Kann man beim Arzt eine Blutentnahme verweigern?

15 Antworten

Ich habe gelesen, das es auch Möglichkeiten gibt, an anderen Körperstellen Blut zu entnehmen, das wäre eine Alternative, wenn man z.B. Schiss hat, sich in den Arm pieksen zu lassen.

Natürlich darf man dass verweigern, dazu hat in Deutschland jeder rechtlich mündige Patient das explizite Recht dazu. Man darf Heilbehandlungen oder Teile davon ablehnen, es ist schließlich der eigene Körper, in den ein medizinischer Eingriff erfolgen soll. Invasive (in den Körper des Patienten eindringende) Behandlungsmaßnahmen, erfüllen gemäß der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung stets den Straftatbestand der Körperverletzung und sind für die durchführende Person (Arzt oder nichtärztliches medizinisches Fachpersonal) nur dann straffrei, wenn der Patient eine rechtskräftige Einwilligung in die Durchführung der jeweiligen Behandlungsmaßnahme(n) erteilt hat. Rechtsgrundlagen: Paragraph 630d Bürgerliches Gesetzbuch, ständige Rechtsprechung der höchsten Gerichte und für Ärztinnen und Ärzte zusätzlich auch noch die ärztlichen Berufsordnungen der Landesärztekammer, in deren Zuständigkeit sie dem ärztlichen Beruf nachgehen. Ich zitiere beispielhaft aus der ärztlichen Berufsordnung der Landesärztekammer Baden- Württemberg: "Die Ärztinnen und Ärzte haben Sets das Selbstbestimmungsrecht ihrer Patientinnen und Patienten zu wahren, dies umfasst insbesondere auch das Recht der Patientinnen und Patienten, ärztliche Heileingriffe abzulehnen".

Fazit insgesamt, an rechtlich mündigen Patientinnen und Patienten, darf keine Maßnahme ohne deren Einwilligung durchgeführt werden!, gewisse Ausnahmesituationen, sind für den 08/15 Arztbesuch nicht von Relevanz.

Mfg.

Es geht um Dich und die Unversehrtheit Deines Körpers.

Macht der Arzt das gegen Deinen Willen, so ist das Körperverletzung.

Sofern kein juristischer Grund vorliegt (Trunkenheit, Drogen, ...) und ein entsprechender Beschluss, kann/darf er nichts machen.

Anders sieht es aus, wenn er das Deiner Krankenkasse meldet, dass Du nicht mitgerabeitet hast bei der Untersuchung, so kann diese etwas gegen Dich unternehmen. Wobei ich im Moment keine Idee habe, was sie da darf.

Dass bei vielen Medikamenten Blutwerte regelmässig bestimmt werden müssen, um ungewünschte Nebenwirkungen früh zuerkennen.. das ist natürlich schnurz.

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Anders sieht es aus, wenn er das Deiner Krankenkasse meldet, dass Du nicht mitgerabeitet hast bei der Untersuchung, so kann diese etwas gegen Dich unternehmen. Wobei ich im Moment keine Idee habe, was sie da darf.

Das ist völliger Quatsch!

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Natürlich darf man jederzeit Blutentnahmen verweigern.

Aber der Arzt darf Dir auch ein Medikamentenrezept verweigern, wenn er sich nicht sicher sein kann, ob es Dir nicht evtl. schadet oder wenn er nicht kontrollieren kann, ob das Medikament bei Dir anschlägt, bzw ob die Dosierung okay ist.

Niemand kann und wird Dich zu einer Blutentnahme zwingen. Allerdings stellt sich folgend die Frage, ob der Arzt dann weiterhin die Verantwortung übernimmt Dir Deine besherigen Medikamente zu verordnen.

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