Heiligabend Mittags?

5 Antworten

"Heiligabend" wird der 24. Dezember volkstümlich genannt. Das hat sich soweit verselbständigt, dass dieser Tag für die meisten Menschen Weihnachten darstellt.

Die Bezeichnung ist entstanden, da in der Liturgie der Kirche jeder Sonntag und jedes Hochfest (das sind Feste des höchsten Ranges) bereits am Vorabend mit der Vesper (Abendlob) beginnt. Mittlerweile liegt auf diesem Vorabend der Fokus des Brauchtums bei uns.

Liturgisch kommt das Weihnachtsfest aber erst so richtig in der Heiligen Nacht mit der Vigil (Nachtwache) in Fahrt. Deshalb feiern viele Christen in der Nacht gegen Mitternacht die Christmette (das ist die Weihnachtsmesse um Mitternacht). Wegen dieser Vigil hieß der 24. Dezember früher "Vigiltag von Weihnachten" und war ein strenger Fastentag bis zum Abend. In diesem Jahr ist der 24. Dezember bis zur ersten Weihnachtsvesper am frühen Abend einfach "Samstag der 4. Adventswoche" und bildet den Abschluss der Adventszeit. Am 25. Dezember ist dann das Hohe Weihnachtsfest, welches wie Ostern (und früher Pfingsten, etc.) acht Tage gefeiert wird (Oktav).  

"Heiligmittag" oder "Heiligmorgen" sagen zwar manche Leute, aber richtig ist das nicht.

Wir treffen uns zu Mittag am Heiligabend. Heiligabend wird der gesamte 24. Dezember in Deutschland bezeichnet.

Einfache Replik: Der ganze Tag gilt  als Heilig Abend. 

Nein, der ganze Tag schimpft sich "Heiligabend".

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