Ist Dresden wirklich die Nazihauptstadt?

9 Antworten

Guten Abend Diana,

ich lebe seit 2005 in Dresden und bin relativ zufrieden hier. Dresden ist eine wunderschöne Stadt und hat sehr viel an Kultur zu bieten. Und auch junge Leute kommen nicht zu kurz.

Was die Sicherheit der Bürger betrifft, muss ich sagen, dass es nicht mehr so sicher ist, wie ich es 2005 erleben durfte. Da wäre ich nachts alleine durch die ganze Stadt gelaufen, ohne mir Sorgen machen zu müssen, dass mir etwas passieren könnte. Heute ist das anders, hat aber mit Nazis überhaupt nichts zu tun. Fremdenfeindliche Überfälle von Nazis auf Ausländer habe ich selbst noch nicht erlebt, gleichwohl es sie gegeben hat. Diese Begebenheiten sind jedoch im Vergleich mit anderen Großstädten in Deutschland, egal ob Ost oder West, nicht mehr und auch nicht weniger. Gegen die Sicherheit spricht die Kriminalität von Flüchtlingen, besonders von dunkelhäutigen, die sich an bestimmten Krimminalitäts-Brennpunkten besonders hervortun. Dazu zählen z. B. der Alaunplatz und die Alaunstraße. Als Mädchen würde ich am Abend nicht alleine durch die Stadt gehen. Das kann unter Umständen gefährlich sein, aber auch nicht anders als in München, Köln, Stuttgart oder Leipzig, diese Städtenamen sind eine willkürliche Aufzählung von mir und haben mit Statistik nicht zu tun.

Was Pegida betrifft, sind deren Hochzeiten schon längst vorbei. Sie sind montags zwar noch da, aber das ist ein Häufchen, die sich zum harten Kern zählen, jedoch noch nicht begriffen haben, dass sie eigentlich fast ohne Bedeutung sind. Der Pegida-Marsch wird von der Polizei eskortiert und ist ungefährlich. Man muss sich ja auch nicht unbedingt an den Straßenrand dabei stellen.

Was du von Dresden in den Medien hören und lesen kannst, ist alles halb so schlimm. Auch Medien wollen leben und sind um Auflagen bemüht.

Auf der anderen Seite gibt es eine Universität in Dresden, an der ein großer Anteil von ausländischen Studenten ist, die nicht alle europäisch aussehen. Sie würden hier nicht studieren, wenn sie täglich in der Stadt Prügel beziehen müssten.

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

LG Lazarius

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich kenne mich in den Vierteln nicht so aus, aber in der Innenstadt brauchst du defenitiv nicht ängstlicher zu sein als in jeder anderen Stadt. Ich kenne Dresden seit ich klein bin. Dreden ist eine wunderschöne Stadt, die es durch die PEGIDA Bewegung in die Negativschlagzeilen geschafft hat. Die PEGIDA Demos finden meines Wissens immernoch jeden Montag statt, jedoch inzwischen sehr friedlich. Die Athmosphäre ist dennoch sehr unschön aber Angst vor Gewalt muss man denke ich trotzdem nicht haben, zumal auch ne Menge Polizei anwesend ist. Ich bin oft in Dresden und abgesehen von dieser wöchentlichen Demo habe ich keine rassistischen Vorfälle erlebt. Ich halte mich aber wie gesagt auch meist nur in der Altstadt auf. Dresden hat mit Sicherheit Viertel, die gefährlich sind, aber die hat jede Großstadt.

Zusammengefasst würde ich montags die Altstadt meiden, ansonten kein Problem!

Außerdem laufen gewaltbereite Fußballfans an Spieltagen von Dynamo Dresden durch die Stadt, das habe ich allerdings selbst noch nie erlebt, nur gehört.

Danke dir für die ausführliche Antwort :)

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Ich würde es nicht auf die einzelnen Bewohner ausmachen.

Sachsen, auch andere neuen Bundesländer, haben seit Jahren politisch einen hohen Zulauf bei den Wahlen von rechtsextremen und gemäßigten Rechtsparteien.

Die NPD hatte lange eine starke Vormachtstellung und endete nur aus eigenen katastrophalen Fehlern aus der eigenen Partei heraus. Die Wählerschaft ging viel zur AfD über. Da ich die AfD nicht als extrem (vielleicht bald schon) einstufe, zeigt mir das die Wähler nicht alle extrem sind, aber solches Ideengut auch nicht komplett ablehnen.

Ein schwieriges Thema um einen Nenner zu finden.

kommt drauf an. Wenn du ein Däne, Schwede oder so bist, dann bist du sicher. Wenn du ein Türke, Afrikaner etc... bist, dann eher nicht.

Nein glaube ich nicht.

Es ist natürlich auch eine Frage wiesehr man in den Medien berichtet und nicht berichtet.

Eines wird aber sicher sein, dass viele dieser Genannten eher in der Minderheit, aber die Lautesten sind, und daher alle anderen Unzufriedenen gar nicht mehr zugehört wird.

Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, Fred. LG

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