Global denken, lokal handeln?

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Global denken lokal handeln.

Bei allem was ich in punkto wirtschaftsaktivität oder Umweltschutz/verbrauch unternehme muss ich immer auch an die Folgen für die Anderen denken. Wenn ich z.B. Umweltgifte einsetze könnte es sein, dass auch die Menschen in Tcheschien oder Frankreich geschädigt werden. und eines Tages sogar die in Afrika oder China. Der Neubau der Atomkraftwerke wird in der Bundesrepublik nach den Erfahrungen aus Tchernobil (Kernschmelze mit Verstrahlung halb Europas) deshalb nicht mehr betrieben. Man denkt global und handelt lokal.

Naja, "lokal" bedeutet eigentlich nicht Bundesrepublik Deutschland, sondern noch viel kleiner, also Gemeinden oder Kreise!

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Wenn ich zum Beispiel global denke, stell ich mir den kaffeebauern in Afrika oder sonstwo vor, der für einen Minilohn harte Arbeit leisten muß, daß wir billigen Kaffee bekommen und die Kaffeehändler trotzdem noch genügend verdienen. Lokal handeln in diesem Fall tu ich dann, wenn ich meinen Kaffee zum Beispiel bei FairTrade kaufe, wo ich sicher sein kann, daß der Kaffeebauer genügend Geld bekommt, so daß er auch wirklich davon leben kann. Kostet dann ein wenig mehr, aber wenn man mal von sich selber ausgeht, man will ja auch von seiner Arbeit leben können.

In fast allem (Klima, Finanzwesen, Religionen, Politik, ....) und in fast jeder Position (Haushalt, Beruf, ...) kann der Einzelne nur lokal handeln und Wirkung erzielen – aber, wenn alle lokal sinnvoll handeln wirkt sich das global positiv aus.

Dieser Satz ist eigentlich das Motto von nachhaltiger, regionaler Wirtschaft. Es geht dabei darum, etwas gegen die globalen Probleme zu tun, wie z.B. Klimawandel, aber dies eben zunächst auf regionaler Ebene. Ja, wenn wir schon dabei sind: Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen so schonend zu behandeln, dass auch die nächsten Generationen genauso viel davon haben, wie wir. Also z.B. in der Forstwirtschaft bedeutet das, dass ein Wald nur soweit abgeholzt wird, wie Bäume gleichzeitig nachwachsen. "Global denken, lokal handeln" bedeutet also, vor der eigenen Haustür gegen globale Probleme zu handeln, in dem Sinne, dass wenn sich jeder Gemeinde, bzw. jeder kreis um seine eigenen Umwelt-/sozialprobleme kümmert, hat man schon viel erreicht! Um dies zu erreichen, gibt es die Lokale Agenda 21.

Heh Sonnensiegel, hier ein Beispiel zur Illustration (Veranschaulichung): Wer an die (globale) Umweltproblematik denkt, kann lokal (z.B. in dem er Produkte aus der Region kauft, die nicht energieintesnsiv um die halbe Erde gekarrt wurden) handeln und einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass sich die Situation nicht unnötig verschärft. Wenn Du in Hamburg wohnst kannst Du Deiner Mutti sagen, dass die Milch fürs Müsli nicht aus Weihenstephan kommen muss, da hast Du auch was beigetragen. Aber vielleicht recherchierst Du mal Deine Hausaufgaben selbst und liest ein bißchen, dass hilft Dir vielleicht auch bei deiner Rechtschreibschwäche. Beste Grüsse

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