Kann man beim Arzt eine Blutentnahme verweigern?

16 Antworten

Ich habe gelesen, das es auch Möglichkeiten gibt, an anderen Körperstellen Blut zu entnehmen, das wäre eine Alternative, wenn man z.B. Schiss hat, sich in den Arm pieksen zu lassen.

Natürlich darf man dass verweigern, dazu hat in Deutschland jeder rechtlich mündige Patient das explizite Recht dazu. Man darf Heilbehandlungen oder Teile davon ablehnen, es ist schließlich der eigene Körper, in den ein medizinischer Eingriff erfolgen soll. Invasive (in den Körper des Patienten eindringende) Behandlungsmaßnahmen, erfüllen gemäß der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung stets den Straftatbestand der Körperverletzung und sind für die durchführende Person (Arzt oder nichtärztliches medizinisches Fachpersonal) nur dann straffrei, wenn der Patient eine rechtskräftige Einwilligung in die Durchführung der jeweiligen Behandlungsmaßnahme(n) erteilt hat. Rechtsgrundlagen: Paragraph 630d Bürgerliches Gesetzbuch, ständige Rechtsprechung der höchsten Gerichte und für Ärztinnen und Ärzte zusätzlich auch noch die ärztlichen Berufsordnungen der Landesärztekammer, in deren Zuständigkeit sie dem ärztlichen Beruf nachgehen. Ich zitiere beispielhaft aus der ärztlichen Berufsordnung der Landesärztekammer Baden- Württemberg: "Die Ärztinnen und Ärzte haben Sets das Selbstbestimmungsrecht ihrer Patientinnen und Patienten zu wahren, dies umfasst insbesondere auch das Recht der Patientinnen und Patienten, ärztliche Heileingriffe abzulehnen".

Fazit insgesamt, an rechtlich mündigen Patientinnen und Patienten, darf keine Maßnahme ohne deren Einwilligung durchgeführt werden!, gewisse Ausnahmesituationen, sind für den 08/15 Arztbesuch nicht von Relevanz.

Mfg.

Danke dir sehr dafür!! Ich hab es gewusst. Ich hab auch genau das was du hier geschrieben hast, schon Mal gehört. Jedoch vergessen und aufgrund des sehr hinterfotzigen Arztpersonals sowie dem Arzt selbst, war ich mir sehr unsicher geworden. Ich habe es bisher erfolgreich verweigern können, jedoch hat der Arzt mir dadurch ein bestimmtes Medikament verweigert mit welchem ich schon Mal behandelt wurde und sehr große Erfolge hatte. Jetzt MUSS ich ein Medikament nehmen bei welchem ich sehr große Nebenwirkungen habe, auch Erfolgsaussichten in Sachen Reduzierung sowie vollständiges Clean werden ist somit ausgeschlossen. Was kann ich tun?? Anwalt?? Der Arzt verweigert mir die richtige Behandlung nur weil ich nicht Einwillige Kapilar Blut abzugeben. Das macht mir so viele Schlaflose Nächte.....

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@Mjay68

Nun ja, du hast das Recht dazu Maßnahmen zu verweigern. Der Arzt jedoch hingegen übt die ärztliche Heilkunde aus und wenn er sagt, dass er die Blutuntersuchung benötigt, um eine entsprechende Diagnose stellen zu können und die Therapie hiernach auszurichten, dann hat man als Patient kein Recht darauf, dass der Arzt einem ohne entsprechende Untersuchung irgendwelche Arzneimittel verschreibt. Was heißt, dass du jetzt ein Medikament einnehmen musst, das verstehe ich nicht ganz. Auch das kannst du kraft Selbstbestimmungsrecht selbstverständlich ablehnen/ verweigern. Jedoch soll das jetzt keine Empfehlung dazu darstellen, die Therapie ohne Rücksprache mit dem Arzt zu beenden sondern nur die Rechtslage aufzeigen. Mfg

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@Rollerfreake

Ja du hast das nicht Verstanden weil ich es dir nicht ausführlicher erklärt habe wie es um meine Behandlung steht. Dem Arzt geht es nicht im geringsten darum die Therapie danach zu richten was der Kapilar Buttest ergeben würde. Ihm ist das völlig egal was mit MIR ist oder was der Blut Test anzeigen würde, er nimmt Urinproben und mit dem Kapilar Bluttest will ER SICH absichern das der abgegebene Urin auch von mir stammt. Es gab und gibt absolut keinen Grund dafür von meiner Seite aus sondern seiner Seite. Und zwar hat er NUR weibliches Personal eingestellt und diese dürfen/wollen natürlich bei Urinkontrolle wo sie direkt nebendran stehen, nicht auf den Penis schauen. Er selbst ist jeden zweiten Monat im Urlaub im Ausland und wie schon bereits geschrieben, es interessiert ihn nicht der Patient, denn sonst würde er den Vorschlag annehmen das ER bei der Urinkontrolle doch dabei ist!! Er will nicht helfen es interessiert ihn nicht wie und ob der Patient leidet oder geheilt wird. Alleinig seine Absicherung interessiert ihn. Und genau DAS ist auch der Hauptgrund warum auch ICH diesmal sage NEIN, jetzt spiele ich diesmal nicht mehr mit. Ich gehe jeden Tag hart Arbeiten zahle jeden Monat die Krankenversicherung und werde aber von diesem schlechten Menschen wie ein Verbrecher behandelt. Hoffe du konntest mich jetzt etwas mehr verstehen. Ps: Praxiswechsel geht nicht. Es gibt keine im Umkreis von 60 Kilometern die solch eine Therapie anbietet. Es ist auch nicht Sinn und Zweck das ich einmal die Woche einen Tagesausflug machen muss nur um Vernünftig behandelt zu werden. Vielen Dank

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Es geht um Dich und die Unversehrtheit Deines Körpers.

Macht der Arzt das gegen Deinen Willen, so ist das Körperverletzung.

Sofern kein juristischer Grund vorliegt (Trunkenheit, Drogen, ...) und ein entsprechender Beschluss, kann/darf er nichts machen.

Anders sieht es aus, wenn er das Deiner Krankenkasse meldet, dass Du nicht mitgerabeitet hast bei der Untersuchung, so kann diese etwas gegen Dich unternehmen. Wobei ich im Moment keine Idee habe, was sie da darf.

Dass bei vielen Medikamenten Blutwerte regelmässig bestimmt werden müssen, um ungewünschte Nebenwirkungen früh zuerkennen.. das ist natürlich schnurz.

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Anders sieht es aus, wenn er das Deiner Krankenkasse meldet, dass Du nicht mitgerabeitet hast bei der Untersuchung, so kann diese etwas gegen Dich unternehmen. Wobei ich im Moment keine Idee habe, was sie da darf.

Das ist völliger Quatsch!

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Natürlich darf man jederzeit Blutentnahmen verweigern.

Aber der Arzt darf Dir auch ein Medikamentenrezept verweigern, wenn er sich nicht sicher sein kann, ob es Dir nicht evtl. schadet oder wenn er nicht kontrollieren kann, ob das Medikament bei Dir anschlägt, bzw ob die Dosierung okay ist.

Genau DAS hat der Verbrecher Arzt bei mir getan!! Das sind Verbrecher die auf der Gesundheit des Patienten sich dumm und dämlich verdienen!!!

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Niemand kann und wird Dich zu einer Blutentnahme zwingen. Allerdings stellt sich folgend die Frage, ob der Arzt dann weiterhin die Verantwortung übernimmt Dir Deine besherigen Medikamente zu verordnen.

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