Hochsensibilität testen lassen?

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4 Antworten

Hallo nousern4me, 

Hochsensibilität kann man nicht diagnostizieren, weil es Charakterausprägung und keine Krankheit ist. Ein Psychologe (wenn er er sich damit auskennt, was zum Glück immer mehr der Fall ist)  macht mit dir die gleichen Tests, die du im Internet findest. Vielleicht stellt er noch ein paar zusätzliche Fragen um seinen Eindruck zu präzisieren und um zu prüfen ob du eine "echte" HSP bist (siehe unten). Leider wissen immer noch viel zuwenig Fachleute (Psychologen, Ärzte, Pädagogen...) über Hochsensibilität bescheid. 

Man leidet übrigens nicht an der Hochsensibilität, sondern daran, wie man mit ihr umgeht. Sonst würden alle Hochsensiblen leiden und das ist definitiv nicht so. Die Magenkrämpfe können mit einem erhöhten  Cortisolwert zusammenhängen. Ein Langzeitstresshormon, das häufig bei HPS erhöht ist die noch nicht gelernt haben mit Ihren Kräften haus zuhalten.

Ich finde den Test von zart beseitet am besten. Wenn meine Kunden den machen passt das Ergebnis sehr gut zur erlebten Intensität der Hochsensibilität.

Ich gebe viele Seminare und Ausbildungen zum Thema und ich erlebe regelmäßig was die Erkenntnis hochsensibel zu sein für die Teilnehmer bedeutet. Viele haben das Gefühl sie seien anders, oder sogar falsch. Dann bekommen sie die Klarheit, das Sie hochsensibel sind und das wissen, das das von der Natur "gewollt" ist.

Mehr dazu findest du hier. http://www.loesungs-coaching.de/Wodurch-entsteht-Hochsensibilit%C3%A4t

Zu wissen hochsensibel zu sein bringt ihnen häufig eine riesige Erleichterung. Im erster Linie weil sie sich selber besser verstehen und damit mehr Selbst"verständnis" bekommen. Sie können dann eher aufhören sich selbst zu bekämpfen. Die gesparten Kräfte können dann dafür genutzt werden, die Hochsensibilität positiv zu nutzen, und einen hilfreicheren Umgang mit ihren Umfeld zu finden. In dem sie Lernen sich selber treu zu sein ohne sich anpassen zu wollen. Und das kann natürlich dann auch ein längerer Weg sein.

Selten erlebe ich es, das jemand mit der "Diagnose" wirklich Aufmerksamkeit will. Da sehr viele HSP (hochsensible Personen) sich als auffällig (von der Norm abweichend) empfinden. Und sie sich sehnlichst wünschen eben nicht aus den Rahmen zu fallen und als "normal" wahrgenommen zu werden.

Mein Eindruck ist, dass die meisten Menschen, die sich damit "profilieren" nicht hochsensibel sind, sondern traumatisiert (so zeigt es sich zumindest in meiner Praxis). Ein Trauma hat neuronal viele Auswirkung die der Wahrnehmung von HSP entsprechen. Die Auswirkungen legen sich allerdings, wenn das Trauma verarbeitet ist. Ein Profi wird aber schnell merken, ob es sich um eine "echte" HSP handelt. Selbstverständlich gibt es auch traumatisierte HSP. Menschen die "nur" traumatisiert sind hilft es aber meistens sich dennoch erst einmal als Hochsensibel zu betrachten, da die Auswirkung sehr ähnlich sind, und das Handwerkszeug durch das sie diese Auswirkungen für sich abmindern können, ihnen genauso hilft.

Ich finde, wenn jemand das Gefühl hat, dass ihm ein Test helfen kann, dann ist es nur klug, den Test zu machen. Wer sich dadurch z.B. stigmatisiert fühlt und sich damit sein Selbstverständnis eher schwächt hat gute Gründe den Test nicht zu machen.

Vielen HSP fällt es schwer zu fühlen was ihnen gut tut und was sie brauchen. Den Test zu machen, oder eben auch nicht zu machen, kann schon ein Schritt in die erhöte Selbstwahrnehmung sein. Was tut mir gut. Egal was andere darüber denken.



Kommentar von NLPcoaching
29.10.2016, 09:33

Damit du das nicht auf dich beziehst, so wie es hier durch deine Antworten zeigst kannst du gut zu deinem Bedürfnis stehen.

