Ist die Verpaarung erlaubt oder nicht?

So kann ein sable merle aussehen - (Hund, Hundefutter, Hundezucht) oder so - (Hund, Hundefutter, Hundezucht) oder eher in richtung blue merle. - (Hund, Hundefutter, Hundezucht)

4 Antworten

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Man darf Merleträger Niemals mit Merleträger verpaaren. Nur Merle mit Nichtmerle.

Das Biologische Institut für Genetik hat genau aufgeführt, was Züchter bei der Genetik und den Farbschlägen beachten müssen. Ganz wichtig vor Verpaarungen mit Merle sind Gentests der Elterntiere, da Merle nicht immer sichtbar im Fell ist. Um auf Nr. sicher zu gehen.

Wenn zuviel Weißanteil im Fell ist, sollte nicht auch noch mit 2 Hunden mit viel Weißanteil verpaart werden. Das kann zu Taub-und Blindheit bereits in der embyionalen Entwicklung führen. Ein Grund, warum es sehr viele taube Dalmatiner gibt, oder taube und blinde weiße Hunde.

Wer sich damit nicht auskennt, sollte unbedingt die Finger davon lassen, hierbei muß man sich 1 a mit Genetik auskennen.

Hier mal der Link vom Biologischen Institut mit Tabelle der Verpaarungsmöglichkeiten ohne Risiken:

http://www.biofocus.de/PDF/Hund/BF_432_Farbvererbung-Merle.pdf

Blue Merle und Zobel bin ich momentan überfragt, wichtig ist jedoch niemals merle mit merle und zuviel Weißanteil!

danke, wie immer hast du mir sehr weitergeholfen :)

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@Sockebaer

Gern geschehen, was Farbe Zobel betrifft, könntest Du bei Biofocus ja mal anfragen. Wenn die es nicht wissen, weiß es keiner.

Wie gesagt, zuviel Farbverdünnung ist nicht gut, das sollte man tunlichst vermeiden.

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@Monasophie17

Übrigens, bei vielen Rassen ist Merle erwünscht und erlaubt, auch vom VDH. Der VDH verbietet bei Chis jedoch die Zucht mit Merleträger. Obwohl die Zucht der Chis ihren Ursprung in den USA hat und dort immer erlaubt war und ist, wenn verantwortungsvoll verpaart wird. Aus diesem Grund hat sich eine Bekannte vom VDH losgesagt und ist Mitglied in einem anderen alteingesessen Verband, der es erlaubt, jedoch auch hier das Wissen über die Genetik und Verpaarungen vorschreibt. Meine Bekannte hat auch eine Merlehündin und bestens darauf geachtet und von dieser Hündin nur 100 % gesunde, einwandfreie Welpen bekommen, die sie speziell für Käufer auch auf Merle testen läßt. Dieser Gentest kostet so 100 Euro pro Hund / Welpe.

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@Monasophie17

Der VDH richtet sich zumeist immer nach den Vorschlägen der Rassevereine, von da ab ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass es so starke Abweichungen in Bezug auf Zuchtverbote etc. gibt.

Im BK beispielsweise ist die Zucht mit weißen Boxern nicht gestattet, dagegen bei Bullterriern schon, ebenso bei weißen Schäferhunden, die zu diesem Zweck komplett als eigenständige Rasse anerkannt wurden.

Das Ganze ist ein einziges großes Durcheinander und das Resultat mangelnder Richtlinien seitens des VDH/FCI.

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@MichaelKus

Da gebe ich Dir recht und bemängel diese Uneinigkeit im Verband sehr. Das gibt auch unter den Züchtern sehr viel Stress, die, die ohne Merle züchten, greifen andere Züchter an, die es machen, aber eben auch alles dabei zum Wohle der Tiere beachten.

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Deine Annahme bzgl. der Fellfarbe "Weiß" und Blindheit/Taubheit ist so nicht korrekt, respektive schon ein Weilchen überholt.

