Ich komme mit dem Kind meines Partners nicht zurecht!

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12 Antworten

Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber das

Für mch ist sie ein fremdes Kind, ich kann sie nicht einfach so als eine Tochter annehmen

spürt ein Kind.

Vielleicht solltest Du erst mal versuchen, sie so anzunehmen, wie sie ist. Erstmal keinerlei Erziehungsversuche - weise sie nur nett auf ihre "Fehler" hin. Setz Dich einfach zu ihr, wenn sie spielt - evt. kommt Ihr da leichter ins Gespräch.

Ich habe 4 angenommene Enkel und komme super mit ihnen klar - einfach, weil ich mich auf sie einlasse.

Hey :)

Ich kann die Tochter deines Freundes gut verstehen. Ich (18) komme auch nicht mit dem neuen Freund meiner Mutter klar. Stelle da auch oft, manchmal sogar ungewollt, auf stur. Ich denke, es geht ihr genauso. Du bist nicht ihre Mutter und wirst sie sicher auch niemals ersetzen können. Vielleicht ging es am Anfang etwas zu schnell für sie. Möglicherweise wurde sie da mit reingezogen, obwohl sie noch gar nicht bereit war. Ich weiß ja nicht, wie schnell ihr zusammen gezogen seid. Vielleicht hat sie auch ein Problem damit, dass sie dich ja im Grunde jetzt mit ihrem Vater teilen muss. Sie ist erst 8, da sollte sie eigentlich noch viel Zeit mit ihrem Vater verbringen. Vielleicht ist das aber nicht immer möglich, weil er auch mal was mit dir unternehmen möchte, was ja auch völlig in Ordnung ist, nur gerade so junge Kinder, verstehen das oft nicht, auch wenn man ihnen erklärt, dass man ihnen den Papa nicht wegnehmen möchte. Ich denke, das wird sich geben, wenn sie älter wird. Dann wird sie vieles besser verstehen. Und ich denke, jetzt im Moment kommt ihr am besten klar, wenn du vielleicht gar nicht zu sehr versuchst, ihr zu gefallen oder ihr alles Recht zu machen. Versuch einfach, ihr nicht auf die Nerven zu gehen, hört sich vielleicht etwas komisch an. Behandel sie nicht wie die Tochter deines Freundes, sondern wie eine Freundin. Klar, du bist immer noch die Erwachsene und das sollte sie auch wissen, aber es ist für sie ein großer Unterschied, wenn du versuchst, nur die Freundin ihres Vaters zu sein oder auch eine gute Freundin von ihr. Vielleicht kannst du ja auch mal mit ihr etwas unternehmen, wenn sie möchte. Geh mit ihr in die Stadt, ein bisschen shoppen, Eis essen oder auf den Jahrmarkt, was halt gerade so anliegt. Dann habt ihr Zeit für euch und könnt euch noch besser kennenlernen. Aber wie gesagt, dräng sie nicht den ganzen Tag lang dazu. Versuch mal, ein bisschen herauszufinden, was für Wünsche sie hat udn was in ihr vorgeht. Dann kannst du sie besser verstehen und ihr vielleicht ein paar ihrere Wünsche erfüllen ;)

Ok. Ein Kleinkind wird in diesem Land nur im absoluten Notfall vom Jugendamt von der Mutter getrennt. Daraus schließt sich die starke Vermutung, das Kind hat die ersten, durchaus sehr entscheidenen 1,5 Jahre seiner Entwicklung massive schlechte Erfahrungen mit unserem Geschlecht gemacht. Und dies zu einer Zeit als es emotional noch mit der Mutter verbunden war. Dann wurde diese emotionale Nabelschnur auch noch durchschnitten. Eine neue wurde zum Vater aufgebaut. Erst nach diesem Aufbau konnte dann die weitere Entwicklung hin zum erwachsenen Menschen angegangen werden. Diese ist erst mit dem 22. Lebensjahr abgeschlossen. Jetzt lebt dieses Kind in einer Welt welche sich noch stark von der von uns Erwachsenen unterscheidet. Es fehlen einfach manche Entwicklungen.

