Gibt es eine Norm für Garagen bzw. deren Mindestabmessungen?

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4 Antworten

das ist wohl Ländersache und dort in den jeweiligen Gesetzen geregelt. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Garagenverordnung , darüber hinaus dürften sich die Vorschriften im Laufe der Zeit auch ändern- ich hatte auch mal eine Mini-Garage in einem 60er Jahre-Haus, ich würde wetten, dass man die heute so nicht mehr bauen darf.


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Kommentar von Franz577
25.04.2016, 11:23

Na also, das hilft mir doch schon mal weiter.

Danach wären dann also beide genannten Fälle so nicht in Ordnung (einmal zu schmal, einmal nicht tief genug).

Ok, das mit der Breite würde ich mir noch eingehen lassen, weil das ein älteres Gebäude war und die Tiefgaragenboxen somit bestimmt schon 30 oder 40 Jahre alt sind. Trotzdem finde ich 2,20m schon extrem schmal für eine rundum abgeschlossene Box.

Aber bei den weniger als 5 Metern Tiefe (und da bin ich mir sicher, weil ich bis zum Anschlag vorgefahren bin und mein sogar noch etwas weniger als 5 Meter langes Auto nicht ganz reinpasste), verstehe ich wirklich nicht, wie man sowas abnehmen konnte bzw. was sich der Bauherr oder Architekt dabei gedacht hat.

Denn das war noch ein deutlich jüngeres Gebäude.

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Es gibt keine Normen für Garagen, es gibt lediglich Empfehlungen für die Mindestgröße von Stellplätzen in Großgaragen, Parkhäusern und Tiefgaragen. Stellplätze sind immer kleiner als der Innenraum von Garagen, weil der Freiraum zwischen 2 geparkten Fahrzeugen zum ein und aussteigen für die Passagiere nutzbar ist. Ältere Parkhäuser sind deshalb manchmal für moderne Fahrzeuge nicht mehr geeignet und ein Umbau, auch wegen der engen Kurven und der Höhenbegrenzung nicht möglich. Garagen sind durch Wände eingeengt und sollten eine Mindestgröße nicht unterschreiten. Das Gesagte gilt gleichermaßen für Boxen in Großgaragen.

Weitere Angaben findest du in der jeweiligen LBO unter Garagenverordnung zu Mindestanforderungen an Fahrgassen, Kurven und Rampensteigungen.

In Deutschland ist der Mindest-Grenzabstand für Wohnhäuser auf 3,00 m festgelegt, ergo ist die meistverkaufte Fertiggarage 2,95 bis 2,98 m breit. Durch die schmalen Wände (Norm 8 cm) ist hier noch ein komfortables Aus und Einsteigen möglich. Allerdings sollten der Beifahrer und Personen auf der Rückbank vor der Einfahrt in die Garage aussteigen. Zwar gibt es auch breitere und längere Fertiggaragen, die bereiten aber duch ihre Größe Probleme beim Transport und bei der Aufstellung auf der Baustelle und sind deshalb deutlich teurer als die oben beschriebene Standard - Garage. Navajo

  

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Kommentar von Franz577
26.04.2016, 07:23

Ok, aber heißt das dann in anderen Worten, daß die Garagenverordnung nur eine Empfehlung ist? Unter dem Begriff "Verordnung" verstehe ich eigentlich etwas anderes. Hier wird doch vom Gesetzgeber etwas "verordnet" und ist somit verbindlich, oder nicht?

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Nein gibt es nicht, warum auch...jeder Privatmann kann auf seinem Grundstück eine Garage nach seinen Wünschen bauen/lassen. Gibt doch auch verschiedene Grössen bei Fahrzeugen....!

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Kommentar von Franz577
25.04.2016, 11:14

Ich rede hier aber nicht von einem Privatmann. Der kann seine Garage freilich (fast) so bauen wie er will.

Aber ich spreche von Tiefgaragen in Wohnanlagen oder öffentlichen Parkhäusern.

Die müssen doch zumindest so groß sein, daß auch ein Oberklasse-PKW noch Platz hat (von Stretchlimousionen oder alten US-amerikanischen Straßenkreuzern rede ich ja nicht).

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Der Stellplatzbedarf sieht eine Breite von 2,30 m vor (wenn diese Breite durch Wände begrenzt ist, sogar 2,40 m) und die Länge 5,00 m. Ob diese Mindestmaße bei den heutigen SUV` s noch Sinn machen, ist eine andere Frage. Steig mal am Frankfurter Flughafen im Parkhaus aus dem Auto aus. Dort ist die Heckklappe oft die einzigste Alternative.

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Kommentar von Franz577
26.04.2016, 07:29

Wie gesagt, bei älteren Bauwerken kann ich verstehen, daß diese nicht mehr zu den durchschnittlichen Abmessungen heutiger Fahrzeuge passen. Aber bei Neubauten oder auch allen Bauwerken, die noch keine 20 Jahre alt sind, kann ich nicht verstehen, warum da so eng gebaut wurde und nicht auch größere Fahrzeuge berücksichtigt wurden.

Zumindest die Fahrzeuge selbst sollten in die Stellplätze noch reinpassen, wenn man schon Abstriche beim komfortablen ein- und aussteigen in Kauf nehmen muß.

Denn selbst bei einem PKW der Mittel- oder Kompaktklasse ist kein komfortables Ein- und Aussteigen mehr möglich, insbesondere bei Zweitürern, deren Türen bekanntlich länger sind.

Denkt man da auch an etwas ältere Autofahrer, die sich damit nicht mehr so leicht tun? Scheinbar nicht!

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