Gute und schlechte Aspekte von Paris?

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Gute Aspekte: In Paris gibt es auch abseits der allseits bekannten Sehenswürdigkeiten viel zu entdecken. Es gibt nicht nur den Louvre, sondern auch eine Vielzahl kleinerer, aber exzellent bestückter und geführter Museen zu verschiedenen Kunstrichtungen und Themen. Wer es wagt, die Touristenpfade etwas zu verlassen und auch einmal nach rechts und links zu sehen und durch kleinere Gassen zu spazieren, wird reich belohnt.

Paris ist teuer, ja, aber wer die Augen offen hält und schaut, wo die Franzosen ihr Mittag- oder Abendessen zu sich nehmen, findet preisgünstige Bistros und Crêperien, wo man erstklassig essen kann, ohne dabei arm zu werden. Das gilt auch für andere Einkaufsmöglichkeiten. Wer natürlich nur die Geschäfte (in Neudeutsch auch Flagship-Stores genannt) der großen Modeschöpfer auf den Prachtboulevards besucht, wird sich kaum etwas leisten können. Dabei gibt es viele nette Läden, wo man durchaus Ware mit typisch französischem Chic zu moderaten Preisen erstehen kann. Paris ist außerdem Weltmeister in Sachen Secondhand. Mit etwas Glück, Zeit und Geduld findet man dort kaum oder nicht getragene Markenware zu einem Drittel oder Viertel des ursprünglichen Preises. Ich habe zuletzt ein Chanel-Ballkleid gekauft, auf dem noch das original Preisschild drauf war und das völlig neu war! 

Sonst ist es schön, sich auf die Pariser Lebensart einzulassen und das besondere Flair der Stadt auf sich wirken zu lassen. Um Paris kennenzulernen, braucht es ein bisschen Zeit. Es bringt nichts, in drei Tagen alle Sehenswürdigkeiten abzuklappern, sich über lange Wartezeiten und hohe Eintrittspreise zu ärgern. Besser ist es, sich drei oder höchstens vier Fixpunkte herauszusuchen und sich darauf gut vorzubereiten. Es gibt fast überall online-Anmeldungen und Preisvergünstigen, nur muss man zuerst danach suchen. Wer von Falle zu Falle stolpert, darf sich dann nicht beschweren!

Was die Touristen-Abzocke betrifft,  so ist sie in Paris nicht schlimmer als in anderen Großstädten - siehe meinen Kommentar weiter unten. 

Natürlich gibt es Bezirke, die man besser meiden sollte, aber auch das ist nicht schlimmer als in vergleichbaren anderen Großstädten. Wenn man sich vor Reiseantritt ausführlich einliest und informiert, gibt es nichts zu befürchten. Derzeit muss man mit verstärkten Polizeikontrollen und Sicherheitsvorkehrungen beim Eiffelturm, dem Louvre, etc. rechnen. Das sollte aber kein Grund zur Beschwerde sein, dient es doch der Sicherheit aller.

Auch für das Kapitel Armut gilt nichts anderes, als in anderen Städten dieser Größe auch. Das Problem ist überall das selbe - schlechte Ausbildung, hohe (Jugend-)Arbeitslosigkeit, etc. Die Statistiken lassen sich aber alle vergleichen, die Schweiz einmal ausgenommen.

Alles in allem ist Paris aber immer eine Reise wert und wer bereit ist, sich auf diese wunderbare Stadt einzulassen, wird auch keine Probleme bekommen. Was die Pariser nicht ausstehen können: Besserwisserei, Nörgelei, Großkotzigkeit, schlechtes Benehmen, unpassend gekleidete Menschen. Da werden sie schnell stur und verschlossen. Wer sich aber wie ein Gast benimmt, nicht voraussetzt, jeder müsse Deutsch verstehen, nicht laut und unhöflich ist, der wird freundlich aufgenommen und der wird auch Hilfsbereitschaft kennenlernen.

Hast du noch spezifische Fragen, die man nicht ergoogeln kann? Ich werde mich bemühen, sie zu beantworten. Ach ja, ich lebe meistens 6 bis 8 Monate des Jahres in Paris.......

Liebe Grüße!

Erstmal vielen vielen Dank für diese ausführliche Antwort! Im Moment scheint es so als wären alle Fragen beantwortet :) Ich melde mich falls ich noch was brauch :D Liebe Grüße!

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Ich hätte doch noch etwas :D Welche Sprachen werden in Paris am meisten gesprochen? Bei meinen Nachforschungen kam Chinesisch aufgrund von diesem Chinatown raus welches ja in Paris liegt und natürlich Französisch.

Liebe Grüße!

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@Nicolai2001

Die Franzosen sprechen schon aus Prinzip nur ihre eigene Sprache, also Französisch. Die meisten hatten in der Schule auch Englisch und Spanisch. Wenn man sich bemüht, wenigstens ein paar Wörter Französisch zu radebrechen, sind sie sehr nett und springen einem auch mit Englisch bei. Nur wenn man gleich voraussetzt, sie würden Englisch oder gar Deutsch mit einem sprechen, werden sie stur. Bei den großen Sehenswürdigkeiten gibt es allerdings immer mehrsprachige Angestellte. Auch viele Polizisten und Militärs sprechen zumindest Englisch. Sie tragen praktischerweise Anstecktafeln mit den Sprachen, die sie beherrschen. 

Achtung bitte, "Chinatown" wird in Paris nicht gern gehört. Es ist das Quartier asiatique oder Quartier des Olympiades im 13. Arrondissement und wird von Menschen aus Kambodscha, Laos, Vietnam, China sowie Französisch-Polynesien und Französisch-Guyana bewohnt. Zuletzt wurden 250.000 Einwohner gezählt. Dass viele Franzosen eine dieser Sprachen oder vermehrt Chinesisch sprechen würden, habe ich noch nie gehört. Es gibt zwar an Wirtschaftsschultypen das Angebot, Chinesisch zu wählen, es wird aber nicht besonders gut angenommen.

Liebe Grüße!

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Gut: exzellente Shoppingmöglichkeiten, Hauptstadt der Mode, weltberühmte Museen

Schlecht: sehr teuer, Abzocke von Touristen, Kitsch

Gut: Viele historische Attraktionen, Flair, französische Lebensart.

Schlecht: Saumäßig dreckige Stadt, kaum noch Franzosen als Einwohner, Kriminalität und soziale Probleme.

Das hilft mir schon einmal extrem weiter! Vielen Dank!

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"Saumäßig dreckige Stadt"

Blödsinn, die Bürgersteige sind sauberer als in einer deutschen Provinzstadt und werden täglich gereinigt.

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@barfussjim

Paris ist weder dreckig, noch wohnen kaum noch Franzosen dort! Wo hast Du denn den Unsinn her? Paris ist eine Großstadt, in der es die selben Probleme gibt, wie in jeder anderen Großstadt auch! Die Kriminalitätsrate liegt übrigens laut neuester Statistik hinter der von Berlin!!!

Natürlich gibt es Problembezirke, in denen hauptsächlich Ausländer mit niedrigem Bildungsgrad und höher Kriminalität wohnen, aber die gibt es, wie gesagt, in jeder Großstadt! Da ist es völlig egal, ob du London, Madrid, Berlin oder Wien beschreiben sollst.

Touristen werden ebenfalls überall abgezockt, sofern sie sich vorher nicht ausführlich über die Stadt - wieder egal, welche! - informiert haben und nicht wenigstens Grundkenntnisse der Landessprache haben. Wer nur auf den ausgetretenen Touristenpfaden latscht und dort in die erstbesten Touristenlokale fällt, ist selbst schuld, wenn er abgezockt wird! 

Auf diese Weise eine Stadt beschreiben zu wollen, ist unrichtig und primitiv. Damit ist dem Fragesteller nicht wirklich geholfen, sondern hilft nur, dumme und unrichtige Klischees zu verbreiten!

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