Geschwisterkatzen fauchen sich an, was nun?

4 Antworten

Normalerweise sollten Kitten frühestens im Alter von 12 Wochen (besser älter) von ihrer Katzenmutter und den Geschwisterchen getrennt werden, um bis dahin ausreichend entwickelt und sozialisiert zu sein. Ansonsten könnten u.U. spätere Verhaltensstörungen - wie z.B. Unsauberkeit oder Kratzattacken auf die Wohnungseinrichtung - die Folge sein.

Falls irgendwie möglich, sollten die Kätzchen daher zumindest die nächsten 3 Wochen (besser länger) noch bei ihrer Mutter verbringen, was nicht zuletzt auch dazu beitragen könnte, die zwischenzeitlich für eine Woche getrennten Geschwister wieder aneinander zu gewöhnen.

Übrigens: Wenn Eure Fellnäschen so früh abgegeben wurden, dann wirft das auch die Frage nach den notwendigen Impfungen (Grundimmunisierung in der 8. und 12. Lebenswoche) auf, die Ihr zeitnah unbedingt mal mit dem Tierarzt besprechen solltet!

Katzengeschwister gelten gemeinhin zwar als besonders friedliebend, zanken sich aber genau wie andere Katzenpaare auch.
Friedfertigkeit unter Katzen entspricht eher der Gewohnheit des täglichen Miteinanders (wobei u.a. der Geruch eine ganz wichtige Rolle spielt), als einem "Familiensinn" nach menschlichem Verständnis - diese Gewohnheit wurde in Eurem Fall durch die vorübergehende Trennung unterbrochen.
Wenn die Kätzchen im Abstand von einer Woche zu Euch gekommen sind, dann trägt z.B. schon der inzwischen unterschiedliche Geruch der Fellnasen dazu bei, dass sie sich nicht mehr als Geschwister erkennen, was letztlich zur Verunsicherung bzw. Ablehnung beiträgt.
Ein ähnlicher Effekt kann übrigens eintreten, wenn eine der Katzen beim Tierarzt behandelt wurde, und mit dem fremden, ungeliebten Geruch wieder nach Hause kommt.

Beispielsweise unter

http://geliebte-katze.de/information/katzenhaltung/mehrere-katzen/katzengeschwister-sind-am-friedfertigsten

findet Ihr noch ein paar weitere interessante Informationen zum Thema Geschwisterkatzen, die Euch in der gegebenen Situation vielleicht hilfreich sein könnten?

Grundsätzlich sind Katzen revierbezogene Gewohnheitstiere und hassen Veränderungen, daher bedeutet der Umzug zu Euch natürlich einen besonderen Stress für die Tiere. Ihr Spieltrieb sollte eigentlich dazu beitragen, dass sie sich rasch wieder aneinander gewöhnen.
Aber auch wenn die Kätzchen noch sehr jung sind, erfordert es aber eine gewisse Zeit und Geduld, sie wieder aneinander - dabei auch den Neuankömmling an seinen neuen Lebensraum, und das bereits vorhandene Kätzchen an den plötzlichen "Eindringling" in seinem Revier - zu gewöhnen.

Wenn die Fellnäschen nicht zumindest vorübergehend zurück zu ihrer Mutter können, dann lasst beide auf alle Fälle erst mal zur Ruhe kommen und bedrängt sie nicht, sondern lasst sie auf Euch zukommen, wenn ihnen danach ist. Wenn sie sich ein wenig an die neue Situation gewöhnt haben, sollte sich ihre Aufregung eigentlich nach und nach legen.

Idealerweise solltet Ihr möglichst viel Zeit für eine intensive Beschäftigung (gemeinsames Spiel, Schmusestunden, Leckerchen futtern, etc.) mit den Fellnasen einplanen. Dabei kommt es einerseits darauf an, mit ihnen gemeinsam zu spielen, sie ausreichend geistig und körperlich zu fordern und zu fördern, und sie dabei wieder aneinander bzw. an Euch zu gewöhnen.

