kennt jemand von euch den unterschied zwischen freiheit und wahlfreiheit?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Freiheit ist ein allgemeinerer Ausdruck und Oberbegriff für verschiedene Arten der Freiheit. Die Existenz einer Wahlmöglichkeit (mindestens zwei Alternativen) ist ein Wesensbestandteil von Freiheit. Insofern ist bei Freiheit immer in irgendeiner Form Wahlfreiheit enthalten. Im Begriff Freiheit gibt es neben der Wahl das Moment der Unabhängigkeit/Abwesenheit von Zwang (Freiheit von etwas) und das der Selbstbestimmtheit (Freiheit zu etwas).

Zur Klarstellung einer gemeinten Wahlfreiheit empfehle ich, sie näher inhaltlich zu definieren und ein und ihr einen anderen Unterbegriff von Freiheit (möglicherweise steht eine Vorstellung einer völlige Autarkie und eines Freimachens von allen Neigungen und Begierden dahinter, die auch eine große Bereitschaft zum Verzichten verlangt) entgegenzustellen, um sprachlich und logisch nicht in Schwierigkeiten allein schon aufgrund der Bezeichnungen zu geraten.

Mit Wahlfreiheit ist in der Frage anscheinend nicht speziell der politische Begriff freier Wahlen gemeint.

In Philosophielexika wird beim Stichwort „Wahlfreiheit“, wenn es vorkommt, gewöhnlich auf die Willensfreiheit (lateinisch: liberum arbitrium) hingewiesen.

Zur Willensfreiheit gehört es, bei einer Entscheidung durch Steuerungsfähigkeit des Willens in seiner Zustimmung zum Ergreifen verschiedener Möglichkeiten imstande zu sein. Einflüsse und Gründe für eine inhaltliche Wahl sind damit durchaus vereinbar, wenn sie kein absoluter Zwang sind. Wenn die Entscheidung anders hätte sein können, wenn ich anders gewählt und damit gewollt hätte, gibt es in der Praxis Willensfreiheit. Bei einer selbstbestimmten Entscheidung ist eine Person mit ihrer Vernunft bei sich, nach Maßgabe der eigenen Beurteilungskriterien und unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen wird die Sache selbst zum Beweggrund.

Willensfreiheit kann es entweder geben oder nicht. Handlungsfreiheit kann es dagegen in einem größeren oder kleineren Ausmaß geben. Wenn nur Äpfel und Birnen zur Wahl zur Verfügung stehen, ist die Handlungsfreiheit eingeschränkt, aber nicht abgeschafft. Sogar wenn es nur eine Obstsorte gibt, kann der freie Wille wählen, davon zu essen oder nicht. Entscheidungen finden unter bestimmten Bedingungen statt. Wer stets vollständig und unbegrenzt über die Gegebenheiten bei einer Wahl verfügen möchte, um sie als wirklich frei anzuerkennen, erklärt unzutreffend Allmacht zur Voraussetzung von Freiheit.

danke, lieber usermod.

deinbe antwort war hilfreich.

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Man sollte das Wort "Wahl" nicht überziehen, sonst kann man alles und jedes als "Wahlfreiheit" deklarieren und der Unterschied zu "Freiheit" ist verwischt.

Wenn man "Wahlfreiheit" als Entscheidung zwischen einer klaren Auswahl von Wahlalternativen betrachtet, bedeutet sie, dass man nicht durch (bewusste oder unbewusste) äußere/innere Gewaltfaktoren zu einer bestimmten Wahl gezwungen wird. Immerhin hat es lange gedauert und viel Blut gekostet, bis das Recht auf freie politische Wahl durchgesetzt war.

Freiheit umfasst aber auch Handlungsfreiheit mit offenen Alternativen, freie künstlerische Gestaltung, wo der Künstler, wenn er z.B. vor der leeren Leinwand steht, noch gar nicht weiß, was da herauskommt. Freiheit bedeutet Redefreiheit, wobei diese sich ganz spontan entwickelt. Wir haben die Freiheit unseren Wohnort auszusuchen. Das Kontrastprogramm dazu war z.B. das Mittelalter zur Zeit der Scholastik. Da war jedem ein gottgegebener Platz eingeteilt. Jeder war an seinen Stand gebunden. Dieser war in der Regel eng begrenzt bis hin zu einer strikten Kleiderordnung. Von wegen mal eben die Haare rot färben: Ins Feuer mit ihm!

Das ist Haarspalterei. Die wirkliche Freiheit (unbegrenzte Anzahl von Alternativen) wie auch die Wahlfreiheit (begrenzte Anzahl von Alternativen) gibt es nur theoretisch, denn aus eigentlich jeder Situation heraus ergeben sich immer Handlungszwänge die keine Alternative erlauben. Allerhöchstens beim Lottospiel hast du eine gewisse Wahlfreiheit, was dabei am Ende heraus kommt sollte aber hinreichend bekannt sein - auser Spesen nix gewesen. Freiheit (egal ob begrenzt oder nicht) hat auch keinen Sinn, denn primär geht es darum sich in den Fertigkeiten zu üben die benötigt werden um die richtige Entscheidung treffen zun können; und bei korrekter Analyse kann das am Ende nur eine einzige Entscheidung sein.

da bin ich nicht deiner meinung.

du hast mir geantwortet. du hättest es nichtr nötig gehabt.

.

war das nun freiheit oder wahlfreiheit von dir

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@Nowka

wahrfreiheit selbstverständlich, die punkte war mein ausschlaggebendes entscheidungskriterium. ;)))

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@Piwi50

da sprichst du ein großes wort gelassen aus (grins)

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Unterschied Ordnungsrelation und Äquivalenzrelation

Vorweg: das ist keine Hausaufgabe, ich muss das für die Uni verstehen und ich komme mit sämtlichen Erklärungen bis jetzt nicht weiter.

Kann mir einer vielleicht den Unterschied erklären? So mit "Äpfeln und Birnen" also für ganz Doofe? ;-)

Ich weiß nur, dass der Unterschied darin besteht, dass die Ordnungsrelation neben reflexiv und trasitiv, anti-symmetrisch sein muss und die Äquivalenzrelation symmetrisch.

Aber die Definiton verstehe ich einfach nicht, ich habe das nie in der Schule gehabt.

  • Ordnungsrelation Anti-Symmetrisch:
  • Wenn x R y und y R x --> x = y
  • wenn (a,b) dann nicht (b,a)

Warum bedeutet das "gleich" eine anti-symmetrie? und ich versteh nicht wie man den unterschied konkret jetzt zu dem anderen feststellen kann:

  • Äquivalenzrelation
  • Wenn x R y --> y R x
  • wenn (a,b) dann (a,b)

Und was ich auch nicht verstehe: Frage: ist x R y <--> x < y eine Ordnungsrelation? Antwort: Nein, da x < x falsch ist

Ich verstehe einfach nur Bahnhof. ;-)

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