Geige Hersteller erkennen.?

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5 Antworten

Wie Sturmwolke bereits andeutet, ist es einem Fachmann manchmal möglich, eine Geige einer gewissen Geigenbauschule bzw. einem Hersteller zuzuordnen.

Zum oft in einer Geige angebrachten Zettel wäre zu sagen: Dieser ist gar nicht selten eine Fälschung. So sind viele "Stradivaris" im Umlauf, die beileibe keine sind.

Übrigens können sich auch Fachleute irren, und es kommt gar nicht selten vor, dass verschiedene Fachleute bei der Zuordnung einer Geige zu unterschiedlichen Schlüssen kommen. 

Letztendlich ist aber entscheidend, ob die Geige gut oder schecht ist, nicht der Erbauer. Das kann der Geigenbauer schon beurteilen, ein erfahrener Spieler meist auch. 

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Das ist nicht so ganz einfach. Einen ersten Hinweis, worauf man dabei achten muß, findest Du in diesem Artikel-Auszug:

Zu den regionaltypischen Eigenarten des Geigenbaus
gehören viele Feinheiten der handwerklichen Ausführung, die sich oft nur
dem geschulten und erfahrenen Auge erschließen, aber auch auffällige
Merkmale, die nicht selten als selbstbewusste Repräsentation lokaler
Traditionen verstanden werden wollen. Hier ist z. B. an das sehr
auffällige und eigenständige Violinmodell der Geigenbaudynastie Hopf
im sächsischen Klingenthal zu denken, das mit seinen leicht „eckig“
geformten Oberbügeln gut zu erkennen ist. Viele dieser Geigen, auch
solche mit konventionellerem Umriss, weisen zudem die traditionelle
vogtländische Lackierung in brauner Farbe über einer markant
durchscheinenden, gelben Grundierung auf. Überhaupt bieten das Lackbild
und farbliche Verzierungen gute Hinweise auf die Herkunft einer Geige;
hier ist z. B. an viele äußert dunkle, fast schwarz lackierte
Instrumente des 19. Jahrhunderts aus Böhmen und Österreich zu denken,
aber auch an elegantes Dekor wie geschwärzte Ränder des Korpus und
insbesondere der Schnecke, die zum französischen Geigenbau gehören.
Davon zu unterscheiden sind starke persönliche Stilmerkmale, die auf
bestimmte Meister des Geigenbaus zurückgehen – wie z. B. die doppelte
Randeinlage und die Schnecke mit zusätzlicher Windung, die von dem
berühmten italienischen Geigenbauer Maggini entwickelt wurden – und weltweit zahlreiche Nachahmer fanden.



http://www.corilon.com/shop/de/info/geigen.html

Ein Geigenbauer kann Deine Geige vielleicht gegen eine Gebühr beurteilen und bewerten. Hat Dein Verkäufer denn keine Angaben zur Herkunft Deiner Geige gemacht?

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Kommentar von Pfeifenorgel
25.11.2016, 01:04

Vielen Dank für die Info. Leider konnte der Verkäufer auch keine Angaben machen.

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Hey Du.

Eine direkte Antwort habe ich leider nicht für Dich. Allerdings - 

Der Antwort von "Sturmwolke" kann ich mich nur anschließen.

Auch wenn Klingenthal und Markneukirchen eher für Harmonika stehen, sind dort sicher professionelle Leute zu finden, die Dich an die richtigen Fachleute für Violinen weiterleiten können. Ganz sicher.

LG

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Stradivarizettel sind meist nicht als Fälschung gedacht sondern geben das Modell an.

Kannst mir ein Foto schicken für eine unverbindliche Einschätzung.

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Hallo, die Antwort kommt zwar etwas spät, aber egal. Wenn man in die F-Löcher mit einer Taschenlampe leuchtet, ist da häufig der Name des Herstellers eingraviert! Wenn nicht, würde ich mich an einen erfahrenen Geigenbauer wenden.
Mfg

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