Wie kommt es das der Erzieher Job so schwierig heutzutage ist?

5 Antworten

Kinder sind Kinder, laut und mit einem großen Bedürfnis nach Bewegung, Zuwendung, Beschäftigung und Grenzen. Sie sind nicht wesentlich anders als früher.

Kinder brauchen andere Kinder, um Rücksicht zu lernen, sich anzupassen und zu lernen und dafür ist eine Kita der geeignete Ort.

Erzieher haben es öfter mit Kindern zu tun, die daheim lange Zeit vor dem PC oder vor dem Fernseher verbringen. Diese kommen dann gelangweilt in die Einrichtung und verlangen endlich Zuwendung und Beschäftigung, wirken lauter und chaotischer als Kinder, die daheim beschäftigt und wahrgenommen werden. Das wirkt sich jedoch auf die ganze Gruppe aus, wenn man ein oder zwei solche Kinder hat. Es sind also nicht nur die Kinder, die mehr verlangen, es sind die Eltern, die sich wenig kümmern und nur zuschauen. Die Erzieher sollen es dann hinkriegen, dass Kinder sich höflich und respektvoll verhalten, sich beschäftigen lernen und "brav" sind. Ohne die Unterstützung des Elternhauses gelingt das aber nicht.

Es gibt Gespräche, bei denen Eltern vehement den Sachverhalt bestreiten oder sich gekränkt zurückziehen, oder das Gegenteil, alles zu ändern versprechen. Wichtig ist, im Dialog zu bleiben und nicht andere abzuwerten und zu verurteilen. Wir wissen nicht, was Eltern selbst in ihrer Kindheit erleben mussten und warum sie heute so reagieren. Es spielt aber eine elementare Rolle . Manche Eltern sind dankbar um Aufmerksammachen, auf Hinweise, wenn etwas nicht rund läuft und suchen den Rat.

Eine Zusammenarbeit ist unerlässlich und mancher Erzieher resigniert nach vielen Versuchen , etwas zu ändern. Er macht seinen Job nach Vorschrift und gut..nein, nicht gut, denn soziale Berufe erfordern mehr Engagement als einer, der im Büro Aktenordner bearbeitet.

Der Umgang mit Menschen kostet Kraft. Da braucht es ein Durchhaltevermögen, aber auch Wertschätzung von der Chefetage, von der Gesellschaft und eine wesentlich bessere Bezahlung.

Warst du "vor 15 Jahren" selbst noch Kindergartenkind.... oder hast du "vor 15 Jahren" dort gearbeitet?

Das macht schon einiges aus in der Erinnerung.

Der Erzieherjob ist sicherlich nicht schwieriger geworden... nur die Anforderungen haben sich teils verändert bzw. es gibt mehr Anforderungen. Mehr zu beachten, die Eltern wirken besorgter/ ehrgeiziger/ beanspruchender.

Die Grundaufgaben sind die Gleichen wie eh und je.

Ich meine, ich habe das letzte Mal vor weit über 12 Jahren im Kindergartenbereich gearbeitet.... bis vor einigen Jahren war ich die Mutter eines Kindergartenkindes...

Eines weiß ich aber: Man kann den einen Kindergarten nicht mit allen anderen Kindergärten gleichsetzen.

Es ist natürlich auch die Bezahlung oft hört man ja auch das die Erzieher zu wenig Geld bekommen

Und die Kinder sind schon ein bisschen Frecher und verwöhnter was z.B. das essen angeht einige haben wieder mega spaß da aber nach einer weile merkt man auch die anstregenden dinge im Kindergarten ist es ja auch ein bisschen laut man muss sich immer daruf Konzentrieren was die Kinder machen und nicht mal irgendwas essen was sie nicht sollen und das ganze Hochheben etc. geht schon irgendwann auf die Knochen

ich hoffe ich konnte dir helfen :)

Zu meiner Zeit gab es überhaupt nie das ein Erzieher geschimpft hat auf irgendjemanden wenn dan war es eine Ausnahme

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das liegt unter anderem auch an den Eltern, die nicht mehr selbst erziehen, sondern das ganz abgeben wollen und die Kinder so früh wie nur möglich abschieben

Was ist mit denen wo beide arbeiten müssen?

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@Golikumani

muss man tatsächlich? wozu gibt es die Möglichkeit der Elternzeit? ... es gibt soviele staatliche Hilfen ....

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@frodobeutlin100

Weil man von den dich so vielen staatlichen Hilfen nicht leben kann.

Elterngeld gibt es max 2 Jahre, danach kann man max Sozialhilfe beantragen. Da zählt dann aber das Damilieneinkommen und schwupps muss man von einem Lohn alles zahlen. Also Umzug in eine bezahlbare Wohnung (wenn man die überhaupt bekommt), kein Urlaub, nur das Notwendigste kaufen, keine Ausflüge, keine Vereine etc.

Mal ganz davon abgesehen, dass nicht alle ohne Arbeit leben wollen.

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@EinGast99

eine Entscheidung für Kinder, ist nunmal auch eine Entscheidung für ein geändertes Leben ... (für mindestens 18 bis 20 Jahre)

wer glaubt das alles so bleibt wie es ist und nicht die geringsten Abstriche machen möchte, sollte seinen Kinderwunsch nochmal überdenken

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@frodobeutlin100

Genau ... Menschen mit viel Geld und Harzt IV-Empfänger dürfen Kinder bekommen... alle dazwischen nicht!

Es schadet keinen Kind ab 1 in betreut zu werden. Glückliche Eltern = glückliches Kind!

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@EinGast99

Traurig so eine Einstellung, oder? Ich würde gerne so lange wie möglich für mein Kind da sein. Arbeite ohnehin nur Teilzeit, weil ich es noch kann. Aber das ist evtl einfach nicht so möglich wie man gerne hätte. Besonders für alleinerziehende dürfte das schwierig sein. Ist halt nicht mehr so wie früher, wo ein Gehalt für alles gereicht hat, jetzt mal unabhängig vom Luxus wie Urlaub.

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@Golikumani

Traurig so eine Einstellung, oder? 

Nö, ich und viele Anderen sind es gewöhnt und kennen es nicht anders. Ich liebe mein Kind, aber würde niemals auf meinen Job verzichten.

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Kommt drauf an was mach gemacht hat dann wurden die erziehen zwar nicht laut oder so aber sie haben zumindest gesagt man soll sich entschuldigen oder man soll das nicht tun

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