Ist das normal - Ausbildung?

9 Antworten

Das wichtigste ist erstmal, dass du die "Drecksarbeit" immer schön in deinem Berichtsheft dokumentierst und vom Chef unterschreiben lässt. So hast du zumindest schonmal ein Beweis in der Hand, dass du nicht richtig ausgebildet wirst, sollte es z.b. bei Prüfungen Probleme geben. Abgesehen davon gilt heute immernoch, "Lehrjahre sind keine Herren Jahre". Jeder fängt mal klein an. Ich als Elektriker durfte auch lange Zeit erstmal Schlitze klopfen und Löcher bohren :D Kannst du nicht mal mit deinem Chef sprechen und vielleicht sagen, dass du dich unterfordert fühlst?

Lg, Mike.

Dir dürfen als Auszubildender nur Abeiten angewiesen werden, die im Rahmen des von Dir zu erlernenden Berufs anfallen und die sonst, wenn Du sie nicht machst, ein Anderer machen müsste. ... meist sind das halt die nicht ganz so schönen Arbeiten... aber da mußt Du während der Ausbildung einfach durch.

Es ist beispielsweise zulässig, wenn Dir Dein Chef als Auszubildender sagt, Du sollst die Werkstatt kehren. Das ist eine Arbeit, die sonst ein Geselle machen müßte und daher eine Arbeit, die einfach im Rahmen des Berufs anfällt: Betriebsstätte reinigen. Der Chef dürfte Dich aber nicht anweisen, seinen privaten Dachboden zu kehren. Oder anders gesagt: Er darf Dir nur Tätigkeiten auferlegen, die im Rahmen des Jobs anfallen... da gehört ein privater Dachboden nicht rein.

Theorie und Praxis: Oft ist es halt so, daß hier auch mal andere Sachen mit dabei sind und man dann halt, "nur" als Auszubildender, auch mal Fünfe grad sein lässt; aber es sollte halt nicht Überhand nehmen.

Jeder Lehrberuf hat einen Ausbildungsrahmenplan, in dem genau drinsteht, was Du wie lange vermittelt bekommen musst. Ausbildungsinhalte, die eine Arbeitsstätte nicht vermitteln kann, muß sie extern vermitteln lassen (überbetriebliche Ausbildung). Aber auch das wird nie so heiß gegessen wie es gekocht wird. Aber wie schon gesagt: Es sollte halt keine Überhand nehmen.

Oft werden die Azubis dann im dritten Lehrjahr schon als Geselle eingesetzt, wenn sie sich entsprechend "anstellen". Wenn Du Dir Mühe gibst und Einsatzbereitschaft zeigst, kann das auch schon ab dem 2. Lehrjahr sein.

Kopf hoch und durch...

Mfg

Vielen dank!

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Hallo,

zu deinem Ausbildungsvertrag musst du (das ist vorgeschrieben) einen Ausbildungsrahmenplan erhalten haben. In diesem steht, was der Betrieb in welchem Zeitraum vermitteln muss.

Leider gibt es immer noch Betriebe, welche nicht ordentlich ausbilden.

Nun weiß ich nicht was du unter Drecksarbeit verstehst, aber sich ständig widerholende Tätigkeiten, die du längst drauf hast und nicht der Vertiefung der erlangten Kenntnisse und Fertigkeiten dienen, fallen nicht unter Ausbildung.

Dein Ausbilder ist der erste Ansprechpartner, wenn du meinst, das du nicht entsprechend deiner bisherigen erworbenen Fähigkeiten oder Talente eingesetzt wirst. Sicher tauschst du dich auch mit den anderen Azubis in der berufsschule aus. Hinkst du denen arg hinterher solltest du im Betrieb das Gespräch suchen.

Nicht jeder Betrieb bildet optimal aus - mein Jung hatte auch gewechselt und dann hat er richtig was gelernt, wie es sein sollte.

Oh ja, so ist das. Man sagt nicht umsonst: Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Als Auszubildender wirst du langsam an allem herangeführt. Das beginnt damit, erst einmal eine Orientierung im Betrieb zu bekommen. Dazu gehören alle Abläufe, Arbeitssicherheit, der Umgang untereinander und vieles vieles mehr. Besonders in Handwerksberufen ist es völlig normal dass man erst einmal den Besen schwingt, sauber macht usw., bis man dann Stück für Stück an die eigentlichen Arbeiten herangeführt wird. Am Ende wirst du sehen dass das alles seinen Sinn macht, Schritt für Schritt. 

Bereits im zweiten Ausbildungsjahr wirst du dich erheblich besser fühlen. Besonders dann, wenn auch ein neuer Azubi anfängt, der dann die "Fegearbeiten" übernimmt. Viel Spass, viel Erfolg.

Danke :)

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Das ist ganz normal und gehört ganz klar dazu!

Jeder muss mal KLEIN anfangen und arbeitete sich mit den Jahren und denn Ausbildungen nach oben!

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