Existenzgründung universeller Haushaltsservice

Hallo leute,

Habe mich im Internet schon schlau gemacht und bin mir derzeit noch unsicher. Ich möchte mit einem Freund eine UG gründen. Er möchte mit seinem Teil der Firma einen Online Shop für eine Gamingcommunity führen. Ich allerdings möchte einen universellen Haushalts Service machen. Ich will zb. Wege kehren oder , Teppichreinigung, Fensterputzen, staubsaugen, wischen, grundeinigung usw.. Ich fange nächstes Jahr eine Lehre als Kfz-lackierer an und wollte mich bis dahin mit der Firma über wasser halten um aus dem H4 meiner Mutter rauszukommen. Da ich schonmal in einem 400€ job als Putzkraft angestellt war und dort selbstständig ein ganzes Bürogebäude reinigen musste, traue ich mir diese auch durchaus Arbeit zu. Da mein Kollege 2 jahre Handelsschule gemacht hat wird uns das schonmal helfen den finanziellen Teil zu überblicken. Rechtlich werden wir uns ja noch mit dem notar auseinander setzen aber das sehe ich ja wenns soweit ist. Natürlich bring ich mir auch viel selbst bei, anderen kann man ja vertrauen aber muss man nicht ^^ Meine fragen: Muss ich irgentwelche ihk kurse oder andere seminare besuchen um selbstständig haushaltsnahe dienstleistungen zu erbringen ? 2. Kann ich einfach eintragen lassen beim "zweck" des unternehmens: 1. Kaufmännische abwicklung onlineshop (für freund) 2. Haushaltsnahe dienstleistungen (für mich) und dann alle reinigungsarbeiten durchführen ?

Noch zu meiner Person bin 20 Jahre als und wohne in Nrw (nähe Düsseldorf)

ich glaube soweit war es das erstmal, danke schonmal für alle Antworten :)

grüße lars

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Bei so sehr unterschiedlichen Tätigkeiten sollte man getrennte Unternehmen führen.

Ein eigenes Gewerbe ist schnell angemeldet. Eventuell sollte aber auch über eine Berufshaftpflichtversicherung nachgedacht werden. Ein Schaden ist schnell mal im fremden Haushalt geschehen und die eigene privat-Haftpflichtversicherung zahlt dann nichts.

Infos gibt es tatsächlich bei der IHK, aber du kannst z. B. auch mal googeln nach: gewerbe anmelden steuer tipps

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Zunächst endet das Kindergeld mit dem Tag der offiziellen Verkündung des Endergebnisses, bzw. dem Monat, in dem das liegt. Meist ist das identisch mit dem Datum auf dem Zeugnis. Die Familienkasse muss zeitnah informiert werden.

Danach gibt es KG nur, wenn in einer weiteren Ausbildung (z. B. Master oder anders Fach) oder wenn Bewerbungen für eine weitere Ausbildung nachgewiesen werden können oder wenn das Kind sich beim Arbeitsamt "ausbildungssuchend" meldet.

Falls unter(!) 21 kann das Kind auch "arbeitssuchend" gemeldet sein, um KG zu bekommen.

Da die erste Ausbildung abgeschlossen ist, gibt es KG nur, wenn der Nebenjob <= 20 Wochenstunden beträgt.

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Kindergeld bekommen die Eltern. Kinder nur, wenn sie einzeln wohnen UND die Eltern keinen Unterhalt leisten.

KG ist immer steuerfrei.

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Wenn man bei der Krankenkasse von Eltern oder Partner "familienversichert ist, endet das bei dieser Grenze.

Eine Pflicht zu Arbeitslosenversicherung oder Rentenversicherung entsteht durch Minijob + Selbstständigkeit nicht.

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Für jedes angemeldete Kalenderjahr ist eine Einkommensteuererklärung fällig. Wenn keine Aktivitäten vh. sind, kommt halt eine Null in Anlage G.

Wenn nichts weiter geplant ist: Gewerbe abmelden. - Wenn möglich rückwirkend zum 31.12.

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Man kann selbst lernen und die Prüfung "als externer" machen. Allerdings verpasst man das, was im Kurs "so zwischendurch" an Erfahrungen, Know How und Anregungen weitergegeben wird. Da ist (je nach Vortragendem) viel Wertvolles dabei.

Für die Prüfung vor allem Lichterführung und Schallsignale gut lernen - hier entstehen die meisten Durchfaller; und beim SBF-See die Kartenaufgaben gut trainieren!


SBF See und kurz danach Binnen spart Lernerei, eine praktische Prüfung und ein ärztliches Attest

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Die selbstständige Tätigkeit läuft wie bisher weiter:

  • Gewinn (Einnahmen - Ausgaben - Fahrtkosten) ordentlich ermitteln,

  • Belege sortiert aufbewahren,

  • Gewinn (bei Gewerbe) in Anlage G der Einkommensteuererklärung eintragen.

Der Gwinn kommt sozusagen bei Deinen Einkünften "oben drauf" und erzeugt somit zusätzliche EkSt. Es wäre also eine gute Idee, immer schon ca. 1/3 des Gewinns für die Einkommensteuer auf einem Extrakonto (z. B. Tagesgeldkonto) zurückzulegen. Wenn er nicht zurückgelegt wird, wird die erste Einkommensteuererklärung bzw. der zugehörige Bescheid vermutlich zur "Überraschung der unangenehmen Art".

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