Eine Kastration hört sich für dich vielleicht schlimm an, ist aber die beste Lösung. Wenn ein Hund unter dauerhaftem sexuellen Stress leidet, kommt er nie zur Ruhe, das ist dann kein schönes Hundeleben. Stell dir vor, du wärst so dauer-angespannt, da würdest du doch auch so gut wie alles in Kauf nehmen, um mal runterfahren zu können.

Wenn du davon nicht überzeugt bist, probier es mit einem Hormonchip (vom Tierarzt), damit kannst du prüfen, wie dein Hund nach einer Kastration so drauf wäre, allerdings ist das nichts dauerhaftes. Ich bin mir aber hundertprozentig sicher, dass dein Hund mit einer Kastration glücklicher wäre als so.

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Was hälst du von Work & Travel? Als Startkapital bräuchtest du schon ein bisschen Geld - wenn du selbst nichts hast, könnten dir vielleicht deine Eltern unter die Arme greifen. Work & Travel kann man eigentlich auch ohne großartige Vorbereitungszeit angehen, weil man sowieso nichts vorausplanen kann. Such dir ein Land aus und leg los. Das erfordert einiges an Mut, aber ich denke, dass sich das am Ende lohnt. Ein Jahr im Ausland und damit einhergehend gute Sprachkenntnisse machen sich in jedem Bewerbungszeugnis gut - auf jeden Fall hundert Mal besser als ein leeres Jahr nach dem Abitur!

Wenn du dir das absolut nicht vorstellen kannst, bleibt meiner Meinung nach nur noch ein "Übergangsjob", damit du wenigstens das in deinem Lebenslauf angeben kannst. Oder du legst es eben drauf an und versuchst es zum Wintersemester an den Unis nochmal. Vielleicht kannst du dich für ein paar mehr Studiengänge einschreiben, sodass du zumindest einen bekommst. Später kannst du immer noch wechseln, aber nichts ist schlechter, als so früh ein Jahr nichts gemacht zu haben - auch wenn du nicht anders konntest.

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Guck mal bei Amazon nach dem Buch "Trick Dogs" (davon gibt es auch schon einen 2. Teil). Darin sind sehr viele Tricks aufgelistet, auch mit Erklärung, wie man sie dem Hund am Besten beibringt (manchmal sogar mit mehreren Wegen, falls der eine nicht gut klappt). Meinem Hund und mir hat das viel Spaß gemacht :-)

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Welcher Hund passt? Samojede?

Hallo meine Familie und ich wollen uns einen Hund kaufen. Wir wissen jedoch nicht welche Rasse passt. Wir haben uns schon ein paar angeschaut. Wir fanden Kooikerhondje, Samojeden oder Dalmatiner toll. Vielleicht kann uns einer hier weiter helfen. Ich habe diese Fragen gesehen und beantworte sie hier mal.

  1. Habt ihr Hundeerfahrung, oder wäre es euer Ersthund?
  2. Wollt ihr einen Welpe, einen Junghund, einen Erwachsenen Hund oder würdet ihr auch einem Senior ein Plätzchen geben?
  3. Wollt ihr einen Hund vom Züchter oder könntet ihr euch auch mit einem Hund aus einem Tierheim oder einer Tierhilfe anfreunden?
  4. Eure Rassevorstellung (Größe, Fellfarbe, Felllänge, wünschenswerte Charakterzüge)?
  5. Wollt ihr eine Hundeschule/-verein besuchen? Wenn ja, nur bis der Hund erzogen ist/wenn ihr Problemen habt oder würdet ihr dieses Angebot auch über längere Dauer nutzen?
  6. Würdet ihr Sport mit eurem Hund machen? Wenn ja, welchen?
  7. Hier könnt ihr alle sportlichen Betätigungen (die bei 6. keinen Platz gefunden haben), bei denen euer Hund euch begleiten soll anmerken.
  8. Ein Hund möchte nicht nur körperlich sondern auch geistig ausgelastet werden. Ist dafür Zeit sowie Lust/Kreativität da um auch nach neuen Denkaufgaben für den Hund zu schauen?
  9. Wieviel Zeit plant ihr für die täglichen Spaziergänge des erwachsenen Hundes ein?
  10. Lebenssituation: Leben Kinder mit im Haushalt? Wenn ja, wie alt sind diese?
  11. berufliche Situation: Seit ihr noch Schüler, schon in der Ausbildung oder habt ihr eine feste Arbeit?Könnt ihr für die nächsten Jahre einen Hund in euer Leben einplanen?
  12. Wohnsituation: Wohnung (welcher Stock, Lift vorhanden, Erlaubnis vom Vermieter?) oder Haus? Wie viele Stufen/Treppen muss der Hund laufen?
  13. Leben noch andere Tiere mit im Haushalt? Wenn ja welche?
  14. Wie lange muss euer Hund täglich alleine bleiben?
  15. Könnte sich im Krankheitsfall/Krankenhausaufenthalt/Sonstigem jemand zuverlässiges um den Hund kümmern?

Antworten:

  1. Es wäre unser erster Hund.
  2. Einen Welpen.
  3. Lieber vom Züchter. 4 .Größe: Zwischen 30 und 65 cm, Fell: egal Charakter: treu, anhänglich, nicht kläffen/wenig bellen, kein Hütehund.
  4. Eher nicht, nur wenn es sein muss.
  5. Wahrscheinlich Agility oder THS.
  6. Joggen.
  7. Ja.
  8. Mehr als 2 Stunden (höchstens 5).
  9. Ich bin die Jüngste, mit 14 Jahren.
  10. Ich bin noch Schüler und wir können uns ein Leben mit Hund super vorstellen auch für die nächsten 10-15 Jahre.
  11. Wir leben in einem 2stöckigen Haus mit bewohntem Keller und Dachboden.
  12. Nein.
  13. Wenn ich in der Schule bin ist meine Mutter zu Hause, der Hund wäre nur selten und wenn kurz alleine zu Hause
  14. Ja Verwandte oder Freunde.

Ich hoffe ihr könnt uns helfen. Vielen Dank schon mal :)

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http://www.samojeden-kennel.ch/samojedenrasse/wesendessamojeden/wesen.html

Lies dir das mal durch, das gibt sehr viele Informationen über den Charakter eines Samojeden. Das sind wunderschöne, aber bei Weitem keine einfachen Hunde und für Anfänger ungeeignet - sogar für erfahrenere Hundehalter sind Schlittenhunde normalerweise nichts. Von Leinenführigkeit kann man bei solchen Hunden nur sehr selten sprechen, und auch sonst bemerkt man die ursprünglich angezüchtete Eigenständigkeit dieser Hunde. Das sind keine guten Familienhunde. Ich möchte dich besonders auf folgendes Zitat von oben genannter Seite hinweisen:

"Wenn er seinen Bewegungs- und Arbeitsdrang nicht ausleben darf, wird einer seiner wesentlichen Charakterzüge verkümmern. Ist er unterfordert, kann er sich sehr selbständig beschäftigen, beispielsweise beim "Mitgestalten von Garten und Möbeln". Zudem verlangt seine Erziehung viel Einfühlungsvermögen, Motivation und Erfahrung. Auf Druck reagiert er mit Gegendruck. Samojeden sind Hunde des Urtyps, bei welchen noch viel wölfisches erhalten ist."