Ich frage mich, ob das Kind bereits Raum hatte sich emotional von der festen Bezugsperson so weit zu distanzieren dass das eigene Ich entdeckt werden kann. Wir nennen diese Phase fälschlicher weise Trotzphase. Sie ist für unsere Entwicklung tatsächlich äußerst bedeutend. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass das Kind nun zunächst mal versucht festzustellen Was geschieht wird eine erwachsene Person ignoriert. In dem Alter und mit der Vorgeschichte mehr als nachvollziehbar. An Deiner Stelle würde ich das Kind auch einfach ignorieren. Zumindest so weit es möglich ist. Ihr Beide liebt den Mann in Eurer Gemeinschaft. Darüber hinaus habt Ihr Beide das Recht Eure eigenen Wege zu gehen. Davon würde ich mal versuchen auszugehen. Für mich. Innerlich. Natürlich gibt es dann Situationen wie folgende: Du hast Essen hergerichtet und bittest das Kind zu Tisch. Es reagiert nicht. Erkläre dem Kind ruhig maximal drei Mal dass Du nach einer halben Stunde den Tisch wieder abräumst. Und dann halte Dich da dran. Sei konsequent. Aber nicht lieblos im Sinne von Ablehnung, Bestrafung, Schimpferei. Akzeptiere die Entscheidung des Kindes und lass es mit den Konsequenzen leben. Diese Maßnahme liest sich als nicht lustig und schwer zu verstehen. Tatsächlich verhungert deshalb kein Kind in unserer Gesellschaft. Die nächste Mahlzeit folgt ja bald. Seine Seele aber wird mit Achtung, Respekt, Grenzen an denen es sich ausrichten - durchaus auch aufrichten - kann beschenkt.

Ich habe vor Jahren ein Kind zeitweise aufgenommen welches sich in vergleichbarem Verhalten befand. Ich habe klare Regeln aufgestellt. Ich habe dem Kind offen erklärt welche Dinge ich wie lange zu tun habe bevor ich Zeit habe für das Kind. Das Kind konnte gar nicht auf die Idee kommen ich wolle mich ihm aufdrängen. Irgendwelche Traumata gab es bei ihm auch. Auf die Idee, das Kind lieben zu können wie die eigene Mutter bin ich erst gar nicht gekommen. Überhaupt das Thema Liebe von mir zu ihm kam mir nicht in den Sinn. Ich wollte es respektieren, achten, ihm entsprechend seiner Situation und seiner Entwicklung zur Seite stehen, Verständnis entgegen bringen und so fort. Ich habe also keine zu hohen Erwartungen an mich selbst gehabt und lief deswegen auch nicht frustiert durch die Gegend. Ich habe immer gesagt Was ich tue auch wenn keine Reaktion kam. So war das Kind immer über mich informiert, konnte so nach und nach Vertrauen aufbauen, mich kennen lernen, mein Leben. Dabei habe ich auch die Tätigkeiten erklärt. So konnte das Kind gleich lernen wie oft es Sinn macht welche Dinge auf welche Weise zu pflegen.

In der Zeitplanung war dann auch eine klar definierte Zeit welche ich bereit war mich dem Kind zu widmen. Es vergingen Wochen bis mir erlaubt wurde dieses Angebot umzusetzen. Ich habe die Entscheidung des Kindes einfach respektiert wenn ich abgelehnt wurde. Damit vermittelte ich seinen eigenen Ich einen Wert.

Du bist erwachsen. Du kannst von dem Kind lernen dass jeder Mensch anders ist, wir zu jedem Menschen andere Gefühle ENTWICKELN. Bedenke dabei bitte unbedingt dass Entwicklung Zeit braucht. Natürlich darfst Du Dich durch die Situation angeregt fühlen mal bei den Neurowissenschaftlern welche sich mit der menschlichen Entwicklung beschäftigen zu belesen, ebenso bei den Pädagogen, den Soziologen. Das Internet bietet manche sehr nützliche Information in verständlicher Sprache. Auf diese Weise gibt Dir das Kind die Chance Dich auf eigene kommende Kinder gut vorzubereiten. Du bist berechtigt diese Chance beim Schopf zu packen.