Ich zitiere mal den Boxerklub München bzw. den dort herrschenden Wissensstand:

3.3.Taubheit und Augenanomalien Beim Boxer gibt es keine konkreten Zahlen darüber, wie viele Hunde einoder beidseitig taub sind. Im Allgemeinen wird angenommen, dass nur weiße Boxer von Taubheit und blauen Augen betroffen sind. Ob das tatsächlich zutrifft, hat noch niemand überprüft. Solche Untersuchungen erfordern doch eine nennenswerte Anzahl an getesteten, farbigen und weißen Hunden. Beim Bullterrier sind beispielsweise nur ca. 2% der weißen Hunde beidseitig taub (Rak&Distl, Congenital sensorineural deafness in dogs…, The Veterinary Journal 2005, S.189).

Genauso wie beim Dalmatiner treten auch bei weißen oder gescheckten Boxern manchmal ein- oder beidseitig blaue Augen auf (Dietz, 02.01.2001). Bei farbigen Boxern ist dagegen keine Blauäugigkeit bekannt (Rezewski, langjährige Zuchtleiterin im BK, 20.04.2001). Es ist eine signifikante Assoziation zwischen dem Auftreten von blauer Augenfarbe und kongenitaler, sensorineuraler Taubheit gefunden worden, wobei die Blauäugigkeit mit „Anomalien des Sehorgans, nämlich des Augenhintergrundes“, einhergeht (Wegner, Kleine Kynologie, 1995, S.247/248, Juraschko, Populationsgenetische Untersuchung ..., 2000,S.100/101, Rak&Distl, Congenital sensorineural deafness in dogs…, The Veterinary Journal 2005, S.189 und Stritzel et al., A role of the microphthalmiaassoziated transcription factor…, J. Anim. Breed. Genet. 2009, S.62). Aus diesem Grunde haben Dalmatiner mit blauen Augen Zuchtverbot. Es spricht sehr viel dafür, dass beim Boxer die Verhältnisse ähnlich wie beim Dalmatiner sind. Bei weißen Boxern mit blauen Augen ist deshalb zu vermuten, dass sie möglicherweise wie die blauäugigen Dalmatiner Probleme mit Augen und Ohren haben. http://www.bk-muenchen.de/cms/publikationen/zuchtwesen/Facharbeit_neu.pdf

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@MichaelKus

Und was denkst Du hier drüber?:

Das Merle-Gen wird intermediär vererbt. Hunde, die das Gen nur einmal aufweisen, also heterozygot sind, sind meist gesund. Das Merle-Gen führt neben einem größeren Weißanteil im Fell in einigen Fällen zu Fehlbildungen des Innenohrs mit Taubheit. Bei reinerbigen (homozygoten) Tieren sind 10 % einseitig und 15 % auf beiden Ohren taub. Von den mischerbigen Tieren sind 2,7 % einseitig, 0,9 % vollständig taub. Es können vor allem bei homozygoten Tieren auch Fehlbildungen der Augen auftreten. Betroffene Tiere können in der Entwicklung hinter Wurfgeschwistern zurückbleiben, eine verminderte Lebensfreude zeigen und sterben manchmal vor der Geschlechtsreife.

Aus Tierschutzgründen ist daher die Verpaarung zweier Träger des Merle-Faktors nicht zu empfehlen.

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@Monasophie17

Genau dashab ich auch schon oft gehört und gelesen :) DH!

Das mit zobel und blue merle könnte ich ja malbei meinem Züchter nachfraen, ich denke der soltle es auch wissen :)

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@Monasophie17

Merle kommt bei Boxern nicht vor, von da ab kann ich dazu nichts sagen. Mein Kommentar bezog sich einzig allein auf den Weißanteil bzw. die Dalmatiner-Geschichte :-)

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@Sockebaer

Der MUß es wissen, wenn er die Verpaarung durchführt. Ein Züchter muß sich bei jeder Verpaarung etwas denken, ist er unsicher, muß er den Zuchtverband um Rat fragen.