Sortiert diese Rasse also auf jeden Fall aus. Kooikerhondje sind eine bessere Wahl, deutlich familiengeeigneter, wenig Jagdtrieb, besser zu erziehen. Aber auch bei diesen Hunden gilt, dass sie eine konsequente Erziehung brauchen, weil sie sonst oft zum Anschlagen neigen (und das wollt ihr ja nicht).

Dalmatiner finde ich klasse. Ich weiß gar nicht, warum man so wenig davon sieht, denn eigentlich sind das supertolle Hunde und gut für das Familienleben geeignet. Dalmatiner sind sehr aktiv, aber nicht so übermäßig wie Hüte- oder Schlittenhunde, sodass man dem überhaupt nicht nachkommen könnte. Mit Joggen oder Hundesport und langen Spaziergängen kann man einen Dalmatiner körperlich gut auslasten. Diese Hunde sind ziemlich intelligent, man muss also über ziemlich viel Kreativität verfügen, um dem beizukommen. Grundsätzlich ist das meiner Meinung nach die für euch am besten geeignete Rasse von den ausgewählten drei. Bei allen muss man aber ziemlich sportlich und konsequent in der Erziehung sein.

Ein kleines Problem habe ich mit eurer Entscheidung, einen Welpen zu holen. Ihr seid Anfänger, das sagst du selbst, und Welpen + Anfänger endet oft nicht gut. Für einen Welpen braucht man Erfahrung, um ihn optimal zu erziehen, und das bekommt man eben nur durch vorherige Hunde. Ich finde einen erwachsenen Hund viel besser. Mit so einem Hund werdet ihr auch mehr Spaß haben, denn ihr wisst, was auf euch zukommt, da der Charakter bei erwachsenen Hunden schon gefestigt ist, und müsst nicht die ganze Welpen-, Junghund- und Rüpelphase durchleben. Auch wenn ihr euch Mühe gebt, kann gerade bei Anfängern in der Erziehung oft mal was daneben gehen, und auch wenn es Blödsinn ist, merkt der Welpe sich das. Wenn ihr Pech habt, habt ihr dann am Ende einen total verzogenen oder schlimmer noch unerzogenen Hund.

Warum legt ihr euch überhaupt auf eine Rasse fest? Geht doch ins Tierheim und findet da den optimalen Hund - da warten viele tolle Hunde auf ein neues Zuhause!

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Wende dich bitte mal an den Züchter und schildere ihm das Problem. Nach anderthalb Wochen ist ein so großes Problem sehr ungewöhnlich - bestand das bei dem Züchter noch nicht?

Wie definierst du "beißen"? Ist das dann ein wirklich ernst gemeinter, starker Biss, oder ergibt sich das aus dem Spiel? Viele Welpen haben noch nicht die nötige Beißhemmung, d.h. sie können ihre Bisskraft nicht ganz einschätzen und müssen erst lernen, ab wann ein Mensch Schmerz empfindet. Unsere Haut ist schließlich viel dünner und verletzlicher als das Fell der Geschwister, da kann es schon mal etwas rauer zugehen als bei uns.

Nicht gut finde ich es, dass du ihn in den Garten bringst und dann sich selbst überlässt. Einen Hund irgendwo aus- bzw. einzusperren ist eine ziemlich harte Bestrafung, die nicht vorgenommen werden sollte. Besser ist es, ganz laut "Aua" zu quietschen, sodass der Hund merkt, was er falsch gemacht hat. Ein Welpe ist normalerweise nicht von Natur aus aggressiv, sondern weiß es einfach nicht besser.

Ich denke, der Züchter kann dir da weiterhelfen, denn der kennt sich ja ganz genau mit der Rasse, der Aufzucht und auch mit dem Welpen an sich aus. Züchter sind normalerweise immer für Fragen offen, wenn es um ihre ehemaligen Schützlinge geht, denn sie sind ja daran interessiert, dass es den Hunden gut geht.

Sollte das wider Erwarten keine Ergebnisse bringen, geh zu einem Hundetrainer und zeig ihm das Verhalten deines Hundes. Wir wissen viel zu wenig über deinen Hund, gerade so etwas wie Bellen kann hunderte Gründe haben, und ohne zu wissen, was genau der Grund für das Bellen deines Hundes ist, können wir dir auch nicht helfen.

Du musst dich auf jeden Fall darum kümmern, dass das schnellstmöglich behoben wird. Was ein Hund im Welpenalter lernt (hier Beißen und Bellen) ist später nur schlecht wieder abzutrainieren.

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Eine schwierige Situation.

Du hast vollkommen Recht, es ist herzlos von deinem Freund, einen Welpen schon nach einem Monat wieder abgeben zu wollen. Bevor man sich einen Hund holt, sollte man sich immer überlegen, ob man über 15 Jahre - mal mehr, mal weniger - mit so einem Tier zusammenleben möchte, auch wenn es vielleicht nicht immer ganz einfach ist, besonders nicht in der Welpen- oder später in der Rüpelphase. Deinem Freund hätte klar sein müssen, dass ein Welpe sehr viel Arbeit macht, und das was er jetzt tun möchte, ist verantwortungslos und absolut das Letzte.

Klar, dass der Kleine dir so ans Herz gewachsen ist - das ist die Paradedisziplin jedes Welpen :-) Ein Wunder, dass dein Freund sich gegen diesen Charme durchsetzen konnte und nicht erst gewartet hat, bis er aus dem "süßen" Alter rausgewachsen ist.

Aber du sagst ja selbst, dass du keine Zeit hast. Wenn du zehn Stunden am Tag weg bist, ist das sogar doppelt so viel, wie ein erwachsener, trainierter Hund aushalten kann, ein Welpe darf gar nicht alleine sein. Wenn zwei Menschen mit unterschiedlichen Schichten für einen Welpen sorgen, sodass immer einer zuhause ist, ist das ok, aber für dich alleine ist das nicht schaffbar. Selbst wenn du wolltest, könntest du dich gar nicht alleine um den Hund kümmern.

Dir bleibt nur noch die Möglichkeit, dich um eine tolle neue Familie zu bemühen. Wenn dein Freund nicht mitspielt, bleibt dir nichts Anderes übrig. Ich nehme mal an, ihr habt den Welpen aus einem versehentlichen Wurf oder aus dem Tierheim, oder? Fragt doch dort mal nach, ob euch bei der Weitervermittlung geholfen werden kann. Hängt Vermittlungsgesuche beim Tierarzt, Supermarkt, Tiershop (z.B. Fressnapf, Hundefriseur usw) auf, sodass es möglichst viele Menschen (vor allem andere Hundebesitzer) sehen. Solange die Kleine noch bei euch ist, könnt ihr euch auf Gassigängen ja immer mal wieder mit anderen Hundebesitzern unterhalten und dort nachfragen, ob jemand noch einen Welpen aufnehmen würde oder im Bekanntenkreis mal rumfragen kann. Auch Hundeschulen sind ein guter Anlaufpunkt für sowas.

