Habe ich das Asperger Syndrom oder habe ich nur Autistische Züge?

yen - (Autismus, asperger) yen - (Autismus, asperger)

9 Antworten

Kann sehr gut sein, überlege dir ob du die Diagnose haben willst / brauchst und wenn ja würde ich dir empfehlen zu einem Psychologen zu gehen. 

Habe selber asperger, erkenne vieles wieder. Hast du schlafprobleme, bist du beim Essen wählerisch (wird dir z.b. von bestimmten Sachen auf eine Art ein bisschen übel im Hals), bist du lichtempfindlich ? Bist du Wärme/Kälte über/unterempfindlich ? Bist du hochbegabt/gut in Mathe/hast ein außergewöhnliches langzeitgedächtnis ?

Also ich habe eine sehr schwere Kindheit, die ich fast komplett vergessen habe oder mich nur noch an weniges erinnere und war bis ich 16 war immer in Therapie. Ich wusste als Kind nie, wieso ich in einer Therapie bin (oder ich habs vergessen, wie das meiste meiner Kindheit), aber bin dann irgendwann auf ein Buch meiner Oma gestoßen, das sie Handschriftlich geführt hatte, bis ich 14 Jahre alt war. Darin standen so gut wie sie konnte alle "Schweren" und "Schlimmen" Momente meines Lebens und einerseits konnte ich über das Buch und meine dumme Kindheit lachen, andererseits musste ich bei vielem aber auch heulen.

Bis ich 12 Jahre alt war, hatte ich ca. 3-4 Freundinnen und als ich in der Grundschule war, war ich so beliebt, das ich mit 10 von den 13 anderen Mädels meiner Klasse immer gespielt und mich mit ihnen getroffen hatte. Danach wurde ich leider, aus mir damals noch recht unerklärten Gründen zum Aussenseiter erklärt. Viele Schüler aus den anderen Klassen wussten, das ich in meiner Klasse ausgegrenzt wurde und wollten meine Freunde werden, aber ich vertraute ihnen nicht und so hatte ich bis zur 10ten Klasse nur noch 1 Freundin, welche danach nie Zeit mehr für mich hatte, da sie eine Ausbildung anfing und ich aber aufs Berufskolleg weiter zur Schule ging. Ich war auf dem Berufskolleg, wo ich 2 Jahr hin ging, zwar in einer sehr Netten Klasse, aber da dies alles nur Stubenhocker oder Handysüchtige waren, traf sich da nie jemand mit einem aus der Klasse und wenn sie mal in der Pause miteinander redeten, dann hieß es nur: "Ey macht einer gerade auch den Führerschein und kann mir helfen?" oder: "Ey, kann ich mal bei wem die Hausaufgaben abschreiben?" und so weiter... 

Danach war ich komischerweise übertrieben erleichtert, als ich die Schule hinter mir hatte, doch leider bekam ich keinen Ausbildungsplatz und so steckte mich nach 2 Jahren der Elendigen nie Enden wollen zu scheinenden Jobsuche, das Arbeitsamt in eine Einrichtung in der man zur Schule geht, eine Aisbuldung macht und auch wohnt. Dort bin ich mit normalen Jugendlichen/Jungen Erwachsenen und aber auch Behinderten Jugendlichen/Jungen Erwachsenen (darunter viele Autisten) zusamen und die Idee vom Jobcenter/Arbeitsamt, mich da hinein zu stecken, war, das ich angeblich nie einen Ausbildungsplatz bekommen würde, da die Frau vom Jobcenter das irgendwie "riechen" konnte, das ich nicht "normal" laut ihr sei. 

So dann hat sie mich gebeten ich solle erst mal zu einem Psychologen, der mir ein Gutachten über mich erstellt und der hatte einen extremst vollen Ordner voll Unterlagen bekommen, den meine Mama angelegt hatte, von dem ich nicht wusste das es den gibt, aber woa ich hab echt meine ganze Kindheit verdrängt, als ich den Ordner durchgelesen habe... (Alles so Behördenbriefe wie Gericht, Jugendamt, Finanzamt,... und Briefe vom Kinderarzt und der Polizei etc.) und dann bekam ich einen Bericht vom Psychologen ausgehändigt und er meinte so: "Du bist zwar nicht wirklich Autist, könntest es aber sein. Ich sag mal A-Typischer Autismus"  und durch diesen Befund, den ich dann auch Schriftlich hatte, wurde ich vom Jobcenter/Arbeitsamt dahin geschickt, wo ich nun Arbeite und Wochentags wohne.

Bis dahin dachte ich, das ich einfach nur ein Normaler Mensch mit evtl. damals einfach nur den falschen Klassenkameraden (Die waren in meiner Klasse fast alle voll Assi). Und seit diesem Befund vom Psychologen, sag ich, wenn mir jemand wieder mal doof kommt dann einfach: "Na und, ich bin halt Autist, wen juckt das schon, was du über mich denkst!"

