Ist Schach nur auswendig lernen?

13 Antworten

so nebenbei, was heisst hier "nur" auswendig lernen. Das alleine ist schon eine beträchtliche Leistung, mit Auswählen, Sortieren, Lernen, Anwenden, Repetieren usw.

Es hilft. Aber das Auswendiggelernte muss auch verstanden sein, sonst gehst du im Mittelspiel unter. Zum Schach gehört auch viel Training, ich meine: typische Stellungen kennenlernen, üben (sehr viel Schachliteratur), man sagt dem: Schachtechnik. (Übrigens gibt es unzählige Ausnahmen zu den klassischen Techniken, hahaha, und am Brett musst du dann entscheiden: Regelfall oder Ausnahme. Und niemand hilft dir zu entscheiden.)

Dann hilft auch klares diszipliniertes Denken, Zugfolgen voraussehen, Stellungen einschätzen usw.

Weiter braucht es auch den Willen zu gewinnen, eine gewisse Charakterstärke, auch gute Nerven sind hilfreich.

Schliesslich kann auch die Intuition behilflich sein, auch wenn ich nicht weiss, was genau das ist.

Das mit der Datenbank stimmt teilweise schon, aber nur für die ersten Züge, hast du die überlebt, beginnt das Spiel. Die ersten etwa 5-10 Züge laufen nach Programm ab, aber dann wird es spannend. Ich spiele sehr intiutiv, sehr gewagt, aber das Programm der ersten Züge läuft auswendig ab, da muss ich nicht aufs Brett schauen. Ich gehe nach etwa 5 Zügen in die Offensive, und habe dabei zu Beginn meistens verloren, seit ich abschätzen kann, welche Art Spieler ich gegenüber habe, gewinne ich immer öfter. Die Abwegigen Züge sind auch längstens bekannt, deshalb wechsle ich ab im Spiel, mal nach Programm, mal intuitiv. Es geht darum den Überblick zu behalten und trotzdem stehts mutig zu sein. Verlieren ist keine Schande.

Aber diese Datenbank mit all den Eröffnungszügen nützt ja nur was, wenn dein Gegenüber auch genau das spielt, was du erwartest. Ich meine, wenn ich e2-e4 spiele und davon ausgehe, dass mein Gegenüber das Damengambit spielt und dieser das nun nicht tut und etwas total anderes spielt, dann war ja alles für'n Arsch im Endeffekt.

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@Mueller345

Nein, ist nicht für den Arsch! Wenn der andere keine Ahnung hat, spielst du einfach nach Programm weiter, und wenn er wirklich volldoof ist, hast du ihn nach wenigen Zügen Schachmatt. Es gibt natürlich auch ein Programm für volldoofe Gegenspieler, aber das ist echt langweilig. Bei Volldoofen Gegenspieler gehe ich auf ihn ein und lasse ihn zappeln, sofern es interessant ist, was er versucht. Bei volldoofen Gegenspielern versuche ich dem Gegenüber ein Remis zu schenken, aus herablassender Grosszügigkeit. :-)

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@Patrickson

Ich schaue, dass ich wenn möglich, mit einem leicht besseren Schachspieler oder leicht schlechteren wie ich es bin spielen kann. Die Profis putzen mich weg! Da bleibt nur Frust übrig! Aber ich habe auch schon bei Profis etwas gelernt, aber die müssen dann echt Geduld mit mir haben.

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Hallo,

Ein dickes NEIN das ist nicht nur auswendig lernen, ich habe bis 1600 Elos nur eine Eröffnung gekannt und das nicht mal richtig. Wenn du natürlich ein gewisses Niveau erreichen möchtest solltest du ein paar Theorien kennen. Es gibt übungen, mit denen man die Taktik lernen kann, das finde ich viel wichtiger, zumindest am Anfang. Du musst also nicht auswendig lernen, sondern zwischendurch ein paar übungen lösen. Wenn du diese Muster kennst kannst du gut werden, das vereinfacht dir das vorraussehen, aber nachdenken musst du immer noch.

https://www.spielezar.ch/schach/lehrmittel/buecherreihen/stappenmethode/19-stufe-2-vorausdenken

Meine Meinung ist ganz einfach, schau dir zwei einfache Eröffnungen an, eine für Weiß und eine für Schwarz, kenne davon die Ideen und dann spiele, das macht erstens mehr Spaß und zweitens lernst du viel mehr daraus. Und natürlich ist es irgendwann unumgänglich Theorie zu lernen, doch du musst da auch nicht unbedingt jeden Zug kennen, das wichtigste überhaupt sind die Ideen die dahinterstecken. Viele kennen die Züge zwar aber können dir nicht sagen wozu sie diese spielen. Normalerweise wirst du am Anfang ziemlich viel verlieren, doch wenn du dann auch weisst, was du für Fehler gemacht hast, lernst du schnell.

P.S. Wenn du natürlich ganz oben mitmischen willst ist die Vorbereitung sehr wichtig. Habe dazu auch ein interessantes Buch: https://www.amazon.de/Vom-Sch%C3%BCler-Gro%C3%9Fmeister-Thomas-Luther/dp/178483016X

Woher ich das weiß:Hobby – Vereinsspieler

Das hängt sehr davon ab, auf welchem Level Du bzw. Deine Gegner spielen werden. Beim Schach ist es wie bei jeder anderen Sportart auch, Du musst Gegner finden, die sich in etwa auf Deinem Niveau befinden, sonst macht es keinen Spass. In meinem Schachverein z.B. sind mehrheitlich etwas schwächere Spieler, die kennen auch nur ein paar Eröffnungen bis zum dritten oder vierten Zug. Ich kenne andere Vereine, da spielen wesentlich stärkere Spieler, da hätte ich aber auch keine Lust zu spielen. Und ich habe auch nicht die Zeit, mich sehr lange mit Theorie zu beschäftigen. Das hat dann natürlich den Nachteil, dass ich gegen stärkere Spieler kaum Chancen habe, aber das ist mir eigentlich egal. Und wie gesagt, das ist bei jedem Sport so. Wenn Du ab und an zum Spaß Tennis spielst und plötzlich steht ein Profi dir gegenüber der jeden Tag trainiert, dann gehst Du auch unter.

Nein, Schach besteht gewiss nicht nur darin, möglichst viel auswenig zu lernen.

Du bist einfach ein Anfänger, kennst dich nicht aus und sprichst nicht die Sprache des Spiels. Darauf kommt es aber auch nicht an.

Das Schachspiel ist in erster Linie Unterhaltung. Es macht Spaß, wenn du mit Spielern auf deinem Level spielst. Wenn man es wettkampforientiert spielt, ist das eine ganz andere Angelegenheit.

Ich frage mich allerdings, wie du "auf deinem Rechner" gespielt hast. Selbst gegen ziemlich simple Schachprogramme hat man als Anfänger heute keine Chance. In meiner Jugend (um die 30 Jahre zurück) kamen die ersten "Schachcomputer" auf den Markt - die konnte man noch besiegen, wenn man einfach nur keine Fehler machte. Heute sind die Programme und selbst kostenlose Apps viel weiter.

Also no hate ich habe heute das erste mal Schach gespielt und die KI für das es meine Ersten Runden waren ziemlich oft besiegt

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@Alain1711

Dann war die "KI" auf niedrige Spielstärke eingestellt. Gegen Schachengines haben selbst Großmeister überhaupt keine Chance.

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