Zusätzlich solltest du dir die Beziehung mit deinem Freund nochmal durch den Kopf gehen lassen. Anscheinend bist du ja grundsätzlich bereit, sie für den kleinen Welpen zu opfern, und das Verhalten deines Freundes ist auch nicht gerade berauschend. Ich möchte dir da aber auch nicht reinreden, es ist deine Entscheidung, wie du weiter damit verfährst. Meine Meinung dazu ist einfach, dass er sich verhalten hat wie ein Kleinkind, das sich ein Spielzeug gekauft hat und es dann plötzlich nicht mehr haben wollte. So verantwortungsloses Verhalten einem hilflosen Welpen gegenüber geht für mich gar nicht.

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Die Anschaffung eines Hundes ist reine Herzenssache. Wenn man da logisch drangeht, wird man immer zu dem Schluss kommen, sich keinen zu holen. Hunde brauchen unfassbar viel Zeit, wollen mindestens dreimal täglich zu einem langen Gassigang raus (und das bei jedem Wetter), dürfen nicht zu lange allein bleiben, sind ein Hindernis bei Ausflügen oder Urlauben, brauchen eine solide, nerven- und zeitraubende Grunderziehung, kosten Nerven und viel Geld, verursachen eine Menge Dreck und können bei falscher Haltung oder Erziehung zur persönlichen Hölle werden.

Dem gegenüber stehen deutlich weniger positive Eigenschaften, die die Hundehaltung mit sich bringt. Warum haben trotzdem so viele Leute einen Hund?

Die Antwort ist ganz einfach: Weil die positiven Eigenschaften für diese Leute viel schwerwiegender sind. Die Liebe eines Hundes ist unbezahlbar, man gewinnt einen Freund und Gefährten für viele Jahre. Man kann so viel Spaß und Freude mit einem Hund haben wie es sich hundelose Menschen überhaupt nicht vorstellen können.

Viele können dem aber einfach nicht genug abgewinnen. Für diese Menschen ist ein Hund eine Last, ein Schmutzverursacher, ein Störfaktor. Der einzige große positive Faktor, nämlich schlicht der Spaß an einem Hund, reicht ihnen nicht aus. Man muss einen Hund wirklich lieben, um über die "schlechten Dinge" hinwegsehen zu können oder sogar anfangen zu können, diese Dinge zu schätzen.

Ich kann mir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen. Ich liebe es, meine Nase im Fell meines Hundes zu vergraben, auch wenn er schmutzig oder nass ist. Ich opfere mein Geld und meine Zeit lieber für meinen Hund als für alles andere, und seine Erziehung ist für mich keine Last, sondern eine Freude.

Für deine Mutter ist das eben einfach nicht so - und, das wird dir jetzt nicht gefallen, das müsst ihr respektieren. Ein Hund möchte von allen akzeptiert und gemocht werden, nicht nur von einem Teil seiner Familie.

Ich weiß nicht, ob du viel Ahnung von Hunden hast, ich denke eher nicht - sonst wüsstest du, dass es eine Qual für den Hund wäre, draußen zu schlafen. Wenn du dir mal etwas Fachliteratur durchliest, wirst du immer wieder auf den Begriff "Rudeltier" stoßen, was bedeutet, dass ein Hund rund um die Uhr mit seinen Menschen oder eventuellen übrigen Hunden der Familie zusammen sein will. Hunde sind nicht dazu geschaffen, allein zu sein. Sie sind unsere Begleiter und unsere Gefährten, und die schiebt man nicht einfach nachts ab.

Hundehaltung funktioniert nur nach dem "ganz oder gar nicht" Prinzip: Entweder man sorgt ganz für den Hund oder man holt sich keinen. Es gibt kein Mittelding. Hunde brauchen grundsätzlich nur wenig Dinge, am wichtigsten sind Futter, Schlaf und Nähe. Tägliches Gassigehen oder geistige Auslastung kommen erst weit hinter der vom Hund geforderten Nähe zu seinem Rudel, seiner Familie. Wenn man diese Dinge nicht erfüllen kann, dann tut man weder sich selbst noch dem Hund etwas Gutes, wenn man eine gemeinsame Partnerschaft eingeht.

Übrigens kriegt man auch so etwas wie Hundegeruch oder Haare nicht in den Griff. Das bringt ein Hund eben mit sich, und entweder akzeptiert man das oder nicht. Stubenreinheit gehört zum ABC der Welpenerziehung. Wer das nicht hinkriegt, sollte keinen Hund haben dürfen.

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http://www.markt.de/contentId,pekinese/inhalt.htm

Hier findest du noch einige Informationen zum Charakter eines "normalen" Pekinesen. Dem Rasseportrait zufolge sind das recht schwierige Hunde - ich hoffe, du bist dir dessen bewusst. Das wird kein Spaziergang.

Das "Problem", das du mit deinem Hund hast, ist aber ein ganz übliches. Du hast deine Hündin doch noch nicht lange, wenn du erst fünf Mal spazieren warst - außerdem ist es vollkommen normal für Welpen, dass sie noch nicht spazieren gehen wollen. Welpen bringt man nur zum Lösen raus und dann wieder rein. Lange Spaziergänge sind da noch nicht drin. Da deine Hündin ja gerade erst bei dir ist, solltest du ihr etwas Zeit lassen, sich an alles (und vor allem an dich) zu gewöhnen. Mit der Zeit wird sie sich weiter trauen und irgendwann auch gerne spazieren gehen.

Das wird sich schon noch geben. Du solltest nur im Auge behalten, dass du keinen leichten Hund zuhause hast, wenn ich mir den Charakter der Rasse mal so anschaue. Setz dich doch noch mal mit den Züchtern in Verbindung und frage dort nach Tipps und Tricks im Umgang mit deiner Rasse. Vielleicht kann der Züchter auch Verbindung zu den Besitzern der übrigen Welpen herstellen, da kann man sich prima austauschen.