Andererseits tut es ihnen aber auch gut, sich mit ihnen mal getrennt voneinander zu beschäftigen, um dabei voll und ganz auf sie eingehen zu können. Dazu sind, neben Schmusestunden, z.B. (kittengeeignete) Spiele hilfreich, die Erfolgserlebnisse bescheren (z.B. Futterlabyrinth, Katzenangel, Fummelbox, Clickertraining o.ä.).

Hilfreich ist es zudem, wenn Eure Katzen sich bei Bedarf in der Wohnung in ihre eigenen Bereiche (z.B. getrennte Zimmer, Katzenhöhlen, Kartons etc.) zurückziehen können, um sich ggf. auch mal ein wenig aus dem Weg zu gehen.

Eine zusätzliche Hilfe könnten eventuell noch Verdampfer für die Steckdose (z.B. Feliway, beim Tierarzt oder im Fachhandel erhältlich) bieten, die spezielle Duftstoffe (Pheromone) freisetzen, und dadurch einen entspannenden Wohlfühleffekt auf Katzen haben können.

Auf alle Fälle solltet Ihr stets Ruhe bewahren (sonst überträgt sich Euer Stress noch zusätzlich auf die Katzen), den Fellnasen mit ganz viel Aufmerksamkeit, Zuwendung, Geduld und Nachsicht begegnen, und sie keinesfalls bestrafen oder mit Liebesentzug reagieren (Katzen können Strafe ohnehin nicht mit ihrem Verhalten in Verbindung bringen).

Ich drücke die Daumen, dass die Eingewöhnung Eurer Fellnäschen problemlos und schnell gelingt!

Alles Gute und viel Erfolg!

Mach dich mal ein bisschen schlau, ehe du dir Haustiere anschaffst. Es gibt tausende Blogs und Foren, die sich mit so etwas beschäftigen.

Für jedes neue iPhone wird sofort Google bemüht, aber bei Lebewesen scheint sich immer noch jeder auf Muttis alte Binsenweisheiten zu verlassen...

Natürlich brauchen die zwei ein wenig, um warm zu werden und sich aneinander zu gewöhnen. Die Katze hat unheimlich großen Stress, alles ist neu für sie, sie kennt ihr Revier nicht und muss es sich jetzt auch noch teilen - klar, dass sie sich erstmal einleben muss.

Echt jetzt ?...

Sry das ich das so frage aber habt ihr überhaupt erfahrung mit kitten/katzen oder habt ihr euch informiert?

Kitten sollten erst mit 12 Wochen von der mutter getrennt werden...lieber noch älter.

Und zweitens ist sie erst seit heute da! Wie wäre es mit etwas geduld und verständnis ?

Neues zuhause neues revier andere katze komische menschen... 

 Nerv die katzen nicht und gebe ihnen genug versteckmöglichkeiten und vor allem ZEIT.


Katzen sind eigentlich Einzelgänger. Ist besser sie alleine zu halten. Ansonsten muss man ihnen Zeit geben. Vielleicht gewöhnen sie sich doch aneinander. Wenn nicht dann sollte man lieber eine Katze wieder an jemand anders geben.

Katzen sind definitiv KEINE Einzelgänger, das ist leider ein Irrglaube. Viele Katzen werden von Menschen zu Einzelgängern gemacht - und leiden darum an Verhaltensstörungen und langweilen sich. Wenn Katzen gut sozialisiert sind und sauber vergesellschaftet werden (was u.U. schwierig sein kann, zugegeben), sind sie zu zweit deutlich glücklicher.

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Katzen sind keine Einzelgänger, sondern Einzeljäger! Das ist ein großer Unterschied. 

Und Kitten alleine zu halten ist Tierquälerei! Auch Wohnungskatzen sollten zu zweit gehalten werden. Es sei denn, sie haben, aufgrund jahrelanger falscher Haltung, eine Verhaltensstörung entwickelt und kommen nicht mehr mit anderen Katzen zurecht. 

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