(Geschichte) Seit wann gibt es schriftliche Zeugnisse?

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Die Verfügbarkeit schriftlicher Quellen ist für die Geschichtsforschung von großer Bedeutung.

Vor der Geschichte im Sinn eines von der Geschichtswissenschaft mit bestimmten Methoden erforschten Gegenstandes liegt die Vorgeschichte (auch Urgeschichte oder Prähistorie genannt). Die Vorgeschichte ist die Zeit, über die es keine schriftlichen Aufzeichnungen als Quelle gibt, nur Dinge, die aus der damaligen Zeit zurückgeblieben sind (z. B. Bauten, Kunstwerke, Knochen, Werkzeuge, Waffen).

Nach der Vorgeschichte kommt die Frühgeschichte. Zu ihr gibt es in einem geringen Ausmaß schriftliche Quellen, aber die Kenntnis über sie beruht hauptsächlich auf archäologischen Quellen.

Schriftliche Zeugnisse enthalten Aussagen von Menschen über Ereignisse, Zustände und Entwicklungen der Vergangenheit und tragen wesentlich dazu bei, ein aussagekräftiges Bild vergangenen Geschehens gewinnen zu können, auch wenn natürlich der Quellenwert immer zu überprüfen ist. Erforderlich ist auch eine Entzifferung und Entschlüsselung der schriftlichen Zeugnisse, was in manchen Fällen große Schwierigkeiten bereiten kann.

Die Schrift ist in den verschiedenen Ländern seit unterschiedlicher Zeit verwendet worden.

Eine endgültige Aussage, seit wann es schriftliche Zeugnisse gibt, ist kaum mit völliger Sicherheit möglich. Zum Teil gibt es Meinungstreit, ob etwas schon als Schrift gilt (eine Deutung von steinzeitlichen Strichen, Kritzeleien und Zeichen in Höhlen als Schrift ist ziemlich anfechtbar und auch bei eingeritzen Zeichen – die ältesten von etwa 5300 v. Chr. - der Vinča-Kultur, einer sehr frühen Donauzivilisation, ist eine Einordnung als Schrift sehr umstritten; bei Tonscherben in Harrapa im Indus-Tal mit Zeichen die von etwa 3500 v. Chr. stammen, ist die Einschätzung noch unklar). Abweichende Datierungen und neue Funde können einen neuen Wissenstand herbeiführen.

In ägyptischen Königsgräbern von Umm el-Qaab (nahe bei Abydos), auf den Zeitraum 3320 – 3150 datiert, ist ein Vorläufer der Hieroglyphen-Schrift entdeckt worden.

Tontafeln aus Uruk von etwa 3200 v. Chr. mit einem Vorläufer der Keilschrift der Sumerer (Proto-Keilschrift) sind ebenfalls sehr frühe schriftliche Zeugnisse.

Die Schrift diente dabei Verwaltungszwecken. Auch sakrale Zwecke und Zeremionalinschriften zur Selbstdarstellung von Herrschern sind frühe Verwendnungsarten gewesen.

Bücher können in das Thema weiter einführen, z. B.:

Harald Haarmann, Geschichte der Schrift. Original-Ausgabe, 3. Auflage. München : Beck, 2007 (Beck'sche Reihe : C.-H.-Beck-Wissen ; 2198), S. 8 – 9 (kurze einleitende Zusammenfassung, nähere Angaben stehen in einzelnen Kapiteln)

Was ich an Dir wirklich bewundere ist, daß man Dir praktisch quasi unbesehen ein DH geben kann, wenn man dann noch liest müßte man eigentlich immer mehrere geben. Also zumindest eins DH

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@erweh

... und hier eine Handvoll von mir,- ja, so hätte ich mir immer einen Lehrer gewünscht!

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Man kann auch die Höhlemmalereien als schriftliche Zeugnisse betrachten. Sie sind mehere Tausend Jahren alt. Erste schriftliche Zeugnisse mit einer festen Sprache sind in Stein gemeisselt. Die Keilschrift ist wohl so 4000 v.Chr. in Mesopotamien entstanden. Dahe r die ersten Zeugnisse.http://de.wikipedia.org/wiki/GeschichtederSchrift

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