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Wenn man sich einen Hund zulegen möchte, gibt es folgende Möglichkeiten:

a) Welpe von einem seriösen Züchter, zu finden unter www.vdh.de. Solche Welpen haben Papiere, sind auf Gendefekte getestet und haben eine anständige Kinderstube genossen, kosten dafür aber natürlich auch einen angemessenen Preis - je nach Rasse ab 800 Euro aufwärts. Krankheiten wie Organversagen kann man aber grundsätzlich bei keinem Hund ausschließen.

b) Welpe von einem Vermehrer - ohne Papiere, im schlimmsten Fall aus Rumänien, Polen, etc., aufgewachsen unter katastrophalen Bedingungen, kein Interesse der Vermehrer an eventuell vererbbaren Krankheiten. Preise entsprechend niedrig, dafür zahlt man aber beim Tierarzt kräftig drauf und ist mit etwas Pech nach einigen Tagen oder Wochen schon wieder verwaister Hundebesitzer.

b) Vermittlung über Tierheim oder Privatpersonen, die für einen abzugebenden Hund ein neues Zuhause suchen. Die Hunde sind dabei ganz unterschiedlich (wie auch die Abgabegründe), die muss man sich individuell anschauen. Bei Tierheimhunden kann man sich natürlich so gut wie nie sicher sein, ob es reinrassige Hunde sind, oft gibt es auch keine Papiere. Man muss sich auf jeden Fall vorher eingehend mit dem Hund beschäftigen und ihn in möglichst vielen verschiedenen Situationen prüfen, um zu sehen, wie er reagiert. Die Preise sind unterschiedlich, gerade bei Privatvermittlungen, normalerweise gilt da aber das Prinzip Platz vor Preis und es wird lediglich eine Schutzgebühr erhoben (200-300 Euro).

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Wenn du dir bei Google Fotos von Wölfen und Huskys anschaust, wirst du sehen, dass die sich äußerlich gar nicht mal so ähnlich sind - andere Hunde, wie bsp. der Tschechoslowakische Wolfshund, sind da noch identischer.

Huskys haben tatsächlich noch mehr Wolfsgene in sich als manch andere Hunderasse - vergleicht man Chihuahua und Husky, ist der Husky einfach viel ursprünglicher. Bei Huskys wurde weniger rausgezüchtet, denn bei den nordischen Rassen ging es viel um Ausdauer und eben Schlittenziehen. Das Aussehen war nicht so wichtig, die Größe des Wolfs grundsätzlich ok und körperlich war da nicht mehr viel zu verändern, um auf den perfekten Husky zu kommen. In ihren körperlichen Voraussetzungen ähneln Huskys Wölfen also viel mehr als Schoßhunde oder typische "Familienhunde" und das Aussehen ist bei solchen Hochleistungssportlern absolut nebensächlich - der ganze Hund ist auf Leistung ausgelegt.

Übrigens ähneln Huskys auch charakterlich den Wölfen mehr als es Chis oder andere menschenbezogene Rassen tun. Sie sind viel eigenständiger, robuster und viel mehr auf andere Hunde als auf Menschen bezogen. Das hat aber auch etwas mit ihrer ursprünglichen Arbeit, also dem Schlittenziehen, zu tun, weil sie dort im Rudel zusammenarbeiten und kalte Nächte gemeinsam draußen verbringen müssen.

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Am Besten für deinen Hund wäre es, ihn zu barfen, dh ihm rohes Fleisch zu füttern. Für einen richtigen Ernährungsplan solltest du dich mit einem guten TA oder einem Mitarbeiter in einem Barf-Shop zusammensetzen.

Wenn du Trockenfutter füttern möchtest, solltest du darauf achten, dass so wenig Getreide, Zucker und Geschmacksverstärker wie möglich enthalten sind. Da ist dann meistens auf der Rückseite der Verpackung angegeben, wie viel ein Hund mit welchem Gewicht fressen darf. Bei der Menge des Futters kommt es auf die Größe und das Gewicht des Hundes sowie die Zusammensetzung des Futters an.

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Hunde in 1-Zimmer wohnung trotz Vollzeitjob?

Ich habe momentan mit mir selber zu kämpfen, da ich mir gerne, wenn ich einen festen job und einen Festen wohnsitz habe, nach meiner ausbildung (es sind zwar noch 2-3 jahre dazwischen, dennoch quält mich diese frage) einen Hund holen würde (wenn möglich aus einem Tierheim bei mir in der Nähe (in Berlin)) Jedoch hat mir eine Person auf meinem Familien kreis eingeredet es sei Tierquälerei einen Hund in einer 1 Zimmer wohnung (also + bad und küche) zu halten. Jetzt meine verhältnisse wie ich es mir später vorgestellt habe: ich würde mir eine wohnung in der nähe meiner arbeit suchen, (5-10 min. Lauf/Fahrradweg) Würde dann Morgens vor der Arbeit 30 - 45 Minuten mit dem Hund gehen desweiteren möchte ich dann versuchen 1 Stunde Pause zu machen (würde dafür auch länger arbeiten) und in dieser Stunde Pause mit dem Hund gassi gehen. (30 min ca.) dann wenn ich nach hause komme, würde ich nochmal 1 Stunde bis 1:30 mit dem Hund raus gehen und Abends noch mal 30-45 Minuten.

währe also der tagesplan wenn ich einfach mal schätze das ich um 7 Uhr mit der arbeit beginne + 1 stunde pause:

6:00 aufstehen (etc.) mit dem hund gehen 6:45 ca. auf den weg zur Arbeit machen 11:00 Pause bis 12:00 also nach hause und halbe stunde gassi gehen) 16:00 nach hause und dann Gassi gehen bis ca. 17:30 (notfalls einkaufen in das gassi gehen mit einberechnen und verlängern) und dann abends nochmal ca. zwischen 22 Uhr und 23 Uhr mit dem hund gehen

während ich dies schreibe wurschteln mir mehrere sachen durch den kopf 1. kann man unter diesen bedingungen einen Hund halten? 2. Kann ein Mensch in diesem Zeitplan leben (heisst lebt jemand so unter diesen "bedingungen" und kann mir da aus seiner perspektive was dazu erzählen 3. Einen Großhund wie einen Schäferhund oder Gar einen Husky kann ich bestimmt nicht in solch einem Wohnungtyp halten oder? (habe mir auch eine Kleinere Hunderasse angeguckt die ich niedlich finde, Shiba "Inu", die ich dem fall entsprechend das ich keinen Großhund halten kann, mir auch als "mitbewohner" vorstellen kann)

Mfg FabiBassi

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Hallo,

deine Hundeliebe und deine Bereitschaft, deine ganze Freizeit für den Hund zu opfern, in Ehren, aber das funktioniert nicht.

Eine 1-Zimmer-Wohnung an sich ist kein k.o.-Kriterium für einen Hund; alleine das wäre also absolut keine "Tierquälerei". Ein Hund sucht sowieso die Nähe zu seinem Menschen, der braucht kein eigenes Zimmer oder sogar Stockwerk. Hunde brauchen ihre Bewegung draußen, deshalb ist es egal, wenn sie drinnen nicht so viel Platz haben. Auch ein Garten ist nicht unbedingt notwendig, sondern nur ein toller Zusatz - spielen und toben kann man aber auch genauso gut im Park.

Leider verbietet eine Vollzeitbeschäftigung aber jegliche Hundehaltung. Wie du sicher weißt, sind Hunde Rudeltiere, dh sie brauchen Nähe zu Menschen, um sich nicht einsam zu fühlen. Zwar würde das mit den Gassizeiten klappen, aber was hat es für einen Sinn, ein Rudeltier zu halten, das dann den ganzen Tag ohne Rudel verbringen muss? Solche Hunde vereinsamen und sind kreuzunglücklich. Bis zu 5 Stunden Alleinsein ist (nach vorherigem Training!) in Ordnung, alles was darüber geht jedoch nicht.

