Ich muss mich verändern damit Familie meines Freundes mich akzeptiert?

6 Antworten

Entweder sie akzeptieren dich wie du bist oder eben nicht. Wenn sie dich nicht akzeptieren wollen, ist das schade, aber nicht zu ändern. Damit müssen sie dann eben leben, denn ihr seid alt genug um eigene Entscheidungen zu treffen.

Sie können nur entscheiden ob sie rumzicken oder nicht. Und wenn sie Streit suchen deshalb, meide sie einfach. Du musst ja nichts mit ihnen zu tun haben. Sei freundlich, höflich und bereit sie kennenzulernen, aber verbiege dich nicht für sie und zeige Grenzen. Auch SIE müssen Freundlichkeit, Höflichkeit und Offenheit zeigen, alles andere musst du nicht erdulden.

Dein Freund hat sich für dich entschieden, also sollte er auch dazu stehen. Es heißt ja nicht du oder sie, sondern einfach Rückgrad zu haben und seine eigene Meinung zu haben. Das ist wichtig wenn man erwachsen wird. Wenn er nicht zu dir steht (und damit auch zu deiner Kultur und Lebensweise) ist er schlicht der Falsche für dich.

Dem stimme ich voll und ganz zu

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Hallo Anna,

das klingt wie andere Erzählungen, wo solche Forderungen erst der Anfang waren und sich der Ton immer weiter verschärfte - und wenn du dich fügst, steckst du irgendwann in einem Hijab, bekommst Vitamin D-Mangel (= gestörten Calciumhaushalt) und riskierst Osteoporose (das ist kein Witz, sondern eine logische Folge von Sonnenmangel!)

Es ist ja so, dass dein Freund von seiner Kultur und familiären Traditionen geprägt ist - er ist so aufgewachsen. Er lebt bei seinen Eltern, die das Sagen und die Kontrolle über ihn und sein Verhalten haben. Und mit 17 hat er noch keine ausgeprägte Persönlichkeit wie z. B. jemand, der schon auf eigenen Beinen im Beruf steht und nicht mehr zuhause wohnt. Er ist abhängig. -

Im Moment ahnte auch nur seine Mutter etwas - aber warte mal ab, wenn der Vater es mitbekommt. Väter sind viel strikter und haben daheim das Sagen. Dann fällt das Wort 'Familienehre' , usw. Ehrlich .... das möchte ich mir nicht ausdenken.

Du solltest dir auf jeden Fall Gedanken über die Konsequenzen machen. Auch wenn jetzt alles rosig aussieht und theoretisch alles möglich scheint - wie immer, wenn man verliebt ist.

Spätestens in Streitsituationen, wenn man aus dem Bauch heraus reagiert, kommen die Traditionen und die Werte zum Tragen, mit denen man aufgewachsen ist - ganz einfach, weil man sich darin besser auskennt. Dein Freund kann zudem mit familiärem Rückhalt rechnen. Das ist in seiner Kultur so üblich und viel wichtiger, als wir das bei uns kennen. Vergiss das bitte nicht.

Es ist so leicht gesagt: trennt euch. Dazu müsstest du viele große, schöne Gefühle begraben - kaum vorstellbar, nicht?
Das, worüber man in Geschichten erfährt, wenn es zu einer Ehe und Kindern kam und DANN alles kaputt ging, ist noch weniger vorstellbar und kann einen in der Realität wirklich schwer erschüttern.

Ich kann dir zu nichts raten - nur sagen: behalt bitte deine eigenen Ziele im Kopf und lass dich nicht - und wenn auch nur schrittchenweise - von den Eltern und ihren Vorstellungen von dir vereinnahmen.

Und wichtig: erkundige dich bitte, welche Moralvorstellungen es für eine Frau gibt, die schon VOR der Eheschließung Intimkontakt zu einem muslimischen Mann hat!! Dieses Bild gilt in diesem Fall jetzt schon genauso für dich!

Es ist eine schwere Entscheidung für dich .... alles Liebe und viel Kraft!

Ich würde allerhöchstens auf das "nicht bauchfrei" eingehen (Ausnahme Badesachen). Aber selbst das ist kein muss, sondern würde ich höchstens um ihnen zu zeigen, dass ich zumindest ein Stück auf sie zugegangen bin, aber sie mich ansonsten so akzeptieren sollten wie ich bin.

Du bist nun einmal keine Muslima. Im Sommer Leggings anzuziehen unter einem Kleid finde ich zu warm. Höchstens ne leichte Strumpfhose, aber selbst das würde ich wenn dann für mich machen und nicht für die. Auch das mit der Schwimmhose ist lächerlich. Ich trage zwar zb so Badekleider, weil die mir gefallen und die wären vll sogar akzeptabel, aber ich bin ja nicht du und die meisten tragen nun einmal Bikinis. Da solltest du dich nicht verstellen.

Entweder die akzeptieren dich wie gesagt so wie du bist, oder du kommst ihnen entgegen und kleidest dich zb bei Treffen mit ihnen so wie sie wollen, aber ansonsten nicht.

Es tut mir echt leid aber du solltest akzeptiert werden, wie du bist, was bei der Familie deines Freundes aber leider nicht der Fall ist! Seine Eltern haben eine vollkommen andere Kultur und Einstellung und wollen anscheinend ihre Werte auch zwingend an den Sohn und auch dessen Freundin weitergeben, was auf Dauer eine enorme Belastung ist (was mich nebenbei auch wütend macht zu lesen. Sie sollten sich doch auch versuchen zu integrieren und zu akzeptieren, dass Frauen hier emanzipierter sind und im 21. Jahrhundert hier in D oder Ö -wo auch immer du bist- rumlaufen können wie sie wollen). Verteidigt er denn dich vor seinen Eltern bzw. steht er hinter dir oder befürwortet er auch, dass du dich anders kleidest oder nicht mehr ins Freibad gehst?

Ich sehe auf Dauer leider, so schwer es auch ist, keine Zukunft. Die Eltern des Freundes werden immer eine enorme Bedeutung für ihn sein und er liebt sie ja, wenn sie jetzt schon so extrem reagieren, wer weiß, wie es dann noch weitergeht. . .

Das ist echt dein Bier da kann dir niemand reinreden.

Für mich wäre das nichts.

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