Kann man schneller als der Wind ist Segeln?

11 Antworten

Auf ´Vorwindkurs´ wird der ´Spinnacker´ gesetzt, um möglichst viel Windkraft einzufangen. Schön ruhig läuft das Boot, fast so schnell wie der Wind. Aber so richtig geht die Post erst ab auf ´Halbwind-´ oder ´Am-Wind-´Kurs, wenn der `Scheinbare´ Wind in den Wanten pfeift und das Boot schneller als der ´Wahre´ Wind läuft

http://www.evert.de/eft12.htm

nähere erklärung im link

Schneller als der tatsächliche (wahre) Wind und nicht bloß, wie hier oft diskutiert schneller als der "scheinbare Wind":

Das kann nur bei sehr wenig Reibung (Eissegler) und Wind von der Seite erreicht werden.

Das geht in der Tat. Nachfolgender Artikel stammt aus der Zeit, eine der wohl angesehensten Zeitungen:

Auftrieb nach vorn

Segelboote können schneller segeln als der Wind. Stimmt's? Stimmt. Und wir reden hier nicht von Wildwasser, sondern von ganz normalen Seen und Meeren mit relativ geringer Strömung. Allerdings wird der auf Nord- und Ostsee anzutreffende gewöhnliche Hobbysegler mit seiner Jolle wohl kaum jemals in den Genuß dieses Effektes kommen. Er läßt sich nur mit speziellen Hochgeschwindigkeitsseglern erreichen, etwa Katamaranen oder Trimaranen, auf denen die Segelpartie eher unkomfortabel ist. Ganz alltäglich ist das Phänomen dagegen bei Strand- und Eisseglern, die nicht gegen den bremsenden Widerstand des Wassers anzukämpfen haben. Auf dem Eis kann ein segelgetriebenes Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde erreichen, auch wenn der Wind nur mit Tempo 50 bläst. Der gesunde Menschenverstand sagt uns, daß ein Segelschiff dann am meisten Vortrieb entwickelt, wenn der Wind von hinten kommt. In diesem Fall wird das Schiff vom Wind "geschoben" und kann tatsächlich nicht schneller fahren, als der Wind weht. Eine ganz andere Sache ist es, wenn der Wind im rechten Winkel von der Seite kommt und auf das schrägstehende Segel trifft. Dann muß man schon die hohe Schule der Aerodynamik bemühen, um die Bewegung zu erklären, und kommt zu scheinbar paradoxen Resultaten. Weil das Segel keine ebene Fläche bildet, sondern sich wölbt, wirkt es wie die Tragfläche eines Flugzeuges. Dort entsteht ja der Auftrieb, weil die Luft über dem Flügel eine höhere Geschwindigkeit und damit einen niedrigeren Druck entwickelt als die Luft an der Flügelunterseite. Dieser Druckunterschied zweier Luftströme reicht aus, um tonnenschwere Flieger aus Stahl in der Luft zu halten. Und ganz Ähnliches passiert beim Schiffssegel: Die innen vorbeiströmende Luft ist langsamer als der äußere Luftstrom, und folglich entsteht eine Art "Auftrieb" - nur daß die resultierende Kraft nicht nach oben weist, sondern schräg nach vorn. Durch den Kiel und den Bootskörper wird die seitliche Komponente dieser Kraft "abgefangen", so daß sich insgesamt eine Bewegung nach vorn ergibt. Diese Kraft kann erheblich größer sein als der Schub des Windes. Wie schnell das Boot dann tatsächlich fährt, hängt natürlich hauptsächlich von der Form des Rumpfes ab. Der geltende Geschwindigkeitsweltrekord für Segelboote wurde übrigens 1993 von der "Yellow Pages Endeavour" in Australien aufgestellt. Er liegt bei 46,52 Knoten, das sind 86,16 Kilometer pro Stunde.

Es fährt trotzdem nicht schneller als der "Wind". Es addieren sich Fahrtwind und der normale Wind. Das Ergebnis ist dennoch ein Wind.

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@Bujin

Es ist möglich, der Franzose Antoine Albeau hat am Mittwoch, 5. März 2008, genau um 12:29 Uhr den alte Rekord von Finian Maynard im Speed Windsurfen gebrochen. Nach hochoffiziellen Messungen lag die Windgeschwindigkeit bei 49 Knoten (90,75 km/h), und nach einem ausgiebigen Videocheck seitens der Kampfrichter des World Sailing Speed Record Council, wurde die Durchschnittsgeschwindigkeit über die 500 Meter Distanz mit 49.09 Knoten (90,91 km/h) verifiziert, 0,09 Knoten schneller als der Wind.

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@Bujin

nee ich geb auf, zu viel fACHWISSSEN von den Teilnehmern

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wer hat den diesem quatsch DH gegeben ? Beantwortet ausserdem nicht die frage, ist nur schlaugequatsche.

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Schade, dass so viel physikalisch richtiges durch Unwissende zerredet wird. Die Antwort ist ja, es geht, aber nur bei Fahrzeugen bzw. Booten bei denen der Fahrtwiderstand (Wasser oder beim Eissgler eben die Reibung unter den Kufen)in Fahrtrichtung gering ist und nur, wenn man nahe dem optimalen Winkel zum Wind (nahe 90°) zum Wind fährt. Das geht genau gesagt dann über Vektoraddition. (Zerquetsch mal langsam eine Zitrone und schau wie schnell der Saft trotzdem rausspritzt...quer zur Quetschrichtung!) Die Windgeschwindigkeit ist dabei definiert, als der Wahre Wind, der unabhängig vom Fahrzeug an einem feststehenden Punkt gemessen wird. Alles andere ist einfach physikalisch nicht korrekt.

MOIN moin, genau,ES KANN ! Der Widerstand im Wasser spielt aber eine Rolle. Praxis: Mein Boot(33 fuss)segelt einfach nicht schneller als Knoten, das rechnet sich auch an der Rumpflänge. Ich bin aber schon 12 Knoten "gefahren" , bergab eine 4 Meter Welle im Rücken. Wenn ich denke "schnell" zu sein kommt ein kleiner Kat mit mehr als doppelter Geschwindigkeit an mir vorbei. Glaubt einfach es geht ! Hier scheint nur niemand zu sein der es versteht. Also ist das Erklären überflüssig ! Bei diesen Kommentaren hier gehen mir die Nackenhaare hoch ( schneller als der Wind ) <lach> Das Segelboot ist kein Ballon, oder Luftschiff, es nutzt den Wind um in eine Richtung zu segeln die der Segler will. Der Ballon hat keine Chanche ausser mit dem Wind! Das Luftschiff hat einen Motor. Geht ein Eis essen wenn Ihr es nicht versteht, das ist kälter als die Aussentemp. und fällt immer nach unten. Gruss aus Essen

ich glaube, ich verstehe jetzt, warum du keine freunde hast...

=D

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@Witzischkyt

JA, hier ist eben niemand der gute Antworten hat. Nur so Leute wie DU !

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