Nun werden dann auch so Tage kommen an denen wir Menschen uns beschenken. Ich möchte Dir da ans Herz legen im Archiv des Deutschlandfunk nach "Literatur für junge Leute" zu schauen. Weiter gibt es manches von Pädagogen empfohlene Spielzeug. Es muss nicht unbedingt in Mode sein. Es macht keinen Sinn zu erwarten dass sich das Kind freut, sichtbar mit dem Geschenk spielt. Es macht Sinn zu versuchen seine Entwicklung fördernd zu begleiten. Mehr solltest Du nicht von Dir erwarten.

NoradieHexe 27.08.2013, 16:16

Beeindruckende Antwort! Schade, dass nicht mehr Menschen so sind wie du!

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Weißt du, vllt. musst du dich erst einmal davon frei machen sie "mögen zu müssen". Du kannst sie auch doof finden, aber sie ist die Tochter deines Partners und aus Liebe zu ihm und natürlich aus normalem Anstand heraus solltest du sie respektvoll behandeln. Wichtig ist bei einer solchen Situation auch, dass du es hinbekommst, dass dein Partner nicht zwischen die Fronten gerät. Lass ihn sein Kind lieben ohne das Gefühl zu haben DIR damit in den Rücken zu fallen. Lass die kleine ihren Papa lieben, denn das ist etwas, was dich nicht gefährdet und deinem Partner einfach nur gut tut. Die Kleine und du, ihr teilt das gleiche Schicksal, ihr seid in einer Familiensituation gelandet, die ihr euch nicht ausgesucht habt. Sie hat nicht einmal den Hauch einer Chance dem zu entfliehen, selbst, wenn sie wollte, könnte sie DIR zuliebe nicht einmal gehen. Das sollte dir schon mal die Möglichkeit geben ein gewissen Grad Mitgefühl ihr gegenüber zu entwickeln. Sie kann dem nicht entfliehen. DU könntest das als erwachsene Person, sie nicht. Ich glaube, dass das "Vater wegnehmen" gar nicht so thematisiert werden sollte. Mach ihr einfach klar, dass auch, wenn es zwischen euch manchmal nicht funktioniert, wie ihr beide(du und sie) euch das sicher wünscht, es aber immer so sein wird, dass du froh bist, dass sie da ist, weil sie das tollste der Welt für den Mann ist, den du liebst und deshalb immer ein Platz in deinem Herzen hat und dazugehört für immer und ewig! Sie ist 8 und fühlt sich ganz allein in einem Leben, was sie so nicht wollte... gebt ihr Halt , Liebe und Sicherheit. So, wie sie ist, sollte sie für euch immer ok sein. Schafft ihr das, ihr das zu vermitteln, dann wird sie sicher Kraft und Lust am Leben mit euch entwickeln. Ihr seid da nun gefordert ihr ein Heim zu bieten. Dein Partner seiner Tochter und du der Tochter deines Partners. Sie kann, aber muss nicht mehr für dich werden, aber lerne zu lieben, was der Mann liebt, den du liebst. Nicht als eigenes Kind, sondern als jemanden, der das Leben deines Mannes bereichert. Hab Vertrauen und verlange von dir keine Gefühle, die nicht da sind. Sie kommen oder bleiben weg. Aber sie ist etwas Wundervolles für die Liebe deines Lebens, also denke ich, wirst du es schaffen sie zu mögen.

wiralle2010 27.08.2013, 15:44

Sehr, sehr schön!

50.000 DHs!

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versuch nicht die ersatz mutter zu spielen und dich so zu verhalten wie eine mutter sondern eher wie eine freundin geht mal zusammen ins kino kann ihr vater ja auch mitkommen . unternehmt gemeinsam etwas das du näher an sie ran kommst

Hallo,

das Mädchen hat schon schlechte Erfahrungen gemacht, die sie verarbeiten muss. Es ist verständlich, dass sie Zeit braucht, dir zu vertrauen. Sie braucht Geborgenheit und Sicherheit, die sie in ihrem Vater findet.

Man kann nichts erzwingen, die Chemie muss stimmen, dass man sich mag und das auf beiden Seiten, das ist schwierig.

Nimm sie einfach so wie sie ist, sie muss dich ja auch nehmen, wie du bist. Sie hat sich diese Situation nicht ausgesucht und ist allem hilflos ausgeliefert, sie kann nicht weg, im Gegensatz zu dir, du hast frewillig entschieden.

