Gesellschaft, Frau und keine Jungfrau?

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Hallo Butterblume9771,

wenn Du aus Liebe zu Gott und Treue zu seinem Wort bis zu Deiner Eheschließung auf Geschlechtsverkehr, Petting und ähnliches verzichtest, tust Du, was Recht ist in Gottes Augen. Hebräer 13:4 sagt (Elberfelder Bibel):

"4 Die Ehe sei ehrbar in allem1 und das Ehebett unbefleckt! Denn Unzüchtige2 und Ehebrecher wird Gott richten."

Du tust alles, um Dein zukünftiges Ehebett nicht schon vor der Ehe zu beflecken, und wirst auch nach Deiner Eheschließung auf sittliche Reinheit achten.

Du solltest aber, bitte, andere, die aus Dir nicht bekannten Gründen nicht so erfolgreich waren, nicht so scharf verurteilen, wie Du es mit mehrfach tust. Du kennst wahrscheinlich nicht den Hintergrund dieser Menschen, ihre Erziehung, die Vorbilder, die ihnen gegeben wurden.

Außerdem ist Dir sicher der Bibelspruch bekannt, aus 1Korinther 10:12 (Elberfelder):

"Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle."

Zum Schluss schreibst Du:

Hoffe auf gute Ratschläge

Du solltest Dir solche Gesellschaft suchen, die voll, so wie Du, Gottes Grundsätze lebt, nicht nur lehrt.

Mit dem Link http://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/fragen/ kannst Du anhand einiger Themen, unter anderem auch "Sexualität", erst einmal vorprüfen, ob Du bei Jehovas Zeugen eine solche Gemeinschaft finden kannst.

  • Ich denke auch, dass man nur dann miteinander Sex haben sollte, wenn man wirklich beiderseitig ineinander verliebt ist und eine Beziehung miteinander führt. "Sex und Liebe" und "Sex und Partnerschaft" sollten jeweils zusammengehören.
  • Gleichwohl zeigt die Lebenserfahrung, dass man sich durchaus ernsthaft gegenseitig ineinander verlieben kann, man dann Sex genau unter den geforderten Bedingungen hat und trotzdem nach einigen Monaten oder Jahren feststellt, dass es für eine dauerhafte Partnerschaft nicht ausreichend harmoniert. Verliebtheit garantiert eben keine Liebe auf Dauer, schon gar keine Partnerschaft auf Dauer -- denn zu einer Partnerschaft gehört langfristig erheblich mehr dazu als nur Verliebtheit und Zuneigung, nämlich z.B. auch ähnliche Ansichten und Wertvorstellungen, kompatible Lebensziele sowie verträgliche Gewohnheiten im Alltag.
  • In befürchte, Du überbewertest Jungfräulichkeit sehr stark. Zwischen "Sie ist Jungfrau" und "Sie ist eine Schlámpe" liegen Welten an Graustufen und nicht nur 0/1-Schwarzweißmalerei. Natürlich kann sich ein Mädchen mit 17, 19 und 20 jeweils in einen Mann ehrlich verliebt haben und längst keine Jungfrau mehr sein und dennoch ihr Liebesleben genau nach den oben genannten Dingen hochanständig geführt haben. Ich denke, Du bist da einfach viel zu streng.
  • Wenn Du Dich wirklich in ein Mädchen verliebst, mit ihm Sex hast, eine einjährige Beziehung führst und sie sich dann trennt, wirst Du auch keine Jungfrau mehr sein und trotzdem nichts dafür können -- und auch nicht schlechter sein als jetzt. So etwas passiert halt und kann auch Dir passieren.

@Butterblume: Die höchstpersönliche Entscheidung in Sachen Sex ist in etwa Vergleichbar mit der Entscheidung für ein Tattoo.

Es ist eine persönliche Entscheidung die einem niemand abnehmen kann und darf, die niemand beeinflussen sollte (es sei denn man ist definitiv noch viel zu jung um über die Folgen und die damit verbundene Verantwortung für den eigenen Körper nachzudenken). Mancher Leute lassen sich darauf ein "weil es offenbar jeder hat", die nächsten lassen sich darauf ein aufgrund des allgemeinen Denkens innerhalb der sozialen Gruppe in der man sich bewegt. Wieder andere entscheiden sich dafür weil sie sich selbst dafür bereit fühlen, sich ganz bewusst damit auseinandersetzen und es eben für sie aktuell die absolut richtige Entscheidung ist. Wie man persönlich im Nachhinein mit dieser vergangenen Entscheidung klar kommt, muss man mit sich selbst ausmachen. Ein Tattoo kann man sich wieder entfernen lassen - allerdings ändert es nichts an der Tatsache das man die Erfahrung gemacht hat und weiß das man dieses Tattoo mal hatte.

