Gibt's das wirklich? Einsam und froh zu sein Ruhe zu haben gleichzeitig?

15 Antworten

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Einsamkeit, oder wie man es nennen will, ist in so einem Moment eher der Wille zur Ruhe selbst, man ist alleine freie und hat eben mehr Ruhe, doch gibt es Punkte wo man die körperliche Nähe vermisst. Wenn aber das empfinden, dass man Ruhe haben will stärker ist, ergibt man sich dieser Option. Da muss man nur diese typ Menschen aufzeigen: Mönche, Nonnen, die auch oft alleine für sich sind und keinen Partner haben, sind diese = verrückt geworden? Ich glaube nicht. Manche suchen sich so ein Leben halt aus, mein Onkel ist auch schon immer alleine, k.A. warum, aber warum sollte ich dies hinterfragen? Manche brauchen keine Frau oder keinen Mann.

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Es muss nicht imnmer eine Krankheit sein wenn welche gerne alleine sind. Manche sind es eben gerne aber sind dennoch, nocht normal sozusagen. Kann auch sein das er sich wieder in seinen Denken umändert und die Nähe sucht. Sei aber halt für ihn da, wenn er dich braucht.

Ist tatsächlich etwas widersprüchlich...;-) Vielleicht verwechselt er auch "allein" mit "einsam". Ich kenne auch Momente, in denen ich froh bin, wenn ich meine Ruhe habe. Aber in diesen Momenten würde ich mich nicht als einsam bezeichnen. Einsamkeit ist ein sehr tiefgreifendes Gefühl... Obwohl, je länger ich tippe.... Ich erinnere mich an eine Zeit, in der ich solo war (immerhin drei Jahre am Stück). In der Zeit habe ich mich manchmal schon einsam gefühlt, war aber - wenn mir Freunde von ihren Beziehungskrisen erzählten - auch schon froh, meine Ruhe zu haben. Vielleicht ist es ja ein bisschen so gemeint...;-)

Schön ist, einen Partner zu haben, mit dem man sich so gut versteht, dass man dennoch seine Ruhe hat. Sowas braucht aber normalerweise einige Jahre, bis man so weit ist.

Nein,so ein Widerspruch ist das gar nicht.Als mein Mann imFebruar starb,war ich auch sehr allein und einsam,aber gleichzeitig froh meine Ruhe zu haben,damals noch wegen der Trauer und heute,geniesse ich mein allein sein,weilich endlich mal nur an mich denken kann.Erst habe ich für die Kinder gelebt,dann nur noch für denMann!Nicht falsch verstehen,ich habe es gerne gemacht,ich liebe sie ja!Aber ich blieb auf der Strecke.Nun kann ICH leben so wie ich will,und entscheiden WIE ich will,das geniesse ich jetzt.Ich kann jetzt NEIN sagen,ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Geht mir oft ähnlich, allerdings mit der Ausnahme, dass ich mich NIE "einsam" fühle: Ich habe reichlich viele Bekannte und Freunde bei denen ich jederzeit anrufen kann, wenn ich "Gesprächsbedarf" habe. Zum Ausgleich für diese sehr bequeme Lebenssituation kümmere ich mich aber auch gern um Menschen, die gerade nicht besonders gut "drauf" sind: Höre mir also geduldig ausgedachte oder tatsächliche "Leidensgeschichten" an und lasse mir entsprechende Ratschläge dazu einfallen. Wenn bei mir das Telefon klingelt bin ich oft schon genervt, obwohl ich nicht weiß, WER gerade etwas von mir will.

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