"Halti" bei der Hundeerziehung? Ja oder nein

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12 Antworten

Halti kann gut sein - Problem ist, dass viele es falsch anwenden und somit dem Hund (vor allem bei Welpen und Junghunden) Schaden zufügen. Es darf nur unter Anleitung benutzt werden.

Wenn man es aber z. B. hier empfiehlt wird es einfach von Leuten ausprobiert. Auch wenn man dazu schreibt "nur unter Anleitung eines geschulten Trainers..." probieren es die Leute einfach aus und das darf nicht sein.

Und daher würde ich das Halti nie empfehlen. Ich haben halt die Erfahrung gemacht, dass auch wenn die Leute unter Anleitung ein Halti benutzen, sie es oft alleine dann doch falsch machen.

Ich empfehle daher auch die Geschichte mit dem Richtungswechsel. Dauert länger, man muß konsequent sein und es ist anstrengend - aber es funktioniert und man kann dem Hund keine Schaden zufügen.

ich achte bei Empfehlungen immer darauf Dinge zu empfehlen, die nicht extrem schlimm sind, wenn sie falsch durchgeführt werden.

Auch wäre das Halti für mich immer nur das letzte Mittel der Wahl - wenn wirklich nichts anderes geht. Aber es gibt so viele Möglichkeiten die Leinenführung zu erlernen, dass ein Halti einfach nicht sein muß.

LG

Habe meine negative Meinung zum Halti mittlerweile geändert; es kann eine gute Sache sein, allerdings sollte der Hundehalter vor Gebrauch eine (erforderlichenfalls auch mehrere) gründliche Einweisung erhalten und unter Anleitung üben, niemals bitte aber im Alleingang.

Dennoch würde ich das Halti als letzte Lösung ansehen und es erst mit Clickertraining, Leckerlis und einem guten Leinenführigkeitsgeschirr probieren und üben, üben und nochmals üben, geduldige Konsequenz.

Wir benutzen das Halti Harness (http://www.pfoteonline.de/halti_harness.htm) und haben mit Clickertraining prima Erfolge bei der Leinenführigkeit erzielt. Unsere Hündin hat ziemlich schnell gemerkt, dass es an unserer Seite ganz toll ist.

Danke für Deine Antwort.

Cat

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Nichts gegen das Halti, bei richtiger Anwendung. Muss aber sagen, als langjähriger Borderbesitzer, dass man bei einem 4 Monaten jungen BC nun wirklich keine Hilfsmittel braucht, außer Leckerchen und ggf einen Clicker und evtl ein Spielzeug. Mit Ruhe und Geduld und vor allen Dingen mit klarer Körpersprache und immer den gleichen Kommandos, dazu die richtige Bestätigung zur richtigen Zeit und zwar in dem Augenblick, indem der Hund auch nur einem Schritt richtig macht, wird der BC richtig verknüpfen und versuchen,.es immer besser zu machen. Dieser Hund möchte gefallen.Viel Spaß beim Training, den das bringt mit so einem kooperativen Hund wirklich Spaß.

Danke für Deine Antwort. Aber ich muss Dich enttäuschen, es geht nicht um meine Hunde. Ich habe einen Chi und einen AmStaff. Beide sind bestens ausgebildet und brauchten noch nie einen Halti.

Ich habe den Halti als Möglichkeit, in einem Beitrag von mir, in Erwägung gezogen, und wollte wissen was andere User davon halten!

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Sorry, ich habe nicht dich angesprochen , sondern allgemein geschrieben. Du wolltest doch deine Aussage bei dem Borderhalter ggf korrigieren. Vielleicht machst du das ja, bevor der Hund negativ Erfahrungen macht. LG

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Klare Frage - Antwort:

Nein!

Das Halti (Kopfhalfter für Hunde) ist ein Hilfmittel welches generell nur unter Anleitung von gut geschulten Hundeverhaltens/trainingsspezialisten ZUR KORREKTUR von Problemverhalten - zeitlich begrenzt angewendet werden kann (nicht muss)

Wir Menschen versuchen uns alles bequem zu machen - Leinenführen generell mit Halti ist ein Armutszeugnis für den Hundehalter - speziell wenn es sich um Welpen bis dann Junghunde und Hunde bei diesem Halter handelt und nicht um traumatisierte Hunde.

Leinenführigkeit lernt Hund anders - mit der Methode "ich bin ein Fels" durch den Hundehalter

Das wird in guten, geprüften und ständig sich fortbildenden Einrichtungen zur Hundeerziehung & artgerechten, gewaltfreien Hundeführung gelehrt!!

Seit ca. 40 000 Jahren (mindetens) laufen Hunde mit Menschen. Bislang haben es die Menschen immer verstanden einen Hund auch - an Leine oder freilaufend - mitzuführen.

Nur Stiere, große Pferde, Kamele und Domedare führt man an Nasenringen oder "Halftern" um deren Kopf durch Drehbewegung aus der Vorwärtsbewegung zu nehmen.

Bedenke in Bruchteilen von Sekunden kann ein vorpreschender Hund (Menschliches Versagen, Unachtsamkeit) beim Führen durch ein Halti schweren Schaden an der Halswirbelsäule nehmen - Das Halti ist zum "normalen Führen des Hundes an der Leine" abzulehnen!

http://www.animal-team.de/seminare.htm#fuehren_eines_hundes

Du solltest besser Deinem Hund eine solche Ausbildung zum lässigen Leinenlaufen zukommen lassen!!

ibh-hundeschulen bitte auf Suchmaschine eingeben!

Hier findest du sehr gut ausgebildete & fortgebildete Trainer dafür in deiner Region!

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@YarlungTsangpo

Ich würde Dich doch bitten, meinen Beitrag genau durchzulesen, bevor Du antwortest!

Es geht nicht um meine Hunde!!! Meine ( Chi und AmStaff ) sind bestens ausgebildet, und hatten noch nie einen "Halti" oben. Ich habe es lediglich bei einer Frage eines anderen Users als Möglichkeit angegeben.

Der erste Teil Deines Beitrags ist okay, aber der Satz" Du solltest Deinem Hund besser eine solche Ausbildung zum lässigen Leinen laufen zukommen lassen!" ist/war völlig unnötig!

Ich wollte mich lediglich informieren was andere User davon halten, um dann meine Meinung gegebenenfalls zu ändern/verbessern!

Also bitte in Hinkunft keine Belehrungen! Meine sind bestens ausgebildet, und der AmStaff hat sogar eine Ausbildung zum Therapiehund absolviert, und arbeitet als solcher regelmäßig im Altenheim auf einer Demenzstation.

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@CrazyCat001

nun hast DU bei deinen ein halti benützt?? nein? warum preist du es dann an? ""hörensagen""?? bei der erziehung eines hundes sollte man DANACH nicht gehen.

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@karinnox

karinnox, ich würde eher positiv sehen, dass die Fragestellerin aufgrund der Reaktionen ins Grübeln gekommen ist und noch mal nachfragt. Klar, besser wäre gewesen, das zu tun, bevor sie solche Empfehlungen gibt, aber besser spät als nie.

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@CrazyCat001

Hallo Crazycat001,

Deinen Beitrag habe ich genauestens gelesen:

Man sollte seinem Hund besser eine solche Ausbildung zum laessigen Leinenlaufen zukommen lassen

-> Link

Und schon ist es richtig formuliert mit einer Empfehlung wie an der Leine gehen gelehrt werden sollte. Deiner Fragestellung entsprechend.

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ich würde es nicht verteufeln, bei bestimmten Hunden und mit richtiger Anwendung kann es wirklich effektiv sein! Allerdings will auch ich nochmal betonen das niemand ohne gründliche Einweisung damit arbeiten sollte!! Und es sollte nur eine Trainingseinheit über eine gewisse Zeit sein, nicht für immer angewandt werden!

Ich habe bei meinem Hund eine kurze Zeit ein Halti genutzt, aber nicht aus dem Grund weil er zieht, sondern weil bei uns in der Stadt ein Halti den Maulkorb bei Listenhunden ersetzen darf (totaler Irsinn aber ich fand die Variante besser als ein Maulkorb). Mitlerweile hat mein Hund zum Glück die Leinen- und Maulkorbbefreiuug :)

Hey, wir haben einen Dogge-Ridgeback Rüden er ist 1 1/2 Jahre, er zieht so stark an der Leine dass wir uns nach einem gespräch mit einem Hundetrainer für ein Halti enschieden haben (da war er ca. 1 Jahr alt). Natürlich haben wir den Hund zuerst an das Halti gewöhnt. Jetzt läuft er mitlerweil auch ohne Halti gut und ich bin der Meinung dass das mit auch durch das Halti ist. Ich hoffe ich konnte dir damit weiter helfen LG xXSunshine97Xx

