Fotografieren als Hobby, wie starte ich optimal?

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11 Antworten

Fotografieren ist im Grunde kein Hexenwerk. Es gibt fünf bis sechs bildwichtige Parameter, davon beziehen sich exakt drei auf die Belichtung (Verschlusszeit, Blende, Empfindlichkeit). Sie sind sehr einfach zu verstehen. Man muss dann nur noch verstehen, wie ein Belichtungsmesser arbeitet, was ebenfalls einfach ist, und hätte ab dann so ziemlich alles im Griff, was man zur Bildgestaltung benötigt.

Dummