Hund, 7 Monate alt, paar Fragen. :)

7 Antworten

Hallo,

indem Alter kann es immer mal zu "Aussetzern" kommen. D.h. dein Hund hat gefühlte 1000 mal auf den Rückruf reagiert, aber auf einmal klappt es nicht. Die Hunde befinden sich noch in der Entwicklungsphase. Ein wenig Rasseabhängig ist es auch. Ein Hund mit wenig jagdtreib wird eher kommen, wenn ein hase wegrennt als ein Hund mit viel Jagdtrieb.

Im ersten Jahr sollten HUnde Ruhe lernen. Kein aufputschen etc. Wie viel man mit ihnen macht hängt ganz vom Hund ab, vor allem bei Mischlingen ist es schwierig Altersgrenzen vorzugeben.

Hundebegegnungen handhabt jeder anders. Ich lasse meinen Hund an der Leine nicht zu anderen Hunden und rufe meinen auch ab, wenn ich sehe das sich andere an der Leine befinden (ist m.M n. auch eine Frage der Höflichkeit). Wenn beide im Freilauf sind genügd meistens ein kurzer Blick in Richtung des anderen Hundes samt Halter, ob die beiden schnüffel/toben dürfen, oder man die Tiere zu sich ruft.

Nein, ein 7 Monate alter Hund würde wahrscheinlich noch nicht absolut zuverlässig hören. Vielleicht gibt es einige wenige "Über-Hunde" auf dieser Welt, die das dann tun, aber ich glaube nicht, dass das der Normalfall wäre. Wenn man den Hund sofort anfängt dahingehend zu trainieren, d.h. mit drei Monaten, vielleicht. Aber normalerweise fängt man immer zuerst mit Stubenreinheit, Leinenführigkeit etc. an. Man kann zwar von Anfang an beim Spazierengehen ein bisschen üben, aber noch nicht voll ins Training einsteigen. So ein Welpe hat nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit pro Tag und schläft ja auch sehr viel, deshalb benutzt man die Trainingszeit eigentlich eher, um andere Dinge beizubringen.

Je nachdem, an welchen Hund man geraten ist, fängt er dann schon an, rebellisch zu werden und in seine Flegelphase zu kommen. Bei manchen Hunden ist das auch erst später, aber allein durch dieses neugierige Wesen und den Ungestüm eines jungen Hundes kann man keinen perfekten Gehorsam von ihm verlangen. Junghunde sind halt noch Kinder und lassen sich zuweilen noch ablenken. Und spätestens in der Flegelphase können sie sich an gar nichts mehr erinnern ... Oder wollen es nicht ;-)

Üben sollte man von Anfang an auf jeden Fall Stubenreinheit und Leinenführigkeit, außerdem soziales Verhalten, ungewohnte Umgebungen, Menschen etc. Auch die Beziehung zwischen Hund und Mensch kann gerade in der Welpenzeit wundervoll aufgebaut werden.

Bei der Gassizeit kann man sich nach seinem Hund richten. Die Zeiten, die man vorschreibt, sind eigentlich nur Richtwerte. Je nach Rasse sind die Hunde meistens mehr oder weniger aktiv, ein Golden Retriever gehört zum Beispiel tendenziell in die Kategorie ruhig, während ein Collie aktiv ist. Bei einem Mischlingshund weiß man ja nicht, welche Rassen eher durchschlagen, deshalb sollte man gucken, wie lange der Hund freudig läuft und wann er anfängt müde zu werden. Danach kann man dann die Gassigänge richten. Aber wie bei uns Menschen auch bekommen Hunde natürlich mehr Kondition durch lange Spaziergänge ... und wollen diese Kondition dann auch entsprechend befriedigen :-)

Interessant gestalten kann man einen Spaziergang durch viele Dinge - das fängt schon bei unterschiedlichen Routen an. Treffen und Spiele mit anderen Hunden machen meistens ebenfalls Spaß, und je nachdem, was der Hund gerne mag, kann man im Wald umgestürzte Baumstämme für einen Agility-Parcours benutzen oder Nasenarbeit bis hin zu Mantrailing machen. Oder man macht Dummyarbeit - ganz wie man möchte.