Hallo Crazycat, die in den meisten Fällen gebräuchliche Anwendung eines Halties (ich gehe jetzt davon aus, dass du dieses von Dr. Mugfort entwickelte Teil meinst um die Schnauze!) macht schlicht und ergreifend keinen Sinn. Mal davon abgesehen, dass der Schnauzengriff in erster Linie äußersts selten gezeigt wird, kann er schonmal 2 Dinge gleichzeitig bedeuten: Spielaufforderung und "sagen wir mal Denkanstoß". Wenn du letzteres bewirken willst, dann muss man sich fragen. Was will man damit erreichen? Ein Hund der ander Leine zieht, zieht entweder, weil er noch nicht gelernt hat worum es geht, weil er zu aufgeregt ist um zu denken, weil verschiedene Dinge negativ verknüpft sind (verursacht irgendwann durch den Menschen), oder weil Menschen es ihm schlicht und ergreifend "beigebracht" haben, dass sich Ziehen lohnt. Die Einzige Anwendung des Halties, die Sinn machen würde, wäre also: Hund tut etwas, ich "kündige eine Strafe an", er reagiert nicht und ich ziehe am Haltie. Das ist aber eindeutig eine Strafmaßnahme, die submissives Verhalten nach sich ziehen muss. Also, Hund wendet den Kopf ab, geht auf Distanz u.u.u. Blos blöderweise ist es gerade das, was wir ja eigentlich nicht wollen!! Fällt der Groschen? Jetzt reden wir aber noch von der "vollkommen korrekten zeitgenauen Anwendung" die sowieso kein Mensch anwendet od. kann. Die Anwendung des Halties führt also summa summarum nur zur Verschlechterung der Beziehung. Es gibt sicherlich ein paar Ausnahmen , wo es als Sicherheitsmaßnahme eingesetzt wird. Aber das sind nur seeeehr wenig Ausnahmefälle und schon gar nicht beim ziehen. Ich habe in der Vergangenheit - leider wusste ich es da noch nicht besser - auch mal ein Halti anwenden wollen. Mein Hund hatte es dran, schlug Purzelbäume und hat es innerhalb von einer halben Minute geschafft, es durchzubeißen. Manche Hunde dulden keine "ungerechte Kommunikation", sie reagieren dann mit Aggression , Stress, oder Sturheit. Bei denen würdest du sowieso nur das absolute Gegenteil bewirken. Bei den anderen ist eine Leinenführigkeit anders genauso gut zu erreichen und ist einfach unfair.

Danke für Deine Antwort.

Cat

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Clickertraining funktioniert nur bei kooperativen Rassen. Halti richtig angewendet ist eine gute Sache, erfordert aber volle Konzentration und das Handling von zwei Leinen, damit sind manche Leute schon überfordert. Leider auch einige Trainer, da habe ich schon unschöne Sachen gesehen.

Was sind denn kooperative bzw nicht kooperative Rassen? Man kann mit jedem Hund mit dem Clicker arbeiten.

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Habe hier mal reingeschaut: http://www.polar-chat.de/topic_13132.html

Der Tenor der Diskussion ist: Begrenzt und fachgerecht angewandt ist es eine gute Unterstützung, sollte aber nicht nur aus Bequemlichkeit Dauerhaft her genommen werden!

Danke für Deine Antwort.

Cat

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Hallo, ich bedaure, dass dieses Gerät frei verkäuflich ist und vor allem noch von irgendwelchen quoteng*len Hundegurufuzzis à la Rütter propagiert werden, ohne auf Gefahren durch falsche Handhabung hinzuweisen oder wenigstens eine vernünftige Anleitung mitzuliefern. Ohne professionelle Anleitung gehört so ein Teil nicht in die Hände von Laien.

Ich selber habe mit meiner Hündin ca. 2 Jahre lang mit dem Halti gearbeitet. Dabei waren erst mal 2 Monate positive Eingewöhnung unter der Anleitung einer erfahrenen Hundetrainerin. Und dann habe ich tatsächlich HaltiTRAINING gemacht, sprich zweimal pro Woche Einheiten von max. 20 min. Ich habe eine Problemhündin, und da war das Training die letzte Option. Ich konnte es irgendwann mal beenden, weil der Trainingserfolg so gut war, dass das Trainierte nun auch ohne Hilfsmittel klappt. Aber es ging dabei nicht um Leineziehen, sondern darum, dass die Hündin bei totalen Ausrastern nicht mehr ansprechbar war, auf den Reiz des Halti aber irgendwann reagierte. Das Leineziehen ist eine Sache, insbesondere bei so einem jungen Hund, für die ein solches Hilfsmittel beim besten Willen nicht angesagt ist. Da ist ein vernünftiges Leinenführigkeitstraining die richtige Wahl.

Das Halti war bei unserer Hündin damals klassisch konditioniert, sprich es ist wie die Pawlowschen Lampen (oder waren es Glocken?) ins Unterbewußtsein eingedrungen. Heute bin ich an dieser Stelle weiter. Ich benutze dafür auch den Clicker, der ebenfalls so klassisch konditioniert wurde, dass er im Falle eines Ausrasters ins Unterbewußtsein dringt und so ein positives Gefühl auslöst, was den Hund aus seiner 'geistigen Erstarrung' löst und ihn wieder befähigt, auf seine Umwelt zu reagieren.