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Wenn es Dich drängt, wende Dich doch an einen Psychologen Deines Vertrauens. Den findest Du entweder über die Internetseiten der entsprechenden Berufsverbände oder vielleicht sogar über die Krankenkasse oder, weniger wissenschaftlich, bei Heilpraktikern. Fragen kostet aber ja nichts. 

Was heißt überhaupt "hochsensibel"? Sensibel für etwas sein, bedeutet doch, z. B. empfindlich für Schmerzen zu sein. Welchen Vorteil sollte das haben, wenn mich jedes Wehwehchen aus der Bahn wirft? Das Thema kommt, wie viele Lifestylethemen, mal wieder aus den USA und schwappt dann zu uns rüber. 

Und feinfühlig und empfindsam bin ich auch, ohne dass mir je gesagt wurde, ich sei hochsensibel. 

"Mir scheint, dass ich Feinheiten um mich herum wahrnehme." oder "Ich habe ein reiches, komplexes Innenleben." Wer kann auf so etwas schon objektiv antworten? 

Ist das nicht der gleiche Hype wie bei den "hochbegabten" Kindern? Alle Eltern träumen doch davon, dass es sich bei ihrer Brut um potenzielle Nobelpreisträger handelt. 

Hochsensible weinen häufig und grübeln viel. Brauchen wir solche Kids oder nicht doch lieber die pragmatischen, engagierten, visionären, organisationsstarken, leistungsfähigen, ergebnisoffenen und lösungsorientierten Menschen? 

Kommentar von Toffeecoffy
28.10.2016, 12:04

Dein Zitat:

Hochsensible weinen häufig und grübeln viel. Brauchen wir solche Kids oder nicht doch lieber die pragmatischen, engagierten, visionären, organisationsstarken, leistungsfähigen, ergebnisoffenen und lösungsorientierten Menschen? ;

Vorallem weil man sich das auch selber aussuchen kann!

Liebe Rami1418  das dir noch niemannd gesagt hat das du hochsensibel bist verwundert mich doch sehr, denn deine sensible Art hier derTE zu schreiben lässt eigentlich anderes vermuten!

Dürfen die TE und ich die wir ja ständig weinend und grübelnd dir wohl auf die Nerven gehen ,denn jetzt überhaupt noch existieren, da sensibilität anscheinend auch noch dafür sorgt ,dass man nicht mehr pragmatisch,engagiert,visioniert,organisationsstark,leistungsfähig,ergebnisoffen und lösungsorientiert ist!

Was alles so eine hohe Sensibilität mit einen macht😂😂😂

Naja und Empathie ist dann wohl für dich auch eine ganz große Schwäche und gehört am besten gleich abgeschafft,

Da es einen ja in von dir oben genanten Dingen nur negativ beeinträchtigend könnte, ich meine Mitfühlen und Verstehen ist auch voll die unnötige Zeitverschwändung und sowas brauchst du wohl dann auch nicht!

Ich gehe mich dann gerade mal kurz abschaffen!😂😂😂

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Wofür sollte denn eine "offizielle" Testung dienslich sein?

Viele Menschen sind (hoch-) sensibel und es ist keine Besonderheit. Die Frage könnte doch eher heißen: wie gehe ich damit um?

Mit hat man diesen Modebegriff vor 10 Jahren um die Ohren geknallt. Es half mir aber nichts und die Mitmenschen kann ich nicht verändern. Also musste ich einen Umgang damit finden. Was ist, wenn das sog. "hochsensibel" richtig ist und die "anderen" sich von ihren Wahrnehmungen und Empfindungen zum jetzigen Zeitpunkt im Sinne eines "Überlebensprogramms" abgewendet haben?

Wieviele Punkte hattest du, also ich hatte fast die volle Punktzahl.

Ich bin auch ein richtiges Sensibelchen und stelle mir auch deine Frage, weil ich gerne etwas weniger empfindsam wäre oder diese gerne etwas kompensieren würde,denn sensitivität ist auch etwas sehr schönes und macht sehrempathisch.

Ich bin vom Aszendenten Krebs, vielleicht liegt es auch daran.Weißt du deinen Aszendenten?(Astrologie)

Viele liebe Grüße

Kommentar von nousern4me
28.10.2016, 13:52

Ich bin ebenfalls vom Aszendenten Krebs. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass es dadurch kommt? Trotzdem danke :)

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