Kann man einen ASCII-Code entschlüsseln?

 - (Computer, Informatik, Excel)

6 Antworten

Diese Verschlüsselung ist etwa so sicher, wie wenn Du einfach auf der Tastatur immer die Taste neben der eigentlich zu wählenden Taste drückst. Das Problem dabei ist, wenn Dein Code einmal entschlüsselt ist, dann kann Dein Code immer wieder geknackt werden.

Um einen sicheren Code zu erstellen, musst Du über eine Eigene Tauschmethode verschlüsseln. Besser dann 2-4 x über entsprechende Tauschschlüssel (Enigma-Prinzip). Du erstellst also vier verschiedene ABC-Reihenfolgen. Dann tauschst Du.

H --> J --> K --> L --> A
A --> S --> D --> F --> G
L --> A --> S --> D --> F
L --> A --> S --> D --> F
O --> P --> Q --> W --> E

AGFFE = HALLO

Das Beispiel ist sehr simpel verschlüsselt, einfach immer über die Tastatur. Jetzt stell Dir vor, Du verschlüsselt über ein eigenes ABC. Dann kann niemand entschlüsseln, ohne dass er Dein ABC kennt.

Beispiel eines eigenen ABC:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Q W E R T Z U I O P A S D F G H J K L Y X C V B N M

HALLO = IQSSG

Wenn Du nun 4 verschieden, eigene ABC hast, dann kann nur jemand deine Nachricht entschlüsseln, der die vier ABC auch hat und der weiss, in welcher Reihenfolge er diese anwenden muss. Um es noch komplizierter zu machen, macht man 10 eigen ABC und liest dann gezielt vier ABC davon aus, mit denen die Nachricht verschlüsselt ist. Dadurch ist es fast unmöglich, die Nachricht innert nützlicher Zeit zu entschlüsseln. Natürlich kann ein Computer das in ein paar Minuten. Aber wer keinen programmierten Computer hat, der hat es schwierig.

Besonders kompliziert wird die Entschlüsselung, wenn man das ABC nach jedem Buchstaben um einen Wert verschiebt.

Über die Häufigkeit der Buchstaben kann man selbst da noch vieles rausdestillieren, und hat man erst mal einen Anfang, geht das auch Stück für stück weiter.

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@Iamiam

Nicht, wenn das ABC als Rotator-Scheibe gedreht wird. So verschlüsselte Enigma. Diese Verschlüsselung war selbst mit Computern nicht zu entschlüsseln. Erst als man die ABC-Rotatoren stehlen konnte und die Deutschen den Wetterbericht täglich verschlüsselt und unverschlüsselt sendeten, war man in der Lage, dies zu entschlüsseln. Also reicht es für eine private Verschlüsselung völlig.

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Ich hab nicht alle Antworten expliziet angeschaut, aber die klare Antwort auf die urspruengliche Frage ist "JA" - genau DAS (entschluesseln von ASCII Code) machen all unsere Computer taeglich dauernd: i.d.R. nutzer wir ja "ASCII" Tastaturen - da stehen die Zeichen drauf, tippen wir wird das Zeichen was wir angetippt haben ASCII-codiert an den Rechner uebergeben und erscheint dann wieder "entschluesselt" fuer uns lesbar auf dem Bildschirm. - wer sich mit Computertechnik und programmieren beschaeftgt kann nach kurzer zeit auch gleich den ASCII code so lesen als waere es Klartext. Der dahinter liegende Sinn ist folgender: Die Darstellung im ASCII-Code ist auch wiederum nur eine uns Menschen doch recht einfach eingehende Codierung, rel. leicht lesbar. Der Computer macht daraus eine Folge aus Nullen und EINSEN. Die kann man eben elektrsch verarbeiten mit Strom da oder nicht da. Nur selbst wenn wir die der reihe nach aufnehmen, DIE Folgen irgendwie human zu verarbeiten ist sehr, sehr schwer und macht ansich keinen Sinn. Diese Folgen von Nullen und Einsen sind ja fuer die MASCHINELLE verarbeitung gedacht und da eben IDEAL. Wenn WIR Menschen solche Folgen verarbeiten sollen, dann bedienen wir uns besser der MORSE-Codierung. Ich waehle absichtlich diese Wortwahl - soll aufzeigen: DAS ist nichts weiter als nur eine andere Form der Codierung, die aber EXTRA so gewaehlt wurde dasz sie von uns Menschen besser verarbeitet / erkannt werden kann. In gewissen Grenzen sind wir da jedem Computer ueberlegen, besonders genau dann wenn die exakte Umsetzung nicht gelingt. Der Computer steigt dann aus, wir Menschen koennen je nach uebung mindere der auch staerker Abweichungen im Zusammenhang immer noch richtig erkennen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Such mal im Internet nach Cäsarverschlüsselung mit Kennwort, die ist schon mal relativ sicher, wenn auch mit Big Data nicht absolut.

