Haben Tiere Lebensziele oder langfristige Ziele?

11 Antworten

Tiere in Zoos zu beobachten ist etwas Anderes als sie im natürlichen Lebensraum zu beobachten. Das Ziel eines jeden Tieres ist in erster Linie das Überleben. Selbst die Stämme mancher Urvölker und auch die frühen Menschen mussten sich in erster Linie darum kümmern zu überleben. Das Überleben ist der wichtigste Punkt. Zum Überleben gehört zwangsweise die Aufnahme von Nahrung. Im Freiland müssen Tiere das Futter suchen, das fällt im Zoo weg da sie ausreichend gefüttert werden. Deswegen liegen Zootiere sonst die meiste Zeit faul herum, das spart schlichtweg Energie. Die Nahrungssuche beansprucht einen Großteil im Leben eines Tieres.

An zweiter Stelle steht die Reproduktion. Diese können Tiere aber nur erfolgreich praktizieren wenn genügend Futter vorhanden ist.

Das sind die Ziele der Tiere.

Das sich Menschen Ziele setzen geht einher mit unserem jetzigen Wohlstand. Würden wir in einem Krisengebiet, beziehungsweise im Krieg leben, so würden wir uns in erster Linie mit dem Überleben beschäftigen. Unsere eigentlichen Instinkte würden dann von denen der Tiere nicht sonderlich abweichen, da wir uns dann in erster Linie auf die Suche nach Nahrung und der Flucht vor Gefahren beschäftigen würden. Man würde sich keine Gedanken über zukünftige Ziele machen, da das Hier und Jetzt von Bedeutung ist.

Eher unfreiwillige "Lebenswerke" wie die Hündin Laika zB.: http://mobil.stern.de/wissen/technik/50-jahre-weltraumhuendin-laika-der-qualvolle-tod-der-bellenden-heldin-601612.html

Ansonsten Überleben, Erhaltung der Art, Anpassung an veränderte Lebensbedingungen. Finde, das sind schon hehre Ziele für manche Tierarten und bei solch einem Gegenspieler wie dem Menschen gar nicht so einfach bis unmöglich.

Übrigens sind die Tiere im Zoo meist solche, die schon in Gefangenschaft geboren wurden. Die werden dann nur unter den vielen Zoos weltweit getauscht. Was glaubst Du, wie das wäre, würde man wildlebende Tiere einfangen und einsperren? Hatte mal ausversehen eine wilde Katze (EKH) in der Lebendfalle und gedacht, es sei die Gastkatze, die mir fünf Wochen vorher abgehauen war ... schön gefreut, rein in die guteStube und Tür der Falle auf. Fünf Sekunden später war die gesamte Bude umdekoriert, die Katze ist wie ein Flummi durchs Haus geschossen , bis sie endlich die wieder geöffnete Tür entdeckte. Ich glaube also, auch im Zoo würde das nicht anders sein. Für diese Tiere wäre es mittelfristiges Ziel, sich aus den Fängen der Menschen zu befreien. Das würde nicht so aussehen wie bei den von Dir beobachteten lethargischen gelangweilten Zoobewohnern ... aber das nur nebenbei.

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@aotearoa01

Aber auch die ersten Zootiere wurden irgendwann mal eingefangen.

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@aotearoa01

Nicht jedes Tier hat so ein Temperament, wie die von dir gefangene Katze.
Wenn sie merken, dass jeden Tag Futter da ist und sie nicht mehr stundenlang dafür suchen oder jagen müssen, könnte es einigen im Zoo sogar gefallen.
Kia Ora.

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Bei den Tieren geht es tatsächlich landfristig um Überleben und Fortpflanzung / Arterhaltung.

Die Tiere können sich jetzt nicht wirklich Ziele setzen wie wir es machen können. Sie haben aber auch Instinkte, die man als Ziel bezeichnen kann z. B. beim Eichhörnchen genügend Nahrung für den Winter vergraben. Es ist einerseits ein Instinkt aber auch wiederrum ein Ziel, denn das Eichhörnchen macht es zum Überleben. Also würde ich dazu sagen: Ja, haben sie, aber nur in bestimmten Maße und in einem bestimmtem Blickwinkel.

Hallo,

warum schaffen Menschen denn etwas Bleibendes? Weil sie sich unsterblich machen wollen z.B., weil sie das Gefühl haben, nur dann wäre das Leben lebenswert, weil sie ehrgeizig sind, nach Ruhm streben, etwas Besonderes sein wollen und und und

Solches Denken und solche Gefühle kennen Tiere nicht - bei ihnen dreht sich alles nur um zwei Dinge: überleben und Arterhaltung. Damit haben sie ausreichend und genug zu tun. DAS ist ihr Lebenswerk.

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