hund zieht ununterbrochen beim gassi gehen! :o

8 Antworten

Hallo,

ich besuche eine Hundeschule, in der man lernt, wie man sich den Respekt und das Vertrauen des Hundes auf natürlicher, also hündischer Basis erarbeitet. Wir gehen ganz anders vor, wie die meisten Hundeschulen, aber es funktioniert prima und ist auch noch völlig gewaltfrei. Es gibt hier zwar einige Handlungen, die manchmal als grob empfunden werden, dies sind jedoch lediglich Reaktionen, die auch ein Leithund/Zentralhund oder ein anderes souveränes Glied im Rudel zur Erziehung ausübt. Denn in einem Rudel will man keine aufgeregten Hunde, sondern einen ruhige, ausgeglichene Tiere. Ist ein Hund aufgeregt, so wühlt dieser das ganze Rudel auf. Deshalb beginnt die Erziehung in der Regel schon bei der Mutter und muss von daher eigentlich nur fortgeführt werden. Diese tut genau das, was ich dir jetzt für die Leinenführigkeit erklären will. Und zwar setzt sie Grenzen.

Wichtig ist zuerst einmal, dass du ruhig und bestimmt agierst. Dein Ziel ist es also, den Hund nicht mehr nach vorne ziehen zu lassen. Ein Kompromiss  aus lockerer Leine, aber vorne laufen ist hier leider  n i c h t  möglich. Aber es ist auch besser so, wenn er neben dir läuft, da du damit die Position des Leithundes einnimmst und ihm Führung und Sicherheit bietest.

Wie du nun endgültig handelst, schreibe ich dir in Stichpunkten auf, da es so übersichtlicher ist.

- versuche deinen Blick meistens nach vorne zu richten                                  - wenn er nun zieht, dann siehst du das aus den Augenwinkeln                     - mache einen Ausfallschritt vor ihn und schiebe ihn praktisch zurück (aber ohne Berührung) und/oder nutze das hündische Stop                                      - das hündische Stop kann bei einem großen Hund oder wenn die anderen      Varianten nicht genügen ein leichter Stups mit deinem Bein oder eben ein kleiner, recht energischer Piekser mit den Fingern (nur nicht am Hals/Kopf) - dieser simuliert den Korrekturbiss eines Hundes - sein. Dazu kannst du auch noch etwas wie ssst oder Hey sagen. Das alleine dürfte später auch genügen.                                                                                                                - hat er irgendetwas entdeckt, was er anbellen/jagen/wo er unbedingt hinziehen will, so kannst du ihn ebenfalls mit dem hündischen Stop unterbrechen und seine Gedanken, sein Vorhaben, seinen Trieb zu dir oder woandershin lenken                                                                                         - das war das ganze Geheimnis, so setzt du Grenzen beim Spazieren gehen  - du musst deinen Hund jedoch immer wieder daran erinnern, aber schon bald wird in den meisten Fällen ein kurzes Stopgeräusch genügen (ein gebräuchliches Wort wie Nein oder Aus sind übrigens nicht so gut, da sie oft zu kommandomäßig genutzt werden)                                                              - wenn du es richtig anstellst, wird der Hund nach ca. 10 Minuten leinenführig sein                                                                                                                         - sollte es nicht klappen, schicke ich dir gerne ein Video, in dem du siehst, wie es geht                                                                                                       - beginne am Besten, deinem Hund auch im Alltag Grenzen zu setzen

Ich hoffe, du kommst damit zurecht. Wenn du Interesse daran hast, dann probiers doch einfach mal aus!

Ach ja, noch ein kleiner Tipp:

Verteile deinem Hund das Futter am Besten hauptsächlich im Garten/auf der Wiese/im Wald oder lass es ihn irgendwie erarbeiten. Das wird ihm Spaß machen und er muss dadurch seine Nase viel einsetzen, das ist gut. Außerdem beschäftigt es ihn. Ganz anders, wie das Futter aus einem langweiligen Napf zu bekommen!

Also, ich wünsche dir viel Glück noch mit deiner Begleiterin und eine Menge Spaß!

Liebe Grüße                                                                                        DreamDog

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Uups, entschuldige, irgendwie hat das mit den Stichpunkten nicht so hingehauen!

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Hi, wird sie denn auch jagdlich geführt, zb sld Fährtenhund oder ähnliches wo das ziehen evtl erwünscht ist? Oder bereitet das ziehen eine Jagd vor? Wenn ja müßt ihr schauen das ihr einmal für Gassigehen nur Halsband nimmt und für Arbeit zb ein Geschirr, so das der Hund das verknüpfen kann. Habe bei meinen Hunden die Leinenführigkeit mit Sturheit und verwirrten hin und herlaufen im Griff gekriegt. Immer wenn ich gesehen habe das sie Gas geben, bin ich stehen geblieben, so das sie in die Leine reinliefen und auch stehenbleiben mussten. Habe dann solange gewartet, zum Teil auch einfach mit den Handy gespeitl, bis beide mal auf die Idee kamen den Zug zu lockern und vor allem zu mir kamen und schauten was da los ist :) Bin dann immer erst weiter gelaufen. Damit sie mehr auf mich achten unterwegs laufen wir öftermal Slalom oder ich lasse hinter mir Leckerchen fallen rufe meine Hunde und lass sie danach suchen. Sollte sie allerdings beim leinenziehen die Nase unten stets am Boden haben, müßtet ihr euch wohl was einfallen lassen, wie ihr wieder interessanter für den Hund werdet und müßt schauen wie er aufhört nach Wild zu stöbern.

