Kann ein Mensch an Einsamkeit sterben?

32 Antworten

JA - ein Mensch kann an Einsamkeit zugrunde gehen bzw. leiden und krank werden. Jeder Mensch braucht Zuwendung und Liebe - der Mensch ist ein soziales Wesen - und nicht für die Ensamkeit gemacht.

Manchen Menschen kann man helfen - anderen sehr schwer oder auch gar nicht - insbesondere dann - wenn sie resigniert haben - und keinen Glauben und Hoffnung mehr haben.

Es gibt ja Hilfen wie z.B. Ratgeber oder die Tel.Seelsorge - wo jeder - ob einsam oder nicht - anrufen kann, um Hilfe und Anregungen zu bekommen. Tel 0800 - 1110111 oder hinten 222 - rund um die Uhr - und auch anonym - wenn man seinen Namen nicht nennen möchte.

Hilfe muss man aber in einem solchen Fall suchen und annehmen - sonst kann das nichts werden!

****Dr. Doris Wolf sagt zu ihrem Ratgeber Einsamkeit überwinden:****

Einsamkeit ist ein stummes Leiden, da es die Betroffenen als ein Versagen ansehen, einsam zu sein, sie darüber kaum sprechen und sich zurückziehen. Deshalb wird auch die Zahl der Menschen, die unter Einsamkeit leiden, unterschätzt.

Einsamkeit ist verbunden mit Gefühlen von Isoliertsein, Hilflosigkeit, Nichtgeborgensein, Ausgeschlossensein, dem Eindruck des Fallens in ein tiefes schwarzes Loch.

Aus Untersuchungen wissen wir, dass sich die Hälfte aller erwachsenen alleinlebenden Menschen und mehr als ein Viertel aller Verheirateten einsam fühlen.

Einige fühlen sich schon solange sie sich erinnern können einsam und erwarten auch, ihr restliches Leben einsam zu sein.

Andere leiden unter momentaner Einsamkeit, die sie in einigen Wochen oder Monaten überwinden.

Einsamkeit zieht sich durch alle Altersgruppen - Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, das Mittelalter und alte Menschen.

Die einsamsten Menschen sind diejenigen zwischen 30 und 40 Jahren, also nicht die alten Menschen.

http://www.palverlag.de/Einsamkeit_ueberwinden.html

İch hätte dir den Stern gegeben, ohne jetzt jemanden beleidigen zu wollen.

DH 

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@noonononnono

Ja OK. Nächstes Mal vielleicht noch mit der Vergabe etwas länger warten - ob da noch was kommt. Mitunter wird einfach zu schnell reagiert. LG

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@Mucker

:) da ist ja noch jemand wach, außer mir. Haha 

Schöne Nacht wünsch ich Mucker ;D 

:)

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Du schreibst, du weißt nicht, warum es deinem Freund nicht gelingt, aus seiner Einsamkeit heraus zu treten. Genau das ist es, was in einer Psychotherapie aufgearbeitet bzw. ergründet werden würde. Ganz oft sind Kindheitserlebnisse oder auch spätere negative Beziehungserfahrungen der Grund für ein sozial isolierteres Verhalten. Er legt ein bestimmtes Beziehungsmuster an den Tag, das den Zugang zu anderen verhindert und/oder andere eher auf Abstand zu ihm gehen lassen. Da kann er so gut aussehen wie er will, wenn er einfach andere Signale in der Umwelt aussendet, d. h. solche, die ihm nicht gerade zu einem Magnet für andere machen. Zu deiner Grundfrage mit dem Sterben: selbst Tiere sterben, wenn ihnen der bisherige Partner abhanden kommt, habe ich schon von Delphinen gehört. Zudem weiß ich von einem Wellensittich, der eine Kameradin hatte, die ihn aber nicht so wirklich mochte, dennoch war er wohl froh, diese um sich zu haben. Nachdem sie an einer Krankheit gestorben war, lebte er auch nur noch ein 3/4 Jahr und starb ohne erfindlichen Grund von einem auf den nächsten Tag.

Da ist noch mehr dahinter außer "nicht wollen". Du kannst rausfinden wieso er so handelt. Wieso er so negativ ist. "Dass ihn jemand vermisst, dass jemand sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen kann.", du vermutest, also frag ihn doch erstmal. Teste Sachen mit ihm aus und beobachte ihn, wann er zu strahlen beginnt. Bring du ihn in so viele verschiedene Situationen wie möglich die er noch nie erlebt hat. Halt dich bisserl im Hintergrund gedanklich und beobachte ihn. Ich finde, verzweifelt zu suchen, wo irgendwo Liebe sein könnte, gänge nach hinten los. Es sind die kleinen SAchen die das Leben so schön machen. Aber natürlich solltest du auch bedenken, dass er individuell ist, und seine Freundin beim gemeinsamen Hobby, oder beim Lieblingschinesen finden könnte. Wenn du ihm nicht helfen kannst, sollte er, nur meiner Meinung nach - eine Therapeutin aufsuchen.

Aber nur, wenn er sich nicht selbst liebt, und zwar so wie er ist - und das muss er akzeptieren. Kein Mensch ist einsam und allein nur dann, wenn er sich selbst zurückzieht.

Wir sind alle Kinder Gottes und tragen sein Licht in uns, deshalb sind wir sowieso niemals alleine auf der Welt. Gruss Inga

Grüss dich Wunnie, ein Mensch kann ohne weiteres an Einsamkeit sterben. Da geht aber ein langer Prozess vorher. Wenn die Sehnsucht nach Zweisamkeit immer grösser wird, aber unerfüllt bleibt, isoliert sich so ein Mensch immer mehr. Reduziert Essen und Trinken, geht evtl. nur noch seiner Arbeit nach. Und das war es schon. Er sehnt sich nach Gesprächen, einem guten Freund oder einem Partner.

Seine Seele leidet sehr, und selten wird in diesem Fall psychologische Hilfe auch beansprucht oder abgelehnt. Man kann auch so gut wie nicht helfen. Denn in so einem Fall ist des Menschen Wille, sein Himmelreich.

Aussenstehende müssen das akzeptieren, so traurig es auch ist, keine Hilfe leisten zu können.