Ich weiß, dass du über diese Antwort nicht glücklich sein wirst, aber bitte hol dir keinen Hund - dem Tier zuliebe. Auch ich fange bald mein Studium an und muss dann schweren Herzens meinen Hund bei meinen Eltern lassen - und ich werde wahrscheinlich für viele, viele Jahre nicht genug Zeit für einen eigenen Hund haben. Mir fällt das sehr schwer, aber ich weiß, dass ein Hund bei mir dann einfach nicht glücklich wäre. Und das ist die Hauptsache.

Übrigens, ganz nebenbei: Ein Husky ist nur was für absolute Leistungssportler. Anders kann man einem Hund, der kilometerweit am Schlitten durch den Schnee laufen kann und auch will, überhaupt nicht gerecht werden.

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Nein, ein 7 Monate alter Hund würde wahrscheinlich noch nicht absolut zuverlässig hören. Vielleicht gibt es einige wenige "Über-Hunde" auf dieser Welt, die das dann tun, aber ich glaube nicht, dass das der Normalfall wäre. Wenn man den Hund sofort anfängt dahingehend zu trainieren, d.h. mit drei Monaten, vielleicht. Aber normalerweise fängt man immer zuerst mit Stubenreinheit, Leinenführigkeit etc. an. Man kann zwar von Anfang an beim Spazierengehen ein bisschen üben, aber noch nicht voll ins Training einsteigen. So ein Welpe hat nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit pro Tag und schläft ja auch sehr viel, deshalb benutzt man die Trainingszeit eigentlich eher, um andere Dinge beizubringen.

Je nachdem, an welchen Hund man geraten ist, fängt er dann schon an, rebellisch zu werden und in seine Flegelphase zu kommen. Bei manchen Hunden ist das auch erst später, aber allein durch dieses neugierige Wesen und den Ungestüm eines jungen Hundes kann man keinen perfekten Gehorsam von ihm verlangen. Junghunde sind halt noch Kinder und lassen sich zuweilen noch ablenken. Und spätestens in der Flegelphase können sie sich an gar nichts mehr erinnern ... Oder wollen es nicht ;-)

Üben sollte man von Anfang an auf jeden Fall Stubenreinheit und Leinenführigkeit, außerdem soziales Verhalten, ungewohnte Umgebungen, Menschen etc. Auch die Beziehung zwischen Hund und Mensch kann gerade in der Welpenzeit wundervoll aufgebaut werden.

Bei der Gassizeit kann man sich nach seinem Hund richten. Die Zeiten, die man vorschreibt, sind eigentlich nur Richtwerte. Je nach Rasse sind die Hunde meistens mehr oder weniger aktiv, ein Golden Retriever gehört zum Beispiel tendenziell in die Kategorie ruhig, während ein Collie aktiv ist. Bei einem Mischlingshund weiß man ja nicht, welche Rassen eher durchschlagen, deshalb sollte man gucken, wie lange der Hund freudig läuft und wann er anfängt müde zu werden. Danach kann man dann die Gassigänge richten. Aber wie bei uns Menschen auch bekommen Hunde natürlich mehr Kondition durch lange Spaziergänge ... und wollen diese Kondition dann auch entsprechend befriedigen :-)

Interessant gestalten kann man einen Spaziergang durch viele Dinge - das fängt schon bei unterschiedlichen Routen an. Treffen und Spiele mit anderen Hunden machen meistens ebenfalls Spaß, und je nachdem, was der Hund gerne mag, kann man im Wald umgestürzte Baumstämme für einen Agility-Parcours benutzen oder Nasenarbeit bis hin zu Mantrailing machen. Oder man macht Dummyarbeit - ganz wie man möchte.

Eine Hundebegegnung verläuft eigentlich immer unterschiedlich. Da gibt es mindestens vier Faktoren, nämlich außer den beiden Hunden auch beide Besitzer! Die Besitzer sind mindestens genauso entscheidend für den Ablauf des Treffens wie die Hunde selbst.

Eine Begegnung an der Leine kann mit Schnuppern verlaufen, mit Desinteresse, Ablehnung, Spielaufforderung, Bellen, Knurren, Ausflippen. Da ist eigentlich das ganze Spektrum abgedeckt. Wie schon gesagt, kommt das halt ganz auf Hunde und Menschen an und das kann man einfach nicht pauschalisieren.

Ganz grob gefasst würde ich aber sagen, dass eine Begegnung von einem abgeleinten und einem angeleinten Hund weniger harmonisch verläuft als eine mit zwei an- oder zwei abgeleinten Hunden. Das liegt daran, dass einer der Hunde einen großen Vorteil hat, weil er sich frei bewegen kann. Der Hund an der Leine kann nicht fliehen, weil der Andere ihm überall hin folgen kann. Vielen Hunden ist das unangenehm. Meistens kann man das aber auflösen, indem man seinen eigenen Hund auch ableint.

Zwei abgeleinte Hunde vertragen sich meistens am besten. Hunde sind durch die Leine eingeschränkt und dadurch kommt es tendenziell schneller zum Knurren. Bei verträglichen und selbstbewussten Hunden mit einem ruhigen Halter verläuft aber eigentlich jede Hundebegegnung ruhig, außer beide Hunde sind sich extrem unsympathisch. Die einzigen, die Hundebegegnungen manchmal brenzlig machen, sind unerzogene Hunde oder verspannte Halter.

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Ich glaube, da kannst du nicht viel machen. Halte es bis zu den Sommerferien durch, so lange ist das ja nicht mehr - ich denke mal, danach nimmst du dir eh ein Jahr frei, oder wie hast du dir das vorgestellt? Je nachdem, in welchem Bundesland du wohnst, bist du zum Schulstart ja dann schon im 8. Monat, da ist dann sowieso bald Mutterschaftsurlaub angesagt. Und irgendwie muss das mit dem Kind ja auch nach der Geburt gemacht werden.

Du wirst also so oder so einige Wochen Ruhepause haben, um zu dir zurückzufinden und dich von den Mobbingattacken abzuschotten. Ich denke, es wird dir helfen, dich auf dein Kind konzentrieren zu können.

Wie wäre es, wenn du mit anderen jungen Müttern Kontakt aufnimmst und dich mit ihnen austauschst? Du bist ja bei Weitem nicht die Einzige. Schau mal, was das Internet so hergibt; ich glaube, bei deinem Thema kann dir nur jemand wirklich helfen, der das selbst auch durchgemacht hat. Das ist ja schon eine absolute Ausnahmesituation.

An der Einstellung deiner Mitschüler kannst du nichts machen. Es ist für jeden erst einmal merkwürdig und befremdlich, dass du mit 16 oder 17 schwanger geworden bist, und für einige anscheinend absolut inakzeptabel. Manche werden das vielleicht gar nicht mal so schlimm finden, aber bei dem Mobbing einfach mitziehen, damit sie selbst nicht irgendwann zum Opfer werden. Man ist in der Schule mit einer "Andersartigkeit" sehr schnell Zielscheibe von Lästereien.