Eine Hundebegegnung verläuft eigentlich immer unterschiedlich. Da gibt es mindestens vier Faktoren, nämlich außer den beiden Hunden auch beide Besitzer! Die Besitzer sind mindestens genauso entscheidend für den Ablauf des Treffens wie die Hunde selbst.

Eine Begegnung an der Leine kann mit Schnuppern verlaufen, mit Desinteresse, Ablehnung, Spielaufforderung, Bellen, Knurren, Ausflippen. Da ist eigentlich das ganze Spektrum abgedeckt. Wie schon gesagt, kommt das halt ganz auf Hunde und Menschen an und das kann man einfach nicht pauschalisieren.

Ganz grob gefasst würde ich aber sagen, dass eine Begegnung von einem abgeleinten und einem angeleinten Hund weniger harmonisch verläuft als eine mit zwei an- oder zwei abgeleinten Hunden. Das liegt daran, dass einer der Hunde einen großen Vorteil hat, weil er sich frei bewegen kann. Der Hund an der Leine kann nicht fliehen, weil der Andere ihm überall hin folgen kann. Vielen Hunden ist das unangenehm. Meistens kann man das aber auflösen, indem man seinen eigenen Hund auch ableint.

Zwei abgeleinte Hunde vertragen sich meistens am besten. Hunde sind durch die Leine eingeschränkt und dadurch kommt es tendenziell schneller zum Knurren. Bei verträglichen und selbstbewussten Hunden mit einem ruhigen Halter verläuft aber eigentlich jede Hundebegegnung ruhig, außer beide Hunde sind sich extrem unsympathisch. Die einzigen, die Hundebegegnungen manchmal brenzlig machen, sind unerzogene Hunde oder verspannte Halter.

Auch Hunde sind ja Individien, alles, was du wissen willst ist ja bei jedem Hund auch anders, Manche Hunde sind mit 7 Monaten noch echte Babys, viele mögen noch gar nicht lange spazierengehen oder dürfen es auch noch gar nicht übertrieben viel. Irische Wolfshunde und Deutsche Doggen z. B. müssen langsamer an längere Strecken rangeführt werden, weil sie so groß sind und sollten auch keine großen Treppen bewältigen müssen. Wenn also der Mischling einen großen Körperbau mitbringt, dann ist er vorsichtiger zu behandeln im ersten Jahr, als andere im gleichen Alter. Die gängigen Kommandos wird ein trainierter Hund in dem Alter schon beherrschen mit augenzwinkender Fehlerquote. Es sind halt noch sehr junge Hunde

Aktiven Rassen (z. B. Border Collie, Australien Shepperd, Huskys etc...) wird man viel Abwechlung bieten müssen, aber das kann man dann auch altersgerecht gestalten, so ein Welpe/Junghund schläft auch noch sehr gerne.

Wichtig für Welpen ist es (so finde ich) dass sie auf keinenFall nur in Welpengruppen spielen, denn dort haben sie keinen der ihnen beibringt, wie ein Hund sich zu benehmen hat! Die Welpen sind alle verspielt und die Menschen finden da meist alles nur süß. Kontakt zu alten erfahrenen Hunden ist wichtig, damit sie lernen wie man respektvoll einem anderen Hund begegnet!

An der Leine sind Begegnungen eher nicht zu empfehlen, wenn die Hunde sich fremd sind. Hunde begegnen sich unterschiedlich, liegt eben auch an der Charakterstärke des Hundes. Meist reicht es vielen Hunden nur schnuppernd im Halbkreis aneinander vorbei zu gehen. Sichere Hund gehen dann mit Herrchen einfach weiter. auch, wenn sie sich nicht mögen. Manche fordern sich zum Spielen auf, gehen aber mit dem Herrchen/Frauchen mit, wenn der weiter geht. Ist aber alles auch Charakter sache und NOCH mehr Erziehungssache.

Ein Hund hört so gut, wie sein Halter sich ihm gegenüber verständlich machen kann. Wird er, wie leider immer noch üblich, mit Strafen, strenger Stimme und Dominanz erzogen, dann kann es dauern, bzw. es mag sicher erst mal alles gut klappen weil der HUnd aus Angst gehorcht, aber es kann sich genauso gut ins Gegenteil umschlagen und der Hund wendet sich innerlich vom Besitzer ab. Was dann zur Folge hat, dass der Hund mehr Probleme macht.

