Glaubt ihr, dass es den Teufel gibt?

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Hallo Koala41,

viele glauben heutzutage zwar, der Teufel sei entweder ein Fabelwesen oder das Prinzip des Bösen. Die Bibel zeigt jedoch, dass es sich bei ihm um eine reale Person handelt. Dort wird er allerdings nicht als ein gehörntes Wesen mit Schwanz und Mistgabel beschrieben, der Menschen in einer Feuerhölle quält. Diese Vorstellungen entstammen eher der griechischen Mythologie. Die Frage ist natürlich, warum es überhaupt einen Satan gibt und woher er kommt.

Auch wenn von Gott alles Leben stammt, hat er dennoch niemanden erschaffen, der böse ist. So heißt es in der Bibel über Gott: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Derjenige, der zu Satan wurde, war ursprünglich einer der vielen treuen Engel Gottes. Wie alle intelligenten Geschöpfe, besitzen auch Engel einen freien Willen, was natürlich auch die Möglichkeit einschließt, sich gegen Gott zu stellen. Das tat auch einer dieser Engel, der in seinem Herzen den Wunsch aufkommen ließ, selbst angebetet zu werden. Er setzte diesen Wunsch in die Tat um, als er die ersten Menschen dazu verleitete, auf ihn zu hören, statt auf Gott. Dadurch machte er sich selbst zu Satan, denn dieser Name bedeutet in Wirklichkeit  "Widersacher". Dass es sich bei ihm um ein real existierendes Wesen handelt, zeigt auch Jesus Christus, der von ihm als von dem "Herrscher dieser Welt" sprach (Johannes 12:31).

Außerdem zeigt eine Begebenheit aus dem Leben Jesu, dass Satan eine Person ist und nicht lediglich das Böse verkörpert. Der Bibelbericht sagt: "Dann wurde Jesus vom Geist in die Wildnis hinaufgeführt, um vom Teufel versucht zu werden. Nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Auch kam der VERSUCHER und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage diesen Steinen, dass sie Brote werden.“ Er aber antwortete und sprach: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht.‘  “ Dann nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt, und er stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: ‚Seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, und auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß niemals an einen Stein stößt.‘  “ Jesus sprach zu ihm: „Wieder steht geschrieben: ‚Du sollst Jehova, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.‘  “ Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.“ Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘  “ (Matthäus 4:1-10)

Ein Zwiegespräch zwischen Jesus und dem Teufel war nur möglich, wenn es sich bei ihm um eine Person handelt. In dem zitierten Text fällt auch eines auf: Satan bot in einer seiner Versuchungen Jesus alle Königreiche der Welt an. Das konnte er nur tun, wenn er auch im Besitz dieser Königreiche gewesen ist. Daraus ist abzuleiten, dass Satan ein sehr böses Geistwesen ist, der unsichtbar Macht über die Menschheit ausübt. Das ist in Übereinstimmung mit dem, was der Apostel Johannes in einem seiner Briefe schrieb: "Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist." (1. Johannes 5:19).

Es ist also wichtig, sich nicht nur über die Identität des Satans im Klaren zu sein, sondern sich auch vor seinem Einfluss in Acht zu nehmen. Die Bibel liefert uns eine Fülle von Informationen, die uns dabei behilflich sind. Allein schon aus diesem Grund lohnt sich ein genauer Blick in die Bibel.

LG Philipp





Philipp59  29.05.2017, 06:52

Vielen Dank für den Stern!

Wo Menschen religiös sind, paßt bis auf möglicherweise sehr wenige Ausnahmen so manches gar nicht zusammen, wenn einerseits an die Existenz Gottes geglaubt wird und andererseits nicht an die Existenz des Teufels. Bei mindestens den meisten Religionen ist nämlich aus dem Kontext heraus das eine die Bedingung für das andere.

Ein Problem des gesamten Themas ist, daß es einen markanten Unterschied zwischen "glauben" und "glauben" gibt. So gibt es Gläubige, die zumindest ein wenig bemüht sind, ihren Glauben der Logik anzupassen, und es gibt andere Gläubige, die prinzipiell alles märchenhaft sehen und sehen wollen und möglicherweise (ich weiß es aber nicht) sogar noch den Tod als umherwandelnden Knochenmann mit einer Sense auf der Schulter sehen.

Doch muß man sich die Dinge immer so kompliziert wie möglich machen? Genügt es nicht, einfach nur zu begreifen, daß schädliches Verhalten tatsächlich schädliche Folgen nach sich zieht? Jedes und alles falsch machen und dann "dem Teufel" die Schuld an allem geben, damit man sich selbst weiterhin unschuldig fühlen kann, halte ich für ausgesprochen daneben gedacht.

Und warum sollte irgendwo der Teufel sitzen und ausgerechnet diejenigen bestrafen, die streng das getan haben, was der Teufel wollte? Wie paßt das zu einer Religion, die doch ausdrückt, daß der Teufel diejenigen verfolgt, die sich ihm nicht unterwerfen wollen?

Wodurch sind denn Begriffe wie Gott oder Teufel usw. definiert? Es ist doch so, daß diese Begriffe ausschließlich durch von Menschen zugeschriebene Eigenschaften definiert sind und daß es sich jeweils um Sammelbezeichnungen handelt, die dann zu Trägern eines jeweilligen Eigenschaftenkomplexes werden (alle guten Eigenschaften zusammen = Gott, alle bösen Eigenschaften zusammen = Teufel).

Ich halte den Teufel nicht für ein real existierendes Wesen, sondern ich denke, es ist lediglich ein Symbol für Triebe, Egoismus, Konflikte und Negatives:

https://www.gutefrage.net/frage/glaubt-jemand-von-euch-schon-einmal-den-teufel-gesehen-zu-haben?

Wir sind somit sowohl konstruktiver Gott, als auch destruktiver Teufel. Somit schaffen wir uns also auch Himmel und Hölle selbst.

Je nachdem, wie wir unser eigenes Verhalten und das unserer Umwelt bewerten, sehen wir eben das Paradies, oder aber die Hölle.

Der Teufel "bestraft" keine Sünder, er ist ja der Größte derer (Joh.8,44).

Das Gericht Gottes wird die Sünder zurechtweisen (Micha 4,3).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) geht in Gefangenschaft (Offb.20,2), nachdem er seine "Weltkirche" bis zum Schluss verführt hat (Offb.17,1-6).

Es spielt keine Rolle was wir glauben wie der teufel ist. Das es ihn gibt berichtet die Bibel auch einige Eigenschaften seines Wesens. Alles was nicht in der Bibel darüber steht ist also nur Phantasie.