymnasien umzubennen:

Hauptschule: Werkrealgymnasium
Reaschule: Höheres Werkrealgymnasium
FOS: Kolleggymnasium (of applied sciences)
Förderschule: Gymnasium adiuvare

Gymnasium: klassisches humanistisches Gymnasium (nach griechischem Vorbild)

Dann hätten wir endlich Ruhe !

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Kommentar von Wechselfreund
04.03.2017, 11:54

Ich denke, der ein oder andere würde was merken...

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Kommentar von adabei
09.05.2017, 19:19

:-))

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