Mach das beste aus der Situation. Versucht schöne Dinge miteinander zu machen, wo ihr Spaß dabei habt, vielleicht bricht da das Eis. Nimm sie mal in den Arm und lass sie spüren, dass du sie akzeptierst.

Hallo Oktoberblume!

Ich kann dich verstehen und ich hoffe dir ist klar, dass es deinen Partner nur mit Tochter geben wird.

Welche Interessen hat die Tochter deines Partners (ich nenne sie jetzt einfach mal Lisa!)? Was macht sie gerne?

Du musst Lisa klar machen, dass du ihr niemals den Vater wegnehmen wirst und dass du dich niemals als Mutter aufspielen wirst. Denn ich vermute, dass DU mit Lisa sicher noch nicht unter vier Augen oder unter 6 Augen gesprochen hast. Denn ich lese nur, dass dein Partner mit Lisa gesprochen hat! Und das ist der Fehler. Denn das Problem ist zwischen euch beiden und nicht zwischen euch Dreien.

Die obigen Fragen sollten Dir helfen, indem du mit ihr ein paar Mal das machst, sie lobt, wenn sie etwas richtig macht, etc.

Ich schätze mal, dass sie sich von Dir ignoriert fühlt und sicher auch merkt, dass du sie nicht so gerne magst. Kinder fühlen das einfach.

Mein Tipps an dich:

  1. Bitte sie um ein Gespräch unter vier Augen, erkläre ihr aber dabei, dass du die Situation zwischen euch, Dir nicht gefällt und du gerne daran etwas ändern würdest (ohne deinen Partner machen!)

  2. In dem Gespräch versichere ihr, dass du dich nicht als Mutter aufspielst und Papa auch immer ihr gehört und auch immer für sie da sein wird.

  3. Mache ihr Vorschläge, was ihr mal zusammen machen könntet, damit ihr euch besser kennenlernt, denn wie es sich das nach deiner Frage anhört, kennt ihr euch gegenseitig nicht mal gut!

  4. Vergesse nicht, dass es deinen Partner ohne Tochter nicht geben wird! Daher muss eine Lösung gefunden werden!

MfG CarolaA.

P.S.: Falls du noch mehr Tipps brauchen solltest, melde dich bei mir!

Kinder tun sich nicht immer leicht mit einem Partnerwechsel... auch, wenn sie vermeintlich noch "zu klein" waren, um diesen bewusst mitzuerleben.

Was ich aus Deinem Text lese, ist leider auch, dass DU Dich mit der Kleinen anscheinend auch nicht so anfreunden kannst... sicherlich merkt sie das und benimmt sich halt auch entsprechend. Du solltest unbedingt AN DIR arbeiten, bevor Du dem Kind "Vorwürfe" (es steht bewusst in Häkchen!) machst.

Natürlich ist es auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie leicht man "fremde" Kinder gefühlstechnisch zu "eigenen" macht... manchen liegt das halt überhaupt nicht!

Aber Du (als Erwachsene und dem entsprechend klarer denkende Person), bist es dem Kind (und auch Deiner Beziehung zum Vater, denn er hat in der Situation einen sehr schweren Stand!) schuldig, ihr eine, bzw. mehrere Chancen einzuräumen, DOCH auch in Dein Herz zu gelangen.

Natürlich sind nicht alle Kinder Engel und lassen sich darauf ein, aber die Chance braucht sie in jedem Fall!

Dazu möchte ich sagen, dass ich 7 (eigene) Kinder habe... was meinst Du, wie oft ich die Sachen wiederholen muss??? Wenn die Kinder noch Schallplatten kennen würden... ach...

Das schlichte: "Mach dich bettfertig!" wird a) stundenlang vergessen, bzw. "vergessen" (sprich: hinausgezögert) und b) dann damit erschlagen, dass man sich umzieht... von Waschen (wie eben jeden Abend!) keine Spur!

Man kommt sich wirklich oft nur allzu blöd vor, wenn man immer und immer wieder alles daher betet... aber das hat nicht wirklich was mit leiblich oder angenommen zu tun... das ist nunmal das Steinekloppen in der Kindererziehung...

