Heißes oder kaltes Wasser in den Wasserkocher?

14 Antworten

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Das hängt von zu vielen Faktoren ab um diese Frage pauschal zu beantworten.

  • Wie wird das Warmwasser erzeugt?
  • Wie sind die Wärmeverluste der Warmwasserbereitung und der Zuleitung bis zur Zapfstelle?
  • Wie ist der Wasserkocher gedämmt bzw. wie hoch ist der Wärmeverlust?
  • Wie lange dauert es, bis der Wasserkocher nach dem Füllen angeschaltet wird?
  • Wie Warm ist das gezapfte Wasser (Warm- und Kaltwasser)

Ich persönlich fülle meinen Wasserkocher mit Warmwasser, aber nicht um Energie einzusparen, sondern um Zeit zu reduzieren (Meine Warmwasserbereitung erfolgt elektrisch).

Viel interessanter fände ich die Frage, kippst du das Restwasser aus dem Wasserkocher weg und nimmst immer Frisches oder lässt du es im Wasserkocher? Auch hierbei kann man Geld einsparen, wenn man das will.

Das hört sich ja wie eine eigene Wissenschaft an, danke für die ausführliche Antwort. Ich kippe das Restwasser tatsächlich nie weg, ich bin sehr sparsam im Leben und komme schon mit der kleinsten Verschwendung nicht klar, ganz komisch. Zudem haben wir sehr kalkfreies Wasser, also ist das kein Problem. Wie das Wasser hier erhitzt wird, weiß ich leider nicht. Bei mir Zuhause jedoch mit Gas, deshalb fand ich kaltes Wasser für den Wasserkocher immer umweltfreundlicher. Man müsste jetzt natürlich nur wissen, woher der Strom kommt.

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@Butterfliege25

Verschwendung zu vermeiden ist ja grundsätzlich eine gute Eigenschaft.

Theoretisch ist das Erwärmen von Wasser um z.B. 1°C unter gleichen Randbedingungen mit Gas günstiger und umweltfreundlicher als mit regulären Strom. Grüner bzw. Biostrom wären gegebenenfalls wiederum theoretisch umweltfreundlicher (das verbrennen von Holz ist z.B. nur auf dem Papier umweltfreundlicher als das verbrennen von Gas), aber auch wieder teuer. Selbst erzeugter Strom kann günstiger und umweltfreundlicher sein, muss aber nicht.

Wahrscheinlich wird man finanziell tatsächlich keinen nennenswerten Unterschied feststellen, wenn man beide Varianten vergleicht.

Am sparsamsten wäre es am Ende natürlich, das Wasser erst gar nicht zu erwärmen sondern kalt zu nutzen. 

Abschließend fällt mir da gerade ein, kaltes Trinkwasser hat theoretisch eine Durchschnittstemperatur von ca. 16°C. Es wäre also energiesparend das Wasser vor dem Erwärmen in einem Gefäß zwischenzulagern, damit sich die Wassertemperatur an die Raumtemperatur angleichen kann (z.B. 20°C). Von dem ersparten Geld kann man sich dann bestimmt nach 5 Jahren einen Schokoriegel kaufen.  

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@Asardec

Daran habe ich tatsächlich auch schon gedacht.
Na dann lasse ich mir den Schokoriegel 2025 schmecken!:) 

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gehen wir mal davon aus, eure warmwasserbreitung ist nicht elektrisch.

dann macht es sinn, aber nur, wenn du kein wasser laufen lassen musst, bis warmes aus der leitung kommt. weil sagen wir mal, du heizt mit gas, dann wäre der spareffekt schon weg, wenn du z.B. eine tasse voll in den kocher laufen lässt, dafür aber zwei tassen erst mal den abfluss runter gehen. weil du ja so die dreifache menge an wasser von dem was du tatsächlich brauchst erwärmst. in der praxis wird es auch schon keinen sinn mehr machen, wenn du nur eine tasse voll weglaufen lassen musst, weil da ja auch noch jede menge verlust drin steckt, den du beim wasserkcher nicht hast.

lg, Anna

PS: was wirklich sinn macht ist, wenn ihr einen gasherd habt, einen wasserkessel für diesen zu kaufen und das wasser für den tee auf dem gasherd zu machen.

Ich danke auch dir für die ausführliche Antwort!
Wie sieht das denn mit einem Induktionsherd im Vergleich aus? 
Gibt es da vielleicht Vor und Nachteile beim Erhitzen?

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@Butterfliege25

ein induktionskochfeld ist nichts anderes als ein wasserkocher mit trafo... die dinger haben oft unten lüfter eingebaut... frag dich mal warum :-) da ist der wasserkocher dann doch effektiver. - wenn auch nicht viel!

lg, Anna

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Kommt drauf an...

Defintiv ist es die teuerste und umweltschädlichste Methode, Wasser mit elektrischem Strom zu erwärmen. Insofern ist es erstmal sinnvoller, warmes Wasser zu nehmen.

Man muss dabei allerdings berücksichtigen, dass der energetische Vorteil dann verloren geht, wenn man das Wasser in einem elekrischen Boiler vorwärmt oder wenn man das Warmwasser erst ewig lange laufen lassen muss, bevor erwärmtes aus dem Hahn kommt.

Vielleicht hat hier einer Lust es dir im Detail auszurechnen! :D
Ich glaube aber, dass es keinen großen Unterschied macht. Selbst wenn du zuerst das Wasser aus der Leitung warm werden lässt, musst du die Energie die du beim Wasserkocher sparst, zur Erwärmung des Leitungswasser investieren.

Energie ist aber nicht gleich Energie. Die Umgebungsluft bei 20°C hat auch Energie, sie ist aber wertlos.

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@J0T4T4

Hast du sicherlich recht. Daher sage ich ja, irgendeiner sollte es mal ausrechnen. :D

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Kaltes Wasser. Ein Wasseekocher ist doch dazu da um Wasser zu erhitzen. Und der Stromverbrauch eines Wasseekochers ist wesentlich geringer und somit günstiger als beiapielawwise bei einem Durchlauferhitzer oder einem Untertischgerät.

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