Letztlich muss die betroffene Person mit dieser Erfahrung für den Rest des Lebens damit zurecht kommen. Ganz egal was andere Personen darüber denken. Die Meinung der anderen zählt nicht, denn man hat sich bewusst dafür entschieden...

Noch etwas spezieller zum Thema Jungfräulichkeit vs. Sexualität: Die einen entscheiden sich relativ "früh" dafür, die nächsten warten bis Anfang 20, wieder andere warten bis zur eigenen Hochzeitsnacht. Dies kann man in allen Schichten und Altersklassen beobachten. Auch "heutzutage" noch.

Meiner Meinung nach sollte niemand für eine persönliche Entscheidung verurteilt werden. Nicht, wenn es "nur" um eine derartig private Entscheidung über den eigenen Körper geht.

Thema "die einzig wahre Liebe für die es sich lohnt die eigene Jungfräulichkeit zu bewahren": Tut mir leid, ich bin bodenständig genug um zu wissen das eine solche "einzig wahre Liebe die für alle Zeit hält" eher selten zu finden ist. Schließlich sind 2 Personen involviert, beide entwickeln sich im Laufe ihres Lebens, manchmal entwickelt man sich auseinander. Eine Garantie bietet nicht mal der Ehering. Nun frage ich mich natürlich, was wäre wenn du die große Liebe findest (sie natürlich auch Jungfrau), ihr beide startet eine Beziehung die sich nach und nach weiterentwickelt, irgendwann heiratet ihr vielleicht und habt dann auch eine gemeinsame Sexualität... Doch nach vielleicht 10 Jahren geht die Beziehung in die Brüche... Was ist dann? Dann hattet ihr beide schon sexuelle Erfahrung gesammelt (miteiander). Seid ihr dann als Personen weniger wert, nur weil ihr keine Jungfrauen mehr seid? Nein! Ihr seid dann noch genauso viel wert wie mit Jungfräulichkeit.

Verstehst du in etwa was ich damit ausdrücken möchte? Die einzig ware Liebe, ja selbst ein jungfräulicher Start in eine Beziehung, oder gar ein Ehegelübde bietet keine Hundertprozentige Garantie dafür das man nicht eines Tages wieder alleine ist. Aber was macht man dann? Für alle Zeit künftigen Beziehungen und jeglicher Sexualität entsagen? Nee, oder? Ob mit oder ohne Jungfräulichkeit, ob mit oder ohne sexueller praktischer Erfahrung, ob mit 1 oder 3 vergangenen festen Partnerschaften (in denen man auch sexuell aktiv war)... das alleine macht keinen Menschen besser oder schlechter als andere Menschen.

Ich hätte man einen ersten Sex mit 18 und das war auch der einzige Kerl den ich hatte. Bin ich deswegen jetzt dreckig? das letzte? Mit 20 hat man sich seeeehr wahrscheinlich schon mal verliebt und hatte mit seiner Liebe dann auch Sex. daran ist nichts schlimmes oder dreckiges. und bei deiner 21 Jährigen Bekannten mit 3 Partnern - das klingt für mich sehr vernünftig und nach einer die nicht so schnell die Beine auseinander nimmt.

Wenn Du selber unberührt in die Ehe gehen möchtest, dann ist das Deine Entscheidung, die man respektieren sollte. Aber deshalb über die Frauen, die es anders handhaben, so abfällig herzuziehen, wie Du es hier machst, finde ich nicht in Ordnung. Du kannst nur "damit klarkommen", indem Du andere Menschen akzeptierst, wie sie sind. Soweit ich weiß, gibt es christliche Parterschaftsagenturen. Hier tummeln sich Menschen mit ähnlichen Einstelllungen, wie Deine. Dort könntest Du Dich anmelden und gezielt nach einer unberührten Frau suchen.

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