Ich bin Hundetrainerin und bei mir gibt es z.B. gar keine Grundkommandos und auch keinen Grundgehorsam, weil ich an der Bindung und Beziheung zwischer Halter und Hund arbeite. Das ist etwas, was nur mit Liebe und Geduld einhergeht, dafür besteht dann eine unglaublich tiefe innige Harmonie und Vertrauen zwischen Halter und Hund, der durch nichts mehr zu erschüttern ist, denn hier haben beide gelernt und nicht nur der Hund.

Für einen Hund ist es auslastender (und das ist wissenschaftlich erwiesen) , wenn man mit ihm möglichst Leinenfrei spazieren geht, als all der stressige Hundesport, Bällchenwerfen, Stöckchenwerfen und was es so alles gibt. 2 Stunden gelten als Faustregel für einen erwachsenen Hund.

Hundebegenungen an der Leine sollte man nicht zulassen. Durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit kann es zu schlimmen Beißereien kommen, da die Hunde sich körpersprachlich nicht richtig ausdrücken können. Hat man den eigenen Hund an der Leine, und es schießt ein ander auf einen zu, sollte man deutlich zwischen beide Hunde gehen. Der eigene hat wieder keine Chance, und abgesehen davon, schießt ein sozialisierter Hund nicht einfach auf einen anderen Hund zu. Das passiert immer wieder bei Hunden, die vor der 12. Woche von der Mutter weggenommen wurden und daher die Hundesprache und die wichtigen Beschwichtigungssignale dadurch nie lernen konnten.

Liebe Grüße :-)

In einigen Dingen stimme ich dir ja zu, aber:

Ich bin Hundetrainerin und bei mir gibt es z.B. gar keine Grundkommandos und auch keinen Grundgehorsam,

Das würde ich bei meinem Powerpaket aber für sehr bedenklich halten. Ein so großer und kräftiger Hund wie eben ein Dobermann muss schon zuverlässig abrufbar sein und auch "bei Fuss" laufen können. Alles andere halte ich für verantwortungslos.

dafür besteht dann eine unglaublich tiefe innige Harmonie und Vertrauen zwischen Halter und Hund, der durch nichts mehr zu erschüttern ist

Diese Bindung haben mein Hund und ich - obwohl er hören muss!

1

Im Grundsatz völlig richtig, nur sollte ein Hund schon lernen zu kommen wenn man ihn ruft. Die Kommandos dazu können natürlich unterschiedlich geartet sein.

Meine Hunde können mich lesen und ich muss meist gar nichts sagen.

Die Beziehung ist das Wichtigste in der Hundeerziehung, da kann ich dir nur beipflichten!

Das Übel beginnt ja meistens, wenn man den Welpen von allem fern hält was er lernen sollte.

0

Naja - mein Dobi-Mädel ist 6 Monate alt und natürlich wird am Grundgehorsam gearbeitet. Und auch klar - es ist allein schon durch die Lebendigkeit und Neugier kaum möglich, dass in dem Alter alles "sitzt".

Abrufen trainieren wir grade mit der Schleppleine. Funktioniert auch bei Ablenkung schon relativ gut - aber eben noch nicht zuverlässig. Sitz, Platz und Aus beherrscht sie.

Hundebegegnungen an der Leine gibt es keine - an entgegenkommenden Hund wird vorbeigelaufen. Ohne Leine (bisher nur auf dem Hundeplatz) verlaufen Begegnungen relativ harmonisch.

Auch ist sie grade in der vorpubertären Phase - was heißt, dass sie schon mal was in Frage stellt. Da werden Grenzen ausgetestet, wo wir aber mit Ruhe, Liebe und Konsequenz entgegenhalten. Dass sie in der richtigen Pubertät noch mal ne Schippe drauflegt und uns oder Kommandos auch gar nicht mehr wahrnimmt oder befolgt - darauf sind wir schon gefasst.

Aber - jeder Hund ist anders, reagiert anders, einer ist ein Draufgänger, ein anderer eher ein ruhiger Vertreter. Keiner meiner bislang 4 Hunde gleicht den anderen. Man muss bei jedem Hund auf die Körpersprache achten.

Was möchtest Du wissen?