Hallo,

Hunde kommen nicht vorprogrammiert mit dem Wissen was "Fuß" ist auf die Welt. Das müssen sie, wei alles andere auch, ersteinmal lernen. Erschwerend komtm hinzu, dass euer Hund seit 3 Jahren gelernt hat "An der Leine ziehtman", dem müsst ihr jetzt entgegen wirken, was natürlich auch zeit in Anspruch nehmen wird. Stell dir mal vor, du würdest nach Groß Brittanien ziehen, dort fährt man ja auf der anderen Straßenseite. Du hast aber über Jahre gelernt das das Rechtsfahrgebot gilt. Wenn du aufmerksam und konzentriet bist, wirst du sicherlich dran deneken, das man in GB auf der anderen Seite fährt, und auch zuerst in die andere Richtung schaut. In Stresssituationen, wird dir das aber auch nach Jahren noch entfqallen - und genau so wird es deinem Hund gehen

Zuerst sollteman sich klarmachen, dass ander Leine laufen für Hunde ersteinmal unnatürlich ist. Das heißt sie müssen erlernen, dass sie das Eingeengt sein durch die Leine akzeptieren und die Leine mit etwas positiven verknüpfen. Das kostet eine ganze Menge Zeit, Geduld und Ausdauer.

Hunde gehen nicht gemütlich spazieren, sie sind aufmerksam, schnüffel, checken ihre Umgebung und laufen nicht auf gerader Strecke. Sie bewegen sich auch nicht in unserem Schneckentempo, sondern laufen in einem langsamen Trab. Der Hund muss also auch lernen sich an unserer Gehgeschwindigkeit anzupassen (einem kleinen Hund fällt das oftmals leichter, da sein "Trabtempo" nicht so hoch ist). Versuche beim Gassigang stets an diese Einschränkung zu denken.

Zudem muss bedacht werden, das Druck beim Hund Gegendruck erzeugt. Die Leine ist stramm, er möchte nach vorne und stemmt sich mit noch mehr Kraft rein , und siehe da - er kommt zum Erfolg. Herrchen oder Frauchen folgen. Das sollte natürlich nicht der Lerneffekt sein.

Der Hund muss also unsere "Regeln" an der Leine ersteinmal erlernen, dabei gilt als Grundgedanke, dass die Leine immer positiv für den Hund sein sollte und Anleinen das normalste der Welt. Man sollte es sich tunlichst nicht durch rucken oder gar schlagen mit der Leine verderben.

Es ist nicht das Ziel, dass der Hund permanent seine gesamte Aufmerksamkeit auf mich gerichtet hat, ich bin nicht das Zentrum der Welt! Er soll zwar aufmerksam sein, und meine Signale im Blick haben, aber nicht in Hundeplatzmanier, sich eine Genickstarre beim Hochgucken zum Menschen holen. Ziel sollte ein Hund sein, der sich individuell an den verfügbaren Leineradius hält und sich meinem Tempo und meiner Richtung anpasst. Was tun?

Nimm deinen (ausgelasteten) Hund, eine ca. 3m lange Leine, ein paar Kekse und eine ablenkungsarme Gegend.

Bring deinen Hund zu Anfang ins Sitz neben dich, laufe zügig und motiviert los, wenn er vor stürmt:

bremse ihn mit einem Stimmkommando

Gewinne seine Aufmerksamkeit durch Schnalzen/ans Bein klopfen

wechsel (mit Ansprache) die Richtung

Bleibt er an deiner Seite/ an der lockeren Leine gibt es ein ruhiges (!) Lob und ab und an ein Lekkerlie. du kannst anfangs auch jede Umorientierung in deine Reichtung belohnen, und ggf. mit dem Klcikre die Übung verfeinern.

Gestalte das Training abwengslungsreich (tempovariieren, richtung wechseln,..) und kurz.

Am besten verwendets du für das Training ein Brustgeschirr das ihr noch nicht benutzt habt und welches er später, bei fertiger Führigkeit trägt. Oder aber lege ihm zusätzlich zum Geschirr ein Halsband o.ä. um (daran keine Leine anschnallen). Die meisten Hunde lernen recht schnell - oh wenn das um ist, ist ordentliches laufen angesagt. Bei stark ziehenden Hunden ist ein Spaziergang mit Training sonst nur sehr schwer möglich.

Knallt er doch einmal voll in die Leine, bleib stehen, gehe notfalls einen Schritt rückwärts, und belohne die erste Umorientierung in deine Richtung.

Bleibe immer ruhig, nicht aufregen,übe nur wenn du selbst gute Laune hast und auch Lust auf das Training. Bleibe konsequent und fair.

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