Es sieht bei Autismus soweit ich weiß so aus, das man  das irgendwie in 4 Kategorien einteilen kann. Es gibt die Variante, dort weiß man von klein auf, das da was nicht stimmt und man ist sehr verschlossen, redet nicht viel, traut sich nicht viel zu, mag andere Menschen nicht so wirklich und traut nur wenigen Menschen und wird nur sehr langsam offener und kann evtl. dadurch schlecht in der Schule sein. Dann gibt es die Version, in der ich drin stecke: Man ist offensichtlich normal, aber das nicht immer, merkt es meistens aber selber fast nicht und kapiert daher nicht, wenn andere einen Mobben, wieso das so ist, da man ja denkt, man hätte sich immer normal verhalten. Manchmal hat man da auch kleinere Ticks und komische Angewohnheiten (ich habe früher gerne mal Kugelschreiber auseinander gebaut und so lange neu zusammen gebaut, bis sie nicht mehr gingen...). Dann gibt es noch die, die sehr Schlau sind, aber dafür in anderen Bereichen trotz alle dem nicht gut sind. Als Beispiel währe da auf der Arbeit einer, der ist Asperger und sehr gut in allem was mit Lesen, schreiben und Biologie zu tun hat, dennoch hat der Dyskalkulie und kann nicht mal das 1x1. Zudem braucht manchmal etwas, wenn er was erklären muss, redet, aber dennoch sehr viel und hat auch sehr viele Freunde. Und dann gäbs da noch die, die in ihrer eigenen Welt leben und immer und alles so schlimm finden, das sie gerne mal öfters rumbrüllen und sich von der Außenwelt fast komplett abschotten...

Ich hoffe mal, das ich dir irgendwie helfen konnte, ansonsten weiß ich auch nicht weiter...

Ich finde dich eher ganz normal.

Beim Autismus in jeder Form (neurologische Störung), kann die Person Reize nicht filtern. Durch diese Reizüberflutung flüchten sich Autisten in Extreme, wie laute Musik oder absolute Stille, Hauptsache nur ein Reiz oder die Vermeidung solcher. Außerdem sind Veränderungen schrecklich, da auch das nicht vom Gehirn gefiltert wird.

Der Asperger ist zumindest dadurch geistig weniger gehandicapped und in der Lage sich durch starke Konzentration auf eine Sache, auf die er immer zurückgreifen kann oder feste Routinen, sich soweit von der Umwelt abzuschotten, um ein normales Leben zu führen.

Die schwächste Form ist wahrscheinlich das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ohne Hyperaktivität), denn das Gehirn filtert auch hier nicht sauber und man ist nicht in der Lage, sich vollkommen von umgebenden Reizen abzuschotten.

Wem die Erklärung nicht passt... Das habe ich von jemandem, der sich damit auskennt/mit Autisten arbeitet und es mal für Nichtbetroffene erklärt hat. Ich fand es ziemlich gut gemacht, sodass es wirklich jeder versteht.  

Dass mit lärm habe ich vergessen zu erwähnen. Aber jetzt hast du mir gezeigt wie wichtig es ist zu erwähnen dass ich nicht Lärm mag.

Hier: Ich gehe nie auf Fetivals, Konzerte, oder was auch immer, aus dem Grund, dass mich mal ein Freund von meinem kleinen Bruder der ist etwas älter als ich ist mich mal kurz bei einer Party mit reingeschmuggelt und ich hatte eine solche Angst vor allem, was auch der grund dafür ist, dass nicht mehr auf solche Veranstaltungen  gehe. Aber wie gesagt, ich habe einiges nicht erwähnt.

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Lärm mag niemand :p
Auf Festivals etc. und allgemein dahin wo es laut aus allen Richtungen ist gehe ich auch nicht, bzw. nur sehr ungern, aber ich bin kein Autist.

Allgemein finde ich eher, dass du ein sehr kreativer Mensch mit ausgeprägter Fantasie zu sein scheinst!

Ansonsten kann dir ein Arzt weiterhelfen. Ich tippe eher auf ADS als auf Autismus. Das Problem habe ich nämlich auch und finde dich eben nicht speziell. 😂

Viel Glück und stell dich mal einem Arzt vor.

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Ads scheint mir bei ihm nicht passend.

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Das kann sein, bestätigen kann das aber nur ein Arzt. Du scheinst allerdings wirklich eine künstlerische Begabung zu haben, sieht echt super aus ^^ 

Vielen Dank!

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Ich verstehe solche Fragestellungen nicht, die hier immer wieder auftauchen. Du stellst diese ellenlange Frage um die Mittagszeit. Du hättest nach ein paar Minuten sicher mehrere Fachärzte oder Autismuszentren ausfindig machen können, anrufen und einen Termin vereinbaren, stattdessen sitzt man passiv vorm Rechner und wartet was Laien in die Tastatur tippen.

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