Du kannst auch Ersetzungstabellen mit mehr Kennzahlen machen, wo also ein häufiges Zeichen zufällig auf viele Zahlen aufgeteilt wird, seltene Zeichen nur auf 1 oder 2.

Häufig und selten sind aber sehr Sprachenabhängig, das Y zB ist im Deutschen selten, im englischen häufig. Obendrein von Deinem Sprachstil und vom Textkontext (naturwissenschaftlich oder medizinisch oder philosophisch), auch da gibt es Häufigkeitscharakteristika.

Zur Definition der Häufigkeit kannst Du einen längeren Text selbst verfassen und die Häufigkeiten durchzählen (incl Leerzeichen zwischen den Wörtern und Satzzeichen) und danach die Codes zuweisen. Oder- bei literarischen Texten- du nimmst einen langen Absatz aus einem Buch. Der Schwachpunkt ist dabei immer, dass Du Deinem Gegenüber Deinen Schlüssel mitteilen musst. Diese Übermittlung muss dann beidseitig erfolgen, und das macht kaum einer -aus Bequemlichkeit!

Die Häufigkeit der Zeichen hab ich übrigens mal im inet gesucht und gefunden, allerdings ohne Leerzeichen etc.

Die Rot13-Methode ist übrigens so bekannt, dass sie in Libreoffice eine Formel hat!

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Vllt ist Deine Frage ja auch viel einfacher gemeint: Du weißt schon, dass die Umkehrfunktion zu =Code("Zeichen") die Fkt =Zeichen(ASCII) ist?

Und in Libre Office gibt es dann noch =Unizeichen(1..2^16) und vermutlich auch Unicode("☺"). (wobei die ASCII-Werte mit drin sind)

Vllt gibts das ja auch in den neueren xl-Versionen (hab noch 2010)

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@Iamiam

einen Anhaltspunkt für die Häufigkeit kriegst Du auch von Scrabble geliefert, die Buchstabensteine entsprechen der einigermaßen

Kopierst Du einen Text in eine Zelle rein (eine xl-Zelle verwaltet ~32.000 Zeichen), so kannst du mit

=Länge(A1)-Länge(Wechseln(Gross(A1);"A";"") [also wechseln von A gegen nichts] die Anzahl aller a bestimmen, wenn Du wolltest auch zwischen Gross/klein differenzieren (Wechseln unterscheidet!) sowie auch Leerzeichen(sehr häufig) und Sonderzeichen abfragen.

Das Ganze dann nochmals dividiert durch Länge(A1) und auf % formatiert liefert dir die prozentuale Häufigkeit.

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Diese Verschlüsselungstechnik ähnelt ROT13 https://de.wikipedia.org/wiki/ROT13

In deinem Fall würde man sie wohl ROT7 nennen.

Eine sichere Verschlüsselung ist das nicht, da man durch Ausprobieren relativ schnell die Methode herauskriegt (in Relation zu modernen Verschlüsselungen und Entschlüsselungstechniken).

die meisten Antworten hier sind hilfreich, ich habe dazu noch eine Anmerkung zum Verständnis, sollte es nicht allen klar sein. ASCII Code und Alphabet haben nichts miteinander zu tun. Der ASCII Code ist eine Ausschöpfung der Möglichkeiten dessen, was man mit 1 Byte (=8 bit) in Maschinencode darstellen kann. Wie ausgeschöpft wurde, steht hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/American_Standard_Code_for_Information_Interchange

Woher ich das weiß:Beruf – ich arbeite schon sehr lange im EDV Bereich, viele Sparten

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