Fremdsprache lernen wie Muttersprachler - Unmöglich?

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Die beste Methode um annähernd an das Niveau eines Muttersprachlers heranzukommen ist wohl, nachdem man Grundkenntnisse erlernt hat, in dem entsprechenden Land zu leben, und das über Jahre. Danach merkt man den Unterschied kaum noch, außer bei sehr speziellen Themen. Aber wenn man nur die Vokabeln und Grammatik lernt fehlt einem meist ein Gefühl für die Sprache, dafür, in welcher Bedeutung ein Wort gerade verwendet wird.

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass die meisten Menschen bis zum Alter von etwa 12 Jahren beliebige Sprachen leicht lernen und sprechen können. Danach wird es, gerade was das Überwinden des deutschen Akzents betrifft, schwieriger. Der frühere US-Außenminister Kissinger, der schon 1936 mit Familie in die USA emigrierte, spricht bis heute Englisch mit deutschem und Deutsch mit amerikanischem Akzent.

Viele Menschen hören leider, wenn sie im Ausland gut verstanden werden, damit auf, an ihrer Aussprache der Fremdsprache weiter zu feilen und zu üben (Beispiel Chris Howland, von Bruce Darnell ganz zu schweigen).

Ein weiteres Problem ist der Wortschatz. Ständig werden neue Redensarten erfunden und neue Wörter und Wendungen geschaffen, die bislang in keinem Wörterbuch stehen. Man müsste jeweils ein halbes Jahr im Ausland und in Deutschland verbringen, um in beiden Sprachen wirklich topfit zu sein - aber wer hat schon Gelegenheit dazu?

Woher ich das weiß:Beruf – 43 Jahre Dolmetscher/Übersetzer; Archäologie/Paläont. Hobby

Ich denke dass, solange diese Sprache keine Laute enthält die deiner eigenen zu fremd sind (z.B. Klicklaute oder auch die höhen und tiefenunterschiede bei z.B. Thailändisch) sollte es möglich sein diese Akzentfrei zu sprechen. Mit viel Mühe und vor allem sehr viel Kontakt mit der Sprache, z.B. leben in dem Land wo die SPrache gesprochen wird und keinem Kontakt zu Personen die die eigene Sprache sprechen.

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