Gibts da ein richtig oder falsch bei der Aussprache?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Maßgeblich, was richtig und was falsch ist, ist der DUDEN ! Und dort kann man nachlesen, daß landschaftlich unterschiedliche Aussprache beobachtet wird. Es ist also beides richtig!

Ich muß das wissen, denn ich lebe als Österreicher in der BRD, meine Frau ist aus Thüringen. Da gibt es auch immer Diskussionen, welche Aussprache denn nun "richtig" sei. z.B. steht im Duden bei "Chemie" das Lautzeichen für "ch" wie in "Bronchien", aber es steht dabei: "südd., österr. k..." Richtig ist demnach sowohl "kemie" als auch "chemie" (hart, wie in Bronchien!), aber nicht "schemie" oder "chemie" (weich gesprochen wie in "weich").

Ein ähnlich lustiger Anlaß für Diskussionen ist die Giraffe, die man in Österreich als "schiraffe" ausspricht.

...tut mir (nicht...) leid, aber der Duden ist NICHT maßgeblich - der Duden dokumentiert einfach nur den Ist-Zustand, NICHT den Soll-Zustand...

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@MUPFT

Streng genommen haben Sie recht. Es gibt einen "Amtlichen Regelsatz", der maßgeblich ist. Es gibt den "Rat für deutsche Rechtschreibung", der "Vorschläge" macht, die dann regelmäßig vom Gesetzgeber übernommen werden. Mitglieder sind Delgierte aus BRD, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, und Südtirol. Luxemburg, wo deutsch auch (u.a.) Staatssprache ist, ist kein Mitglied, übenimmt jedoch die Empfehlungen ebenfalls. Die Dudenredaktion nimmt an den Beratugen ebenfalls teil.

Es ist aber nicht richtig, daß der Duden bloß wiedergibt, was er so beobachtet. "Rechtschreibung der deutschen Sprache" wird herausgegeben "AUF DER GRUNDLAGE DER AMTLICHEN RECHTSCHREIBREGELN".

Der "Rat" hat m.E. abgehoben und willkürlich völlig unnötige und schädliche "Reform"-Regeln gesetzt. Leider wurden die amtlich übernommen (Schlechtschreibreform). Heute finden sich in den allermeisten Schriftsätzen (auch in Zeitungen oder Gesetzen) gravierende Fehler in Großschreibung, s-Schreibung, Zusammenschreibung, Zeichensetzung.

Man muß überlegen, welche Ziele da verfolgt wurden und von wem. Parallel dazu wird das früher sehr bewährte deutsche Schulsystem kaputtreformiert, das geschieht schon seit den 68ern. Vermutlich mit dem gleichen Ziel und von den gleichen Kräften.

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Du sprichst da bestimmt kein "k", sondern ein behauchtes (aspiriertes) k(h). Sofern Du auch Physik als P(h)ysik und Fotografie als P(h)otograp(h)ie aussprichst liegst Du richtig, sofern Du Latein- oder Griechischkenntnisse hervorkehren möchtest.. Für das aspirierte "t" fallen mir gerade keine passenden Beispiele ein. Aber es ist noch nicht allzu lang her, daß die Tür als Thür geschrieben wurde, welches dem Sprachbild entspricht.

Das ist nun mal von Gegend zu Gegend verschieden- im Norden anders als in Süden...^^ Oh je, über solche Sachen rege ich mich weder auf noch mache ich mir Gedanken darüber! Meine Nerven kann ich mir auch anders kaputt machen! Ich finde es eher interessant, wie unterschiedlich die verschiedenen Dialekte sind! Hier in Hessen sagt man z.B. zu den Stubenfliegen "Micken" (also Mücken). Ich selber stamme aus dem Sauerland und dort sind Mücken die Stechmücken und Fliegen eben Fliegen. Aber seit ich weiß, was gemeint ist, irritiert es mich nicht mehr (gestört hat es mich nie). Soll doch jeder reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist! Wenn alle gleich wären - wie arm wäre dann unsere Welt!

...Sprache soll aber der KOMMUNIKATION dienen, also der VERSTÄNDIGUNG - d.h., einer soll VERSTEHEN was ein anderer meint, da nützt es wenig, wenn jeder was anderes sagt als gemeint ist und andersherum...

Dialekt mag im günstigsten Fall ganz niedlich sein, ist aber denkbar unnütz.

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@MUPFT

...obwohl - manchmal ist es doch ganz nützlich, die Zugereisten gleich zu erkennen... ;-)

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@MUPFT

Die Verständigung wird sicher nicht an der Aussprache von "Chemie" oder "China" scheitern.
Warum kann man so schwer akzeptieren, dass es einfach verschiedene Aussprachevarianten geben kann?
Im Englischen wird das doch auch akzeptiert.

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