ich habe ein problem. ich hinterfrage zu viel!

13 Antworten

nicht abstellen, beibehalten! in erdkunde hat mein lehrer genau auf diese dinge am meisten wert gelegt und mein kritisches denken hat mir beim abi sehr weitergeholfen. es ist wichtig, dinge abwägen und bewerten zu können. auch wenn du im endeffekt nichts bewirken kannst, außer vlt einen zeitungsartikel schreiben, ist es doch wichtig, zu erkennen, wenn etwas nicht nach rechten dingen läuft. falls du in die oberstufe kommst und abi machst, bringt dir auswendig lernen überhaupt nix mehr, da stehen nämlich genau diese kritischen stellungnahmen im vordergrund. die lehrer wollen nicht, dass du dir irgendwas vorgegebenes ins hirn reinquetschst, sondern dass du dir selbst gedanken zu dem thema machst und sie weiterentwickelst.

Nein, nichts wäre einfacher wenn du einfach nur auswendig lernen würdest. Auswendig gelerntes landet im Kurzzeitgedächtnis und dieses heißt so weil der Inhalt schneller wieder raus fliegt als einem lieb sein kann. Was du durchdacht hast bleibt dir viel länger im Gedächtnis, nicht nur bis zur Ex, sondern auch bis zur Klausur und auch nächstes Jahr, wenn der Stoff mal wieder darauf zurückkommt ist noch ein Restchen da und erleichtert dir das verstehen des neuen Stoffs. Du schaffst dir nun eine Basis auf die du immer wieder zurückkommen kannst. Das kostet zu Beginn etwas mehr Aufwand, lohnt sich aber zunehmend mehr.

Das ist einfach der grundlegende Unterschied zwischen ''schnell hingepfuscht'' und ''sorgfältig und gründlich ausgeführt''. Wer oberflächlich arbeitet, arbeitet letztlich mehrfach und unterm Strich braucht das noch viel mehr Zeit und das Ergebnis taugt trotzdem nicht viel.

Mit Anhängern der Pfuscharbeit solltest du allerdings wirklich nicht darüber sprechen, das bringt nur Frust. Du kannst auch nicht erwarten das viele Lehrer dies schätzen, du tust es für dich und leider gibt es halt auch unter Lehrern so manche die nur auswendig lernen (immer schön kurzfristig vor jeder Stunde) und durch deine Fragen dann in üble Verlegenheit gebracht werden. 

Du kannst es auch vergleichen mit dem Unterschied zwischen ausreißen und rasieren. Ausreißen hält länger, tut aber auch mehr weh. ;-) Und weil wir schon dabei sind, wenn du es schaffen könntest dich auch noch ein wenig dafür zu interessieren, würde es sogar ein wenig weniger weh tun.

Warum willst du das abstellen? Nur wenn du hinterfragst, wirst du es auch richtig verstehen. Einfach auswendig lernen wird dich nicht weiterbringen, wenn du denn Stoff nicht richtig verstanden hast. Ich finde, dass es so genau die richtige Einstellung ist.

aber ich hinterfrage zuuu viel

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@sunnyfunloving7

Wenn du das tust, dann verstehst du es wohl nicht. Oder meinst du, dass du Sachen fragst, die eigentlich klar sind und du nachfragst, weil es einfach zu deiner Gewohnheit gehört. Sind deine Fragen für dich sinnvoll?

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@Neasa

nein ich frage nicht einfach so, sondern wirklich weil es manchmal keinen sinn ergibt!

aber es stimmt schon..ich bin auch im allgemeinen eher kritischer...was mich nervt

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@sunnyfunloving7

Ja, aber dann frag ich mich, was daran so verkehrt ist? Nervt es dich, weil du dann keine aufschlussreiche Antworten auf deine Fragen bekommst, oder weil du dann einfach mit deinen Fragen auffällst? Ich kann dir nur sagen, dass dich diese Eigenschaft später im Beruf weiter bringen kann. Ich wäre froh, wenn manch einer Azubi mal manche Sachen hinterfragen würde, so passieren manchmal Fehler und man merkt es später, dass die Person es einfach nicht richtig verstanden hat. Es gibt ja wirklich Menschen, die sich nicht trauen manchmal zu hinterfragen, weil sie nicht inkompetent erscheinen wollen.

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Manchmal gibt es auch für gute Fragen gute mündliche Noten. Da merkt der Lehrer nämlich, dass du im Unterricht mitdenkst und du bringst seinen Unterricht weiter.

Also weiterhin: Alles hinterfragen!

Das solltest du nicht ändern. Du kannst aber in deinen Fragenkatalog etwas aufnehmen:

Was kann ich selbst daran positives finden - für mich. Was kann ich daraus lernen, trotz aller Fehler oder Widersprüche. 

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