Ist das Leben ein Kampf oder Vergnügen?

35 Antworten

Glück entsteht, wenn man das was man will erhält.

Solange ein Wollen gegeben ist, ist das Leben leidvoll.

Wenn dieses Wollen befriedigt ist entsteht Glück.

Das Problem ist (den Spruch kennst du sicher), dass man immer das will, was man nicht hat.

Das Leben ist in seiner Basis leidvoll, aber natürlich gibt es auch Momente in denen man glücklich ist.

Das ist nicht pessimistisch sondern einfach eine sachliche Analyse.

Es ist weder ein Kampf noch ein Vergnügen.

Guten Abend Toni Kim,

gewissermaßen ist es beides. Im Kampf kann jedoch auch Vergnügen liegen: Wenn du beipsielsweise für eine Klausur lernst und Fortschritte machst (das Lernen also nicht aussichtslos ist) so bereitet diese Form des "Kämpfens" vergnügen. Oder wenn man beruflich beispielsweise versucht ein Projekt innerhalb des vorgegebenen zeitlichen Rahmens umzusetzen, so kann eine solche Situation Kampf und Vergnügen zugleich bedeuten.

Selbstverständlich ist es schwer das Leben genau zu klassifizieren, da es vor allem sehr vielfältig und unbeständig ist.

Somit begegnen vielen von uns auch Situationen, in denen ein Kampf um etwas oder für etwas eine immense Belastung darstellt.

Persönlich hatte ich bislang das große Glück, dass sich stets auch eine Portion Vergnügen dem Stress und dem Kampf beigemischt hat.

Wie siehst du das denn?

Das ist eine sehr gute Frage.

Für manche Menschen ist das Leben ein Fest und eine Freude. Solche Leute kann man nur beglückwünschen und beneiden. Sie sehen in jedem Tag neue Möglichkeiten, etwas schönes und spannendes zu erleben.

Andere Menschen hingegen sehen im Leben eine Qual. Es gibt das tägliche Einerlei, den ewigen Trott. Nichts ist wirklich neu oder anders.

Das Leben ist ein Kampf. Man sucht einen Weg einfach nochmal einen Tag hinter sich zu bringen. Solche Menschen haben jede Hoffnung verloren, dass sich etwas verbessert oder irgend wann einmal etwas Schönes passiert.

Manche plagen sich auch selbst, da sie das Leben als Prüfung durch ihren Gott sehen. Und je demütiger sie das Leben gemeistert haben, desto wohlwollender werden sie im Jenseits aufgenommen, so ihr Glaube.

Ob einem das Leben gefällt oder nicht - ob es einem Spass macht oder eine Tortur ist, liegt in jedem Einzelnen.

Manche können in Allem das Schöne sehen. Andere sehen genauso in allem etwas deprimierendes.

Ich für meinen Teil finde: Erstere sind zu beneiden.

 

Das Leben ist im allgemeinen ein Kampf. Das kannst du bei fast allen Philosophen nachlesen, insbesondere bei Schopenhauer und Nietzsche. Das sehen die meisten auch ein, die nicht ganz oberflächlich sind, sondern sich den Blick in die „Tiefe der Welt“ bewahren.

Es gibt aber auch die Oberflächlichen. Man braucht über sie nicht zu lästern und zu spotten, denn ihre Einstellung kann beneidenswert sein, weil sie im allgemeinen leichter und besser durchs Leben kommen. Nietzsche nannte sie deshalb auch „Künstler der Oberfläche“ („Lebenskünstler könnte man auch sagen). Für diese Gruppe dürfte das Leben ein Vergnügen sein, vorausgesetzt, sie haben die nötigen finanziellen Mittel, um sich ein „vergnügtes Leben“ leisten zu können. Weil sie nicht in die Tiefe gucken, sondern nur auf den schönen Schein, empfinden sie das Leben als heiter und beschwingt (bis das Schicksal mal zuschlägt - sagen wir den Oberflächlichen eine schwere, lebensbedrohende Krankheit verpasst. Dann ist es aus mit dem Vergnügen!)

ToniKim,

meines Erachtens ist das Leben (Beides), aber eher gesehen mehr ein Kampf.

Denn im Leben muss man sehr kämpferisch sein, um Einiges zu überstehen:

z.B.: Kriege, bösartige Krankheiten u.v.m.

MfG Angelika

Was möchtest Du wissen?