Die einzige Möglichkeit, dem zu entgehen, ist ein Schulwechsel. Ich weiß nicht, wie ihr eure Zukunft geplant habt, evtl könnte man das ja in Erwägung ziehen?

Ich finde, du solltest mal eine Beratungsstelle aufsuchen und dir dort helfen lassen, wieder mit deinen Eltern zusammenzufinden. Gerade bei so einer prekären Situation sollten sie eigentlich zu dir stehen.

Wenigstens hast du noch deinen Freund, und da anscheinend einen richtig Guten - längst nicht jeder würde diesem Druck standhalten und bei dir bleiben. Freu dich darüber!

Bitte vertreibe deine Gedanken bezüglich Abtreibung ganz schnell. Das ist weder praktisch möglich (viel zu weit) noch würde dich das glücklich machen (durch vorhandene Muttergefühle wahrscheinlich ewig ein schlechtes Gewissen) oder die Mobbingattacken beenden (du wirst trotzdem immer die bleiben, die sich so früh hat schwängern lassen). Geh deinen eigenen Weg, auch wenn es nicht der Übliche ist, und freu dich an dem, was du an deiner kleinen Familie hast!

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Gab es irgendein bestimmtes Ereignis, an dem du die Angst deines Hundes festmachen kannst?

Mein Hund wurde, nachdem er als Welpe und Junghund (mit gerade mal 20 oder 25 cm damals) immer am liebsten mit den richtig großen Hunden gespielt hat, mit anderthalb oder zwei Jahren öfters mal auf Spaziergängen im Spiel von ebensolchen Hunden überrannt. Er fand es immer ganz lustig, Fangen zu spielen, aber so ein Schäferhund braucht natürlich nur drei oder vier Sprünge, dann hat er meinen Hund eingeholt. Bei den meisten Hunden funktioniert es ganz gut, auch mit einem beträchtlichen Größenunterschied friedlich zu spielen, aber manche (gerade jüngere Hunde) können ihre Kraft nicht ganz einschätzen oder sind zu ungestüm. Bei Hunden derselben Größe ist das kein großes Problem, aber wenn ein Boxer meinen 30-cm-Wuffi umläuft und dafür schon aus 200 Metern Entfernung zum Sprint ansetzt, ist das eher unschön. Nachdem das mehrmals passiert war, wurde mein Hund logischerweise etwas zurückhaltender und vorsichtiger, und ich musste mich mehr als einmal vor meinen Hund stellen, um ihn zu schützen (und habe dabei auch Bekanntschaft mit dem Boden machen müssen).

Heißt: Es ist deine Pflicht, deinen Hund zu schützen. Wenn er in die andere Richtung wegläuft, kannst du nichts machen, aber wenn er bei dir Schutz sucht oder an der Leine ist, dann komm dieser Pflicht nach. Manche Hunde sind eben ungehobelt oder machen deinem Hund einfach Angst, und dann zeigst du ihm, dass du alles im Griff hast und dass du dafür verantwortlich bist, die Situation einzuschätzen.

Du kannst froh sein, dass es bisher noch nicht zu Bissen gekommen ist. An einen bellenden und ganz offensichtlich verängstigten Hund lässt man keinen anderen Hund dran. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer umzusetzen ist, wenn andere Hunde nicht angeleint sind und die Besitzer keine Kontrolle über den Hund haben oder es sie einfach nicht interessiert, aber versuch das weitestgehend zu vermeiden. Am Besten ist es, du rufst schon aus weiter Entfernung, dass der Andere seinen Hund anleinen soll. Wenn dir ein ungezogenes und nicht hörendes Exemplar begegnen, darfst du (und jeder in deiner Umgebung) mal so richtig Spaß haben, denn dann gehst du am Besten ganz gerade und sehr selbstbewusst auf den Hund zu und machst dabei noch ein bisschen Lärm (das solltest du bitte nicht tun, wenn der andere Hund in irgendeiner Art Aggressivität zeigt, das kann dann nämlich nicht gut enden). Jeder normale Hund wird dann erstmal verwirrt sein oder euch zumindest kurzzeitig in Ruhe lassen. Das sollte jedem noch so langsamen Besitzer Zeit geben, seinen Hund anzuleinen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Schlechte Erfahrungen auf jeden Fall vermeiden, deinen Hund vor unangenehmen Begegnungen schützen und absolut keine Hunde an deinen angeleinten Hund lassen! Wenn sich zwei Hunde kennenlernen sollen, bitte beide ableinen, denn ohne Leine verhalten Hunde sich sehr viel ungezwungener. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es dann deutlich entspannter zugeht und viel weniger Stress gibt.

Dann meldest du dich noch in einer Hundeschule an - bitte bei der Gruppenübung. Da werden immer sehr schöne Übungen gemacht, von "wir begrüßen uns und die Hunde müssen ruhig sitzen bleiben" über Slalom zwischen den anderen Hunden oder Abrufen eines einzelnen Hundes aus einer Reihe liegender Hunde. Das sind Situationen, die man so beim Spazierengehen nicht antrifft, und für deinen Hund ist das in zweierlei Hinsicht wichtig: Um als junger Hund nicht noch größere Angst vor den Artgenossen zu entwickeln bzw die bestehende Angst zurückzudrängen und um den nötigen Grundgehorsam zu lernen. Vielleicht könnt ihr mit sechs Monaten ja auch noch an der Welpengruppe teilnehmen, da wird viel mehr gespielt und Sozialverhalten ist ja das, was dein Hund jetzt wieder erlernen muss.

Ich wünsche euch viel Glück - da muss auf jeden Fall etwas passieren, sonst hast du nämlich bald einen Angstbeißer.

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Das ist die Frage, was genau du unter "verwöhnt" verstehst. Für mich hat das Wort "verwöhnt" in Bezug auf einen Hund eigentlich immer einen negativen Beigeschmack, aber es kann ja sein, dass du das anders definierst - vielleicht würde ich für deinen Hund einfach ein anderes Wort wählen.

Du sagst, dass dein Hund nicht verzogen ist, und das ist die Hauptsache. Normalerweise gehen verwöhnt und verzogen einher, weil verwöhnte Hunde sich viel erlauben können und wissen, wie sie ihre Besitzer um den Finger wickeln können. Wenn das aber bei dir nicht der Fall ist, super!

So wie ich das herauslese, liebst du deinen Hund einfach über alles und zeigst ihm das auch. Für mich ist das kein verwöhnen, sondern ein normales Zusammenleben mit einem Hund. Je nachdem, wie weit die "Befugnisse" des werten Prinzen reichen, dürfte er auch relativ genau wissen, wo er sich in der Rangordnung befindet. Es ist wichtig, dass dein Hund weiß, dass du für ihn da bist, aber dass immer noch du das Sagen hast.