Mit deiner unbewußten "inneren Ablehnung" stehst du nicht nur ihr im Weg, sondern auch dir selbst. Versuche einfach mal "ihre Fehler" gänzlich zu ignorieren, ihr "beim Denken" zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen, damit sie sich weiterentwickeln kann. Konzentriere dich auf die wenigen Dinge, die sie gut macht und freut euch beide darüber! Sie wird niemals "deine" Tochter werden, aber du kannst sie fördern, wie du auch ein fremdes Kind auf der Straße fördern würdest. Wenn sie auf deine Fragen nicht reagiert, dann "frage" sie nicht, sondern lass sie von selbst kommen. Je weniger du dich aufdrängst, umso mehr wird eure Beziehung wachsen. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer es ist, über seinen eigenen Schatten zu springen, aber du bist erwachsen. Gib ihr die Chance es auch zu werden :) Ich würde dir empfehlen mal ein fiktives Gespräch aufzunehmen, damit du wahrnimmst, wie eine Frage auf sie wirken könnte (ganz alleine für dich einfach eine Situation nachspielen, wenn du mal alleine bist). Vielleicht bist du unbewusst provokativ in deiner Stimme.

Ich glaube nicht, dass sie es absichtlich macht. Wenn sie der Mutter weggenommen wurde, dann heisst das wohl dass die mutter nicht unbedingt gut für sie gesorgt hat. Daraus können bindunsprobleme entstehen.

schau einmal unter reactive attachment disorder (RAD) unter bindungsprobleme.

christine moers hat youtube-filme in denen sie erklärt, wie sie mit solchen Problemen bei ihren Pflegekindern umgeht, und der Ansatz erscheint mir vielversprechen: Viel Zuwendung, viel Liebe, viel Phantasie, viel Humor, und nicht alles zu ernst nehmen....

Sie hat mehrere youtube-videos zu verschiedenen themen aufgenommen... google mal auf youtube christine moers und therapeutic parenting.

Sehr gut gefällt mir auch der Ansatz von last mom, die in ihrem blog beschreibt, wie sie eine Beziehung zu ihrer Adoptivtochter aufbaut, die als kind traumatisiert war und 9 war, als sie zu ihr kam...

http://lastmom.com/

die arme kleine - vll hat sie ja schon mehrere bezugspersonen gehabt und braucht jetzt einfach bis sie vertrauen aufbauen kann. woher soll sie wissen, daß du nicht auch wieder verschwindest. und für eine patchworkfamily sind 6 monate einfach keine zeit, um sowas wie eine mutter-kind-beziehung aufzubauen.

laßt euch doch einfach noch viel mehr zeit und versuche nicht "mit ihr klarzukommen". sie spürt, wenn sie für dich mühe und last ist.

ich gehe davon aus, daß du nicht viel erfahrung mit kindern hast und dann bekommst du gleich ein emotional geschädigtes. im gegensatz zu anderen bin ich sehr wohl der meinung, daß die kleine eine mutter zuhause braucht und keine freundin. die findet sie am spielplatz oder in der schule.

was DU jetzt am meisten brauchst ist geduld, geduld und nochmal geduld. kinder - vor allem bereits verletzte - haben ein unwahrscheinliches gespür dafür, ob man es von ganzem herzen echt liebevoll meint oder ob man MUSS. für gegenseitige zuneigung braucht es seine zeit. das ist nicht auf kommando abrufbar.

ich habe drei pflegekinder, welche allesamt durch ihr elternhaus seelisch geschädigt sind. aus erfahrung kann ich dir versichern, daß man fremde kinder irgendwann so lieb hat als ob es die eigenen wären. aber das braucht zeit. merkst du, wie oft ich jetzt schon die worte zeit und geduld benützt habe? weil es genau das ist, was ihr benötigt. nehmt sie euch beide.

du kannst mich gerne über pn oder auch e-mail kontaktieren, wenn du redebedarf hast.

da hätte ich zuerst einige fragen:

  • kam sie gleich zu euch als sie der mutter genommen wurde
  • war sie schon da als zu kamst
  • wie lange lebst du mit dem kind
  • wie alt bist du
Oktoberblume 27.08.2013, 15:29
  • sie kam im alter von 1,5 jahren zum Vater
  • mit 7 jahren habe ich sie kennengelernt, als wir zusammen gekommen sind
  • wir sind seit 2,5 Jahren zusammen und zusammenleben wir alle 3 seit ca. 6 Monaten
  • ich bin 27
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