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@Monasophie17

mein züchter hat schon verpaart...

zobel und tricolor

blue merle und schwarz-weiss

blue merle und tricolor

Zobel und zobelweiss

zobel und so amerikanische shelties white irgentwas wo fast nur weiss sind (weiss dennamen nicht mehr :P)

zobel und schwarz weiss

also ich glaub ich schik ihmm al ne email, kann dir dann das ergebnis schreiben wenn du willst :)

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@MichaelKus

Ich kenne auch keine Merle-Boxer oder reinweiße Boxer, wobei die Fellfarbe Weiß in Verbindung mit Merlefaktor stark verdünnend ist und daher eine Verpaarung mit viel Weiß sich sehr ungünstig auswirken kann, muß nicht, aber es kann. Und daher wird davon abgeraten. Wer unsicher ist, sollte zum Wohle der Tiere besser verzichten.

Wie gesagt, Gentests auf Merle bei beiden Elterntiere ist hier absolut erforderlich, ansonsten groß fahrlässig, ohne zu handeln.

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@Sockebaer

Gab es denn schon Probleme bei den Verpaarungen? Bei den Farben ohne Merlefaktor ist es meistens ohne Probleme, wenn wenigstens 2/3 noch mischfarbig ist, soviel ich weiß. Ich kenne auch einen schneeweißen Parson Jack Russel, der taub ist und ein schneeweißer Malteser, der taub ist. Bei Malteser ist ja eigentlich kein Merle vorhanden, daru weiß ich nicht, warum dieser Hund taub ist, der Verdacht, wg. des schneeweißen Fells liegt sehr nahe.

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@Monasophie17

PS: Merle in Verbindung mit hohem Weißanteil ist riskant, darauf bezog sich meine Aussage, da Merle an sich schon farbverdünnend ist. Wie es bei reinweißen Hunden ohne Merlefaktor ist, kann ich nicht sagen.

Klar, sonst wären alle weißen Schäferhunde oder Rassen mit viel Weiß alle mißgebildet. Aber der Merlefaktor wirkt sich nochmal ungünstig auf viel Weiß aus.

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@Monasophie17

Reinweiße Boxer kommen relativ häufig vor bzw. man sagt bei bis zu 20% der weißerbigen Würfe. Das seltsame ist ja: Die Urboxer gingen aus weißen Bulldoggen hervor und bis in die 20er Jahre hinein war die Fellfarbe "Weiß" ein ganz normaler Farbschlag.

Dann plötzlich waren die weißen Boxer beim Polizei- und Militärdienst nicht länger gefragt (im Dunkeln zu sehr sichtbar) und sie wurden unter fadenscheinige Begründungen aus der Zucht verbannt, ohne jedwede wissenschaftliche Begründung. Ein inhärenter Farbschlag lässt sich jedoch nicht aus der Zucht "verbieten".

Bis zur Einführung des neuen Tierschutzgesetzes Anfang der 80er Jahre wurden die unerwünschten Welpen also munter getötet.

Seit letztem Jahr laufen Feldversuche die "Weißen" nun doch wieder in die Zucht zu integrieren, denn letztlich hat man sich durch den Ausschluss ins eigene Fleisch geschnitten -> eine massive Beschneidung des vorhandenen Genpools und alle daraus resultierenden Problemchen.

Das mal nur so am Rande WOHER manch Verbot stammt ^^

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@Monasophie17

Jaa probleme nicht, aber diese merle haben halt nie so gute augen... :)

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@MichaelKus

Interessant, bei der Geschichte über Boxer und ihre Fellfarben kenne ich mich gar nicht aus, da wissen ihre Halter natürlich mehr.

Es wurden früher auch Welpen von jeglichen Rassen getötet, die eine unerwünschte Zeichnung, z.B. ein weißes Bein oder so hatten. Grausam, aber wahr! Ich möchte auch nicht wissen, ob irgendwelche Züchter, die seit 40 Jahren züchten, noch so verfahren....das macht mich wütend.

Beim VDH zum Thema Chi und Merle sind es auch nur 1-2 Personen, die ohne wissenschaftlich fundierte Begründung dagegen sind. Einseits haben nicht viele Züchter die Genetik 1 a drauf, somit ist es natürlich schon eine Art Vorbeugung wg. Unwissenheit. Trotzdem dumm für alle, die verantwortlich mit bestem Wissen damit umgehen können.