Wie verhält er sich denn so, wenn du andere Hunde streichelst? Manche Hunde können das nicht gut ab, gerade die, die sonst die alleinige Aufmerksamkeit ihres Besitzers bekommen. Das sollte man dann natürlich vorher in den Griff bekommen.

Ich denke, du kannst beiden Hunden auf jeden Fall gerecht werden, aber eben mit Abstrichen. Du musst deine Freizeit dann halt durch zwei Hunde teilen, das heißt aber nicht, dass du deine Zuneigung aufteilen musst. Du kannst deinen ersten Hund trotzdem noch genauso lieb haben wie vorher und den zweiten ebenso sehr - das ist wie mit einer Mutter und ihren Kindern, die liebt sie ja auch nicht weniger, wenn sie ein zweites oder ein drittes Kind bekommt.

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Eine wirklich kluge und interessante Frage - die leider zu einem absolut unnötigen "Shitstorm" (ich erlaube mir dieses Wort mal, steht ja schließlich auch im Duden!) bezüglich Hunden geführt hat. Ich schließe mich der allgemeinen Meinung zwar an, dass Hunde potenziell mehr Schaden anrichten können, aber Aussagen wie "sie sind oft aggressiv gegenüber Artgenossen" oder "von ihnen geht eine Gefahr aus" sind überflüssig und unsachlich.

Ich würde sogar mal so weit gehen zu behaupten, dass ein freilaufender Hund sich Artgenossen gegenüber aufgeschlossener und weniger aggressiv zeigt als ein Kater. Ein Hund wird eher dazu neigen, sich einem Rudel anzuschließen, weil Hunde grundsätzlich sozialer veranlagt sind als Katzen. Ein gut sozialisierter Welpe/Junghund/Erwachsener fängt normalerweise keinen Stress mit anderen Hunden an. Derjenige, der diese Aussage getroffen hat, hat anscheinend selbst schlechte Erfahrungen mit unerzogenen Hunden gemacht. Eigentlich sind das aber hochsoziale Tiere, die mit Artgenossen keine Probleme haben sollten, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Erst gestern habe ich mir dieselbe Frage gestellt: Warum kann man Katzen einfach so frei herumstreifen lassen, während man den Hund dreimal täglich ausführen muss? Wäre es nicht viel einfacher, die Tür aufzumachen und den Hund direkt hinterherzuschmeißen?

Nach Hause finden würden wohl beide, um die Diskussion unter einer anderen Antwort mal aufzugreifen. Ein Wolf hat schließlich auch ein Territorium von vielen Kilometern, der verläuft sich auch nicht. Wenn man also nicht gerade fünfzig Kilometer weit wandert oder der Hund sehr vergesslich ist, wird auch er wieder zurückfinden. Es kann gut sein, dass das bei manchen Hunden nicht mehr so ausgeprägt ist, weil sie ja eigentlich sehr nah am Menschen gehalten werden und selten darauf angewiesen sind, ihren Weg zurückzufinden - im Gegensatz zu Katzen. Trotzdem denke ich, dass ein Hund, der seinen Weg selbst wählen kann, auch darauf achtet, dass er wieder nach Hause zurückfindet.

Grundsätzlich geht es ja, einen Hund frei rumlaufen zu lassen - siehe Streuner in den östlichen und südlichen Gefilden. Ich hab noch nicht gehört, dass ein Hund da Passanten angefallen haben sollte, und diese Hunde lernen ebenso schnell wie Katzen, den Autos auszuweichen, um nicht überfahren zu werden. Ich weiß nicht, wie die Mentalität bsp. in Rumänien diesbezüglich ist, aber ich glaube nicht, dass es für die Leute dort komisch ist, wenn auch Hunde frei rumlaufen.

Man muss natürlich auch sagen, dass diese Streuner stark verwildert sind. Hierzulande könnte man niemals einen Welpen vom Züchter zum Freigänger kriegen - es ist oberstes Gebot eines Züchters, aus seinen Welpen aufgeschlossene, menschenfreundliche Hunde zu machen. Ein streunendes Tier, sei es Katze oder Hund, hält sich grundsätzlich von Menschen fern, und nur unter den Umständen ist Freigang auch tolerierbar. Es wäre nicht zu verantworten, zum Beispiel eine Dogge frei herumlaufen zu lassen, wenn sie sich freudig auf jeden Menschen stürzt. Hunde sind eben einfach aufgeschlossener und menschenbezogener als die meisten Katzen, und es gibt auch viel mehr Vorurteile gegen sie. Außerdem wäre es für Leute, die eine Phobie gegen Hunde haben, wohl ein Albtraum, wenn plötzlich alle ihre Hunde ohne Beaufsichtigung herumlaufen ließen.

Ich denke, der Jagdtrieb spielt auch eine große Rolle. Es gibt zwar Hunde mit keinem oder wenig Jagdtrieb, aber es gibt auch die, die ihr ganzes Leben streng beaufsichtigt werden müssen, damit sie kein Wild jagen. Wenn sie dabei vom Jäger erwischt werden, können sie (solange kein Mensch in der Nähe ist) sogar erschossen werden. Und das will ja keiner.

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Ist mein Hund zu dünn? :-/

Hallo, ich hab eine Frage zum Gewicht meiner Schäferhündin! Ich habe mehrmals gelesen, dass man Schäferhunde etwa bis zum 1. Lebensjahr möglichst schlank halten soll, sozusagen "groß hungern", damit sie möglichst langsam wachsen, und so die Knochen und Gelenke geschont werden. Das klang für mich logisch, da hab ich mich dann auch dran gehalten (sie ist laut Papiere HD-frei, aber dennoch...). Sie ist 6 Monate alt, 55cm groß und wiegt 16kg. Weder Tierarzt noch Hundetrainerin haben sich negativ zu ihrem schlaksigen Erscheinungsbild geäußert (wobei die Hundetrainerin während der Stunden schon öfters teilnehmende Halter darauf angesprochen hat, dass ihre Junghunde zu dick seien). Nur unterwegs, die Leute die uns da begegnen, meinen immer öfter, dass mein Hund "ja viiiel zu dünn" sei. Weder Wirbelsäule noch Rippen sind zu sehen, die Rippen fühlt man beim bloßen Anlegen der Hand garnicht, bei sanftem drücken leicht. Mir persönlich fällt nur schonmal auf, dass ihr Schulterbereich / Oberarme (und Beinknochen sowieso) ziemlich dünn sind, aber ich dachte, das läge eher daran, dass sie eben noch nicht so viele Muskeln aufgebaut hat. Und von oben betrachtet ist eben sehr auffällig, dass sie so eine "Wespentaille" hat, vermute dass die Leute deshalb darauf kommen. Zu fressen bekommt sie ungefähr so viel, wie es auf der Packungsrückseite empfohlen ist, Happy Dog Trockenfutter ca.240g und Rinti Nassfutter ca. 200g, beides verträgt sie sehr gut.

Ich lade mal noch ein paar Bilder hoch, auf denen ihr sie von der Seite und von oben sehen könnt.