Fazit: Halti nur unter fachlicher Anleitung und NIEMALS mit Halsband (Genickbruchgefahr!!!) und nur für ganz schwierige Fälle. Es ist genauso wenig Allheilmittel wie Wurfdiscs o.ä.

Super Statement! Genau so einen Fall habe ich in meiner o.g. Antwort z.B. gemeint. Gut, dass du es noch so detailliert beschrieben hast.

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Ich finde Deine Antwort wirklich gut, und ausführlich erklärt. Wegen Genickbruchgefahr magst Du recht haben, aber weißt Du wieviele Hunde eine Kehlkopfquetschung erleiden, weil viele Hundebesitzer mit einem normalen Halsband nicht klar kommen!

Wir hatten so ein bedauernswertes Wesen in unserer Obhut. Bei jeglicher Anstrengung lief die Zunge violett an, und das bis zu seinem Lebensende.

Für mich wird immer deutlicher. Klar, dass JEDER Hundehalter verpflichtend einen Sachkundenachweis erbringen sollt, damit solche Dinge nicht mehr passieren.

Für Deine Antwort gebe ich meinen Daumen gerne hoch.

Cat

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@CrazyCat001

Die ausführliche Antwort ist lesenswert....

Kehlkopfverletzungen kommen nicht vor wenn man ein gut sitzendes Brustgeschirr generell zum Laufen an der Leine verwendet.

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Ich halte überhaupt nichts vom "Halti". In den Händen von Laien führen Haltis so gut wie immer zu Tierquälerei. Finger weg davon!

Einen Hund zur Leinenführigkeit zu erziehen, das geht am besten, indem man jedes Mal, wenn der Hund sich am Leinenführer vorbeischiebt, konsequent stehenbleibt. Bordercollies sind clevere Hunde, die haben das in nullkommanix raus, dass es nur dann vorwärtsgeht, wenn die Leine locker bleibt und sie sich nach ihrem Leinenführer richten.

Ich halte davon nichts,hab selber zwei Hunde,davon eine 30kg Hündin und die zieht manchmal auch,wenn ihr irgendein Geruch zusagt...

Danke für Deine Antwort. Könntest Du mir sagen, warum Du den " Halti" ablehnst? Ich hätte gerne gewusst, was falsch daran ist.

Cat

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@CrazyCat001

Naja,ich stell es mir schmerzhaft vor,wenn man daran zieht,und die Gelenke nach hinten zerrt,oder in den Achseln des Hundes zerrt...Ein Leckerli in der geschlossenen Hand(von dem der Hund weiß),wirkt da mehr,denk ich...

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@MarmeladeXXL

Ein Halti ist ein Kopfhalfter, und daran zerren wäre eine unsachgemäße Handhabung. Der Kopfhalfter soll nicht zur manuellen Korrektur durch den Hundeführer verwendet werden. Wenn der Hund zu ziehen beginnt, dann übt der Teil, der auf dem Nasenrücken aufliegt, leichten Druck aus, und der Hund verlangsamt von selbst sein Tempo.

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@MarmeladeXXL

@ Marmelade .... tja , so ist es eben wenn man nicht weiß worüber man schreibt !

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Es ist aber doch auch nicht gut, sich von einer 30kg-Hundedamen durch die Gegend ziehen zu lassen. Habe mal mit meinem Hund so ein Erlebnis gehabt. Nicht mein Hund hat so gezogen, sondern der einer Dame an der Bushaltestelle. Ich konnte mich grad noch mit meinem Hund in den Bus retten, da dieser kräftige Hund mit Frauli am anderen Ende der Leine nicht schnell genug war. Aber er hat sie einmal quer über die Wiese gezogen. So was kann nicht sein!

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@tinafritz1992

Nee-nee,durch die Gegend zerrt sie mich nicht,vorher lieg ich schon im Dreck..;o)...Aber was solls....

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@MarmeladeXXL

Das ist jetzt nicht Dein Ernst :-(

Wenn Du so einen großen Hund hast, dann solltest Du körperlich und geistig in der Lage sein diesen zu führen.

Bei dieser Aussage, muss ich annehmen, dass Ersteres nicht zutrifft.

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@CrazyCat001

Och du, unsere 30-kg-Dame hat einen ausgewachsenen Mann mit über 100 kg aus den Angeln gehoben, als sie mal in einem Augenblick der Unachtsamkeit von 0 auf 100 beschleunigte.

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@bignose

Och meine 27 kg leichte Lady hat mich an der 5 m Leine einfach langgelegt....wie ein Baum bin ich umgekippt ... Da war am Waldrand irgendwas und die "Kleine" legte mit Schmackes los.... ;-)

Nun gibts da noch Hunde welche bis 70 kg wiegen und einen Speed haben den niemand "haelt" Speziell bei solchen "Gelegenheiten" ist ein Halti, oder ein Halsband einfach gefährlich - fuer den Hund.

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