Inwiefern stehen Faust 1 und in Bezug zur Gretchentragödie?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In den Drama „Faust 1“ von J. W. Goethe geht es um eine Wette zwischen Gott und Mephisto mit der Titelfigur Faust als Opfer. Faust ist immer mehr der Überzeugung, dass das Leben ihm nichts mehr zu bieten habe, solange seine Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Der erste Teil «Faust» ist größtenteils ein moralischer Kampf zwischen Faust und Mephisto; zwischen Faust und sich selbst. Intellektueller Fortschritt unbegleitet von moralischer Aufklärung wäre Goethe abscheulich.

Gretchen-Tragödie: Da Faust sogleich besitzergreifend Kontakt zu den Menschen aufnimmt und sich somit sofort an Gretchen hängt, lässt diese, wie erwartet, Faust alleine mit seinen verwirrten Gefühlen stehen. Faust bemerkt, dass er Mephisto ja nur befehlen brauche was er wolle und dieses dann bekäme. Mephisto dagegen will, dass der Liebhaber seinem Ziel (also Gretchen) nicht gleich näher kommt, sondern er entwickelt eine Strategie Gretchen und Faust allmählich zusammenzubringen. Gretchen ist also Mittel zum Zweck für Mephisto und auch Faust und somit eine wichtiger Handlungsperson In dem gesamten Drama „Faust “ von J. W. Goethe, wobei die Gretchen-Tragödie nicht eigenständig angesehen werden kann, da sie eine zentrale Rolle in diesem Drama: spielt und das Drama mit ausmacht!.....so sehe ich es jedenfalls!!!!

Faust ahnt, dass die Liebeserfahrung seinen Drang auch nicht stillen kann und das die ganze Liebesgeschichte ein tragisches Ende finden muss. Eine Ehe ist unter den gegebenen sozialen Bedingungen zwischen beiden nicht vorstellbar. Faust merkt, dass er Gretchen nur Unglück bringt und ihre „kleine Welt“ zerstört. Doch er zieht keinerlei Konsequenzen aus dieser Erkenntnis.

Schau in diesen Link, er müsste sehr hilfreich für dich sein = http://www.deutschstunden.de/Material/Goethe-Faust-Margaretenhandlung-Seminararbeit.htm#Einleitung


Vielen Dank für die komplexe Antwort. Hat mir sehr geholfen.

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Vielen Dank für das goldene Sternchen!

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Wer die Gretchentragödie als eigenständiges Werk bezeichnet, beweist nur eines: dass er zu faul war, den Faust selber mal zu lesen.

Den Faust zu lesen ist gar nicht so schwierig! Sogar "Der Mann ohne Eigenschaften", "Doctor Faustus", "Der Zauberberg" oder "Ulysses" gehen noch. Es gibt aber natürlich Sonderfälle, die sogar Gymnasiasten und Studenten offensichtlich nicht entziffern können, z.B. das Schild "Rauchfreier Bahnhof".


Ich habe nur den ersten Faust gelesen, kann dir aber sagen das sich dieser Teil fast ausschließlich mit der Gretchentragödie befasst. Zu Beginn erfährt man etwas über Faust, den Pakt mit Mephisto und seine ersten Versuche Faust glücklich zu machen. In der Szene Straße treffen sie dann auf Gretchen und man erkennet das Faust sich verändert hat, er ist deutlich selbstbewusster und mehr an Frauen interessiert. In der Szene Abend überlegt Faust noch, ob er Gretchen wirklich verführen soll und entscheidet sich am Ende dafür. Da fängt dann die Gretchentragödie an.

Danke für die schnelle Antwort, also ist es eine Tragödie oder Frage die sich aus Faust 1 ergibt ?

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(1) Was versteht man genau unter der "Gretchenfrage" und "Gretchentragödie"?

(2) Inwiefern findet man im "Faust" das Element des Kosmos vor?

(3) Was ist der Unterschied zwischen Pathos und Katharsis?

(4) Ist Gretchens Einseitigkeit (ihre gefühlsedingte Liebe und ihr Subjektivismus) der Grund für den Tod ihres Kindes?

(5) So weit ich das verstanden habe ist Gretchen das nötige Opfer, um Faust weiterleben zu lassen, da ja das Aufhören seines Strebens gleichzeitig seinen Tod bedeuten würde. Wie steht dazu das Weltbild in Verbindung, das Vergängliche sei ein Geichnis für die Transzendenz?

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