Frage an Erzieher: habt ihr Lieblings Kinder?

10 Antworten

Also ich als Erzieherin seit über 12 Jahren würde nicht von „Lieblingskind“ reden. Es gibt immer Kinder in einer Gruppe mit denen man weniger gut auskommt. Deswegen sind die anderen aber keine Lieblingskinder. Ich halte es auch nicht für besonders professionell Lieblingskinder zu haben. Klar sympathisiert man mit dem eine mehr und dem anderen weniger, aber erst wenn man gelernt hat, jedes Kind wertzuschätzen und so zu nehmen wie es ist, seine guten Seiten zu sehen, erst dann ist mein ein durchweg qualifizierter Erzieher.

Zuweilen hat man das schon. Das sollte einem aber als Erzieher, Lehrer, Sportgruppenleiter, Tagesmutter etc. sehr bewusst sein.

Es gibt nun mal immer Kinder und Erwachsene die einem im Umgang leichter fallen. Es sind aber auch nicht immer die, die man lieber mag.

Da muss man sich sehr gut reflektieren und einen ganz bewussten Ausgleich schaffen.

Ich mag zum Glück oftmals Kinder die bei anderen nicht so beliebt sind oder die besondere Achtsamkeit brauchen.

Im Prinzip kann man lernen wie man als Leiter in der Gruppe mit Wertschätzung umgeht, das sich jeder in der Gruppe gut angenommen fühlt.

Optimal perfekt ist es, wenn jeder Gruppenteilnehmer glaubt man bringe ihm besondere Aufmerksamkeit entgegen. Das kann man tatsächlich steuern in dem man weiss, in welchem Blickfeld mehr oder weniger automatisch Augenkontakt hergestellt wird. Das gleicht man dann aus.

Ich mache gerade ein halbjähriges Praktikum im Kindergarten und es gibt definitiv Kinder, die ich mehr mag als andere und ich hab auch "Lieblingskinder". Ich denke, sobald man etwas mit Menschen zu tun hat, gibt es solche, die einem einfach sympathischer sind als andere, egal ob Kinder oder andere. Aber ich versuche trotzdem alle Kinder gleich zu behandeln, also nicht bei den "Lieblingskindern" Dinge durchgehen lassen, für die ich ein anderes Kind schimpfen würde. Und jedem die gleiche Aufmerksamkeit zukommen lassen, wenn das Kind denn Aufmerksamkeit möchte.

Ja manche Kinder sind mir sympathischer als andere

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Ich weiß auch nicht ob mir das Kind einfach sympathisch ist oder das Aussehen und das Verhalten daran liegt

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@Cracker2407

Das Verhalten ist doch ein wesentlicher Faktor, dass einem ein Mensch sympathisch ist. Und zum Aussehen, ja, manche Kinder sind einfach süßer.

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Ich bin ebenfalls fertiger Erzieher und kann ganz klar sagen: Jede Fachkraft hat mindestens ein Lieblingskind. Meist lässt es sich auch garnicht verhindern, man findet halt manche Menschen und kinder symphatischer als andere.

Es spricht auch im Grunde genommen nichts dagegen, Kinder zu haben die man "mehr" mag, allerdings darf die pädagogische Arbeit mit den anderen Kindern deswegen nicht leiden, egal wie nervig das Kind vielleicht erscheint. Ist aber leider sehr oft der Fall..

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bin kein Erzieher, aber ich hab jahrzehntelang Kinder und Jugendliche im Sportverein betreut einschließlich mehrtägige Freizeiten usw.

Es lässt sich nicht verleugnen, dass man zu manchen Kindern einen besseren und zu anderen einen weniger guten Draht hat. Aber ich hab es als besonderen Lerneffekt für mich mitgenommen, dass man jeden Menschen nehmen kann, wie er ist, seine positiven Seiten erkennt kann und sich nicht an Unterschieden aufhält und aufregt.

Ich hab es auch gelernt und geschätzt, dass alle unterschiedlich sind, denn es macht nur Sinn, wenn die Menschen bunt und abwechslungsreich sind. So wie es auch langweilig wäre, wenn alls Blumen der Welt die gleiche Farbe hätten. Es wäre langweilig, wenn alle still und zurückhaltend wären und es wäre nervig, wenn alle überdurchschnittlich lebhaft und kommunikativ wären. Aber die Verschiedenheit macht eine gute Mischung. Man kann als Erzieher aber darauf hinwirken, dass jeder auf seine Weise zu seinem Recht kommt.

Ich mag eher die Kinder, denen ich Ähnlichkeiten an mir sehe

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