Kalligraphie: Tinte verläuft auf Papier

5 Antworten

Naja, hab das mal mit Kopierpapier getestet (siehe Bild) und für das normale schreiben mit Eisengallustinte ist es eigentlich ganz gut, für meine Dekobriefe schöpfe ich Papier selbst. Bei Tusche hab ich keine Ahnung, da ich nur schreibe wie man es im 18 Jh. tat und das machte man für gewöhnlich mit Eisengallustinte. Der Vorteil dieser Tinte ist, dass sie sich in das Pier hinein frisst und je länger sie an der Luft ist immer schwarzer wird, obwohl sie dunkelblau von der Feder auf das Papier läuft.

Wenn man natürlich in Copperplate bei großer Schriftgröße richtig kalligrafiert, dann denke natürlich wird die Tinte eine Weile brauchen, bis sie getrocknet ist, aber warum teures Papier kaufen, wenn man gleich mit echter Tinte auf normalem 100g/m² Papier schreiben kann.

 - (Freizeit, Kalligraphie, Tinte verläuft)

Zum vorschreiben oder für "Kritzeleien" und Übungen nehm ich 120g Kopierpapier, für die "guten" Arbeiten dann Papier von Hahnemühle (zB Nostalgie Sketchblock 190g). Gibt's in Idee-Läden und ist bezahlbar (ich hab glaub um die 10€ für einen 50-Blatt-A4-Block bezahlt). Falls du so einen Laden in der Nähe hast kann ich dir den nur empfehlen, die Leute dort können dich meist sehr gut beraten und die haben eine nette kleine aber feine Auswahl an Papier für den Durchschnittskünstler. ;)

Brauchbares Papier ist generell etwas schwerer (ab 120g/m²) als Standard-Papier (80g/m²) und das Kopierpapier im Vergleich auch deutlich glatter, was aber nicht gleich heißt, dass jedes schwere Papier gut geeignet ist. Druckerpapier ist jedenfalls das denkbar ungünstigste, weil das die Tinte schnell aufsaugen soll, damit der Druck nicht verschmiert.

Du musst ein hartes Papier nehmen, je weicher, je mehr verläuft die Tusche. Am besten, wenn das Papier beschichtet ist, es muss aber saugfähig sein, sonst trocknet die Tusche nicht und verschmiert.

Ich nehme Alabaster-Halbkarton.

Es muss nicht immer der teure Karton sein, aber Druckerpapier ist denkbar ungeeignet. Witzigerweise habe ich bei MacGeiz recht gute A4 Zeichenblöcke gefunden. Sind gelb und steht Aquarell oben. Ich benutze zum Üben und Vorschreiben normale kleinkarierte Schriftblöcke, wobei da die Qualität auch schwankt.

Bei Großformaten bestelle ich bei Gerstäcker, die Tusche von Rohrer & Klingner kann ich nur empfehlen.

Dafür eignet sich wirklich nur gutes Papier - und gutes Papier ist teuer.

Was möchtest Du wissen?