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Auf den Bildern hat deine Hündin - wie schon angesprochen - eine wirklich merkwürdige Haltung und sieht so aus, als hätte sie Schmerzen. Steht sie immer so? Wenn ja, wundert es mich ganz stark, dass der Tierarzt sich dazu nicht geäußert hat, denn ein normaler Hund steht nicht so. Es wäre empfehlenswert, sich ganz speziell zu diesem Thema mal eine Zweitmeinung bei einem anderen TA zu holen und nicht darauf zu warten, dass er das von selbst anspricht.

Ich hab übrigens noch nichts davon gehört, dass man Hunde groß hungern soll. Hunde sollten nie zu dünn oder zu dick sein, weder als Welpe noch als Erwachsener oder als Senior, und auch nicht hungern müssen. Das ist so wie beim Menschen: Selbst wenn sie zu dick sind, muss man die überflüssigen Pfunde nicht runterhungern, sondern kann das viel gesünder mit einer Ernährungsumstellung und viel Bewegung erreichen. Gerade junge Hunde brauchen genug zu fressen, weil ihr Körper schnell wächst und dafür Kraft braucht. Menschliche Jugendliche entwickeln ja auch oft einen viel größeren Appetit, wenn sie in einen Wachstumsschub kommen, weil sie halt mehr Energie benötigen. Wenn du diesen Jugendlichen das Essen noch kürzen und sie hungern lassen würdest, könnten sie sich nicht optimal entwickeln.

Schlacksig sind Junghunde manchmal einfach, in der Hundeschule hatten wir mal eine junge Schweizer Schäferhündin, der man genau dieses Attribut zuordnen konnte. Das lag aber daran, dass ihre Beine für den Rest ihres Körpers eine Zeit lang viel zu lang waren, aber das gibt sich mit der Zeit - und das hat auch nichts mit dem Gewicht zu tun.

Mich würde ja mal stark interessieren, wie deine Hündin ohne Fell aussieht und sich anfühlt. Unser Hund ist auch recht schlank, oder, wenn man das bei Hunden so nennen kann, "trainiert". Er läuft sehr viel, ist nicht der Gefräßigste und hat demzufolge natürlich nicht zu viel auf den Rippen. Im Winter, wenn sein Fell lang gewachsen ist, sieht er trotzdem aus wie ein explodierter Wattebausch, und dazu ziemlich fett. Wenn man ihn streichelt, denkt man auch, dass er sich etwas mehr bewegen könnte, aber das macht einfach das Fell. Sobald man ihn schert und sieht, wie viel Fell da zu Boden geht, ist das weg - dann ist er nämlich wieder schlank und rank wie immer und sieht überhaupt nicht fett aus. Wenn man zwei Bilder von ihm mit langem und kurzem Fell nebeneinanderlegt, glaubt man kaum, dass das derselbe Hund ist. Vielleicht ist es bei deinem Hund genauso - vielleicht fühlt sie sich nicht so dünn an, aber sie hat wirklich eine schmale Taille. Es gibt natürlich auch zart gebaute Hunde, aber wenn ich deinem Hund begegnen würde, käme mir das auch nicht ganz koscher vor.

Mein Tipp: Mindestens noch eine Zweitmeinung einholen, wenn nicht sogar noch eine Drittmeinung! Und das Futter umstellen :-)

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Wo hast du deine Hündin denn her? Aus dem Tierschutz, von einer Privatperson, zurückgegebener oder übrig gebliebener Welpe bei einem versehentlichen Wurf? 5 Monate ist ja kein gewöhnliches Alter für einen jungen Hund, um die Familie zu wechseln. Weißt du etwas darüber, wie es dem Hund vorher ergangen ist? Was er so gelernt hat? Welche Erfahrungen er gemacht hat?

Bitte fang mit der Stubenreinheit von vorne an, wie bei einem ganz jungen Welpen - deiner ist ja eigentlich schon ein Junghund. Das heißt, du lässt deinen Hund nur zum Lösen raus, lobst ihn und gehst dann sofort wieder rein. Das kann man nach und nach verlängern. Aber bitte keinesfalls drei Stunden rausgehen - das ist absoluter Blödsinn. Ein junger Hund, der das noch nicht kennt, ist erst mal sehr fasziniert von der Außenwelt, von den ganzen Gerüchen und Geräuschen, den Menschen und Hunden und den unerwarteten Eindrücken, die auf ihn einstürmen. Da vergisst ein Welpe mal, dass er ja eigentlich musste, oder unterdrückt es, weil er so neugierig ist - das macht sich dann aber wieder bemerkbar, wenn er in der ruhigen Wohnung ist.

Lange rauszugehen hilft also überhaupt nicht weiter und bewirkt eher das Gegenteilige von dem, das du erzielen möchtest. Achte auf mehr auf deine Hündin, denn viele Hunde machen irgendwelche Anzeichen, bevor sie irgendwo hinpinkeln - drehen, schnüffeln, etc. Sobald sie also unruhig wird oder oben genannte Anzeichen aufweist, bringst du sie raus - am besten natürlich, bevor sie angefangen hat, zu pinkeln. Wenn doch mal was passiert, einfach unkommentiert lassen und wegmachen. Und wenn sie draußen macht, führ den größten Freudentanz deines Lebens auf!

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Das ist von Hund zu Hund verschieden und kommt auch auf die Bedürfnisse und Wünsche des Besitzers an. In einem separaten Zimmer sollte man den Hund nicht lassen, erst recht nicht bei geschlossener Tür - man muss ihn ja zum Schlafen nicht wegsperren. Alles Andere ist aber bei jedem anders, ob der Hund jetzt im Flur, im Schlafzimmer oder sogar im Bett schläft, ist Geschmackssache.

Man kann Hunden sehr gut Regeln vorgeben, allerdings sollten die dann auch fest sein. Hunde können sehr gut unterscheiden, was genau sie dürfen und was nicht - unser Hund darf in mein Zimmer und auch in mein Bett, aber nicht in das Bett meiner Eltern. Das war schon immer so und da gibt es auch keine Probleme. Sein Körbchen hat er im Flur genau zwischen unseren Schlafzimmern und die Türen sind immer offen. Er schläft aber auch immer von selbst da, abends hopst er spätestens um 11 oder 12 aus meinem Bett und kommt dann manchmal um 6 oder 7 Uhr morgens zurück. Im Sommer schläft er aber auch ganz gerne mal auf unserer Treppe, weil wir im oberen Stockwerk Teppich haben und die Fliesen auf der Treppe natürlich kühler sind.

Egal wie genau man es handhabt, sollte der Hund immer Zugang zu frischem Wasser haben und im Notfall auch einen Zugang zu seinen Menschen. Wenn man einen Hund nachts wegsperrt, könnte der sich ja gar nicht melden, wenn er mal nachts raus muss, weil er zu viel getrunken hat oder eine kleine Magenverstimmung hat. Und dann freut man sich am nächsten Morgen auch nicht sonderlich - zumal es für den Hund selbst natürlich auch unangenehm ist.

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