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Du solltest das mit dem Zuchtwart besprechen.

Ganz offensichtlich bist du KEIN Züchter (die Rasse heißt Sheltie, nicht Sheltei) und dir fehlt die notwendige Fachkenntnis, um charakterlich und gesundheitlich vorteilhafte Verpaarungen zu planen. Lass' doch bitte die Finger davon. Es gibt schon genügend Tiere, die das Ergebnis mehr oder minder missglückter Zuchtversuche sind.

Hallo gehts noch, was ihr immer mit euren Schreibfehlern habt ist schlimm!!

Und es war nie dir Rede davon dass ich anfangen will shelties zu züchten!!!

Ich wollte mich nur erkundigen da ich selbst einen Sheltie habe!!

Und davor hatte ich auch schon viele Hunde, als lass deine Unterstellungen!

Und eben wollte ich mich hier ja eben mal schlauer machen, aber es scheint so alst kannst du mir da ja wohl auch nicht weiterhelfen!

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@Sockebaer

Ich züchte selbst auch nicht, habe aber von meiner Bekannten (Züchterin) einen Zuchtrüden übernommen und bekomme seit Jahren viel über Zucht mit und informiere mich selbst sehr gut über Genetik usw, weil es mich interessiert. Deswegen fange ich auch nicht das Züchten an, wenn ich Fragen zur Zucht stelle.

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@Monasophie17

Genau, und sie ist ja sicherlich auch keine züchterin :)

Deswegen mach ichmir da keinen kopf drüber. Ich bekomme auch viel über zucht mit, jedoch keine zucht in der es um zobel, tricolor, blue merle etc geht :)

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@Sockebaer

Und ich vertippe mich bei meiner doofen Laptop-Tastatur auch oft und hab hier keine Zeit mehr der Korrektur....;o))))

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@Monasophie17

ich finde wir sind in einer community da muss nicht alles stimmen :P

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Hallo, mir kam die Frage von Sockebaer nicht inkompetent vor, sondern zeigt schon gute Kenntnisse. Und sie gehört auch nicht in die Kategorie wie viele hier, die nach dem Motto: wo bekomme ich einen Zuchtrüden für meine Mischlingshündin her? irgendwelche Vermehrungsvorhaben 'legalisiert' haben wollen. Ich denke, wenn man eine Frage genau liest, erkennt man schon, ob reines Interesse oder eben versteckte monetäre Gründe dahinterstecken. Gruß, Kerstin

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@bignose

Bignose, das sehe ich in diesem Fall auch so. Diese Kenntnisse sind bei Vermehrer oder "mal eben Welpen mit Hündin haben wollwn" gar nicht vorhanden. Außerdem läßt er sich gerade in anderer Frage in Sachen Kastration beraten.

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@Monasophie17

Danke ihr beiden wenigstens haltet ihr zu mir^^

Und an andere die einfach nur behaupten ich würde verwahrlost irgentwelche hündinnen decken lassen wollen, könnten in zukunft mal ein blick auf mein profil meine fragen und antworten werfen!

Danke nochmal an euchbeide :)

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Verpaaren sollte man überhaupt nicht mehr. Die Tierheime platzen!

Das ist aber doch dar nicht die Antwort auf die Frage. Darf man sich trotzdem nicht mehr über die Genetik unterhalten?

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Und das kommt durch die Rassehunde oder wilde Vermehrerei, sprich sogenannte Hobbyzüchter, die Mix XYZ doch SOOOOOO süß finden? ^^

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@MichaelKus

@Michael: Das kommt von beidem. Der Markt ist vollkommen übersättigt mit Hunden. Und die VDH-Züchter sind hier auf Gutefrage sicher nicht in der Überzahl, der Großteil der Leute hier ist auch "Hobbyzüchter".

@Monasophie17: Nein, ist es nicht. Aber Fragen über Verpaarungen werden meistens nur von Leuten gestellt, die selbst eine Vermehrung planen. Siehst du in Sockebärs Antwort direkt über meiner, da stellt sie bereits die Möglichkeit dar, zu vermehren. Sowas brauchen wir nicht mehr.

