Gedicht von Erich Fried interpretieren!

2 Antworten

Ich finde Erich Fried absolut ungenießbar, besserwisserisch und klugscheisserisch mit seinen affigen in Zeilenumbruch gesetzten Sinnsprüchen. Wirklich zu interpretieren gibt es da meist eigentlich ebensowenig, wie die Texte zum "nachdenken" anregen. Steht ja alles schon da. Hier entdeckt Freid in der Redensart "die Zeit totschlagen" (die es mindestens im englischen ebenso gibt: "killing time") eine unterschwellige Aggression, die zum Massenmord führen kann oder soll. Der Text funktioniert auch als Beschreibung des Soldatenlebens, das ja vermutlich wirklich oft so funktioniert: erst Langweile, dann Tötungsarbeit, dann Langeweile. Wenn das eine Geschichte wäre, die eben dieses Erleben schildert, fände ich sie gelungen. Die alberne, kalauernde quasi-Sprachkritik, die einfach nur noch auf das schnelle Abnicken eines halbgaren Gedankens abzielt, finde ich furchtbar: Jaja, manchmal reden wir Dinge, die wirklich furchtbar sind, gut das wir einmal darüber nachgedacht haben, was das eigentlich heisst: "die Zeit totschlagen".

Ich denke es geht darum, dass Menschen ohne Aufgabe destruktiv werden ?

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