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@Veichan

Veichan, wenn Du mal meine Antworten auf andere Fragen rückverfolgst, bin ich es, die gegen Laienvermehrerei ankämpft. Aber Laienvermehrer haben noch nichtmal Ahnung, was Merle ist und das man da bei Verpaarungen was beachten muß. Wenn mißgebildete Hunde oder mit Erkrankheiten herauskommen, landen die wohin? Aha...

Gegen Billigvermehrer und Laienvermehrer muß angekämpft werden, denn die Tierheime, die ich kenne, haben seltenst Hunde aus seriösen Zuchten, die gesunde, bestens soziaisierte Tiere hervorbringen, und wenn, sind es verdorbene Hunde aus schlechter Haltung. Denn leider gibt es zum allen übel nicht nur tolle Halter, wenn alle Halter ihre Tiere artgerecht und gut behandeln und Zeit in sie investieren, landen noch weniger im Tierheim.

Man sollte die Probleme beim Kern packen und nicht am falschen Ansatz, zumal, warum werden denn immer noch etliche Tiere aus dem Ausland herangeschafft, wenn unsere Tierheime schon voll sind? Tierschutz muß vor Ort stattfinden.

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@Monasophie17

Da kann ich dir nicht komplett zustimmen. Zucht in jeglicher Form in heutzutage überflüssig. VDH Zucht hin oder her, ein Hund mit Papieren ist nicht mehr wert als ein Hund ohne. Zucht hat nichts mehr mit Rassenerhaltung zu tun. Es sind schlichtweg Hunde, die überflüssig sind. Allein im Berliner Tierheim sitzen 350 Hunde. Und leider kann ich dir auch in sofern nicht zustimmen, dass ein "Hobbyzüchter" nicht weiß, was Merle ist - das wissen diese Leute sehr wohl, denn sogar die, die nur Geld machen wollen, informieren sich über Farbschläge, nämlich, um die beliebtesten möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Das ist heutzutage Hobbyzucht. "Guck mal, der ist Merle, ist der nicht süß?" In meinen Augen ist es völlig falsche Tierliebe, heute überhaupt noch Hunde in die Welt zu setzen - ob VDH oder nicht. Dafür sterben andere Tiere im Tierheim.

Die Hexenjagd gegen den Auslandstierschutz zeugt allein davon, dass der Tierschutz hier in den Kinderschuhen steckt. Ich kenne Tierheime, die sind vollkommen vollbesetzt mit Schäferhunden und Schäferhundmischlingen - Hunde, die sich nur wenige Leute zutrauen. Diese Hunde verursachen Kosten, Kosten, Kosten (gar nicht erwähnt die Listenhunde). Ein Tierheim, das nicht vermittelt, erhält auch keine Spenden mehr. Diesen Tierheimen bleibt nichts weiter übrig, als ihre letzten Plätze mit Auslandshunden zu füllen, da diese häufig leicht vermittelbar sind. Nur so überleben viele Tierheime, die ich kenne, überhaupt und schaffen wenigstens ein paar Einnahmen.

Abgesehen davon werden überhaupt keine Tiere aus dem Ausland "herangeschafft". Es werden nur dann Hunde aus dem Ausland geholt, wenn bereits End- oder gute Pflegeplätze bestehen bzw. die Partnertierheime fest so und so viele Plätze frei haben. Das kann in keinster Weise mit der Vermehrung verglichen werden, die in Deutschland herrscht - so lange ich es los werde, züchte ich es. Da verteufelt man tatsächlich den Auslandstierschutz und um die Ecke werden neue Schäferhundwelpen in die Welt gesetzt. Ich gebe dir recht, dass der Kern des Problems nicht erkannt wird - allerdings hier in Deutschland. Ich arbeite im Tierschutz und das seit vielen Jahren. Und der Kern der Probleme ist die Vermehrung von Hunden, obwohl es viel zu viele gibt.

Das kann jeder sehen, wie er möchte. Ich sehe jeden Tag das Leid und die zurückgelassenen Hunde, die auch alle mal in die Welt gesetzt wurden - und genau deshalb lehne ich jegliche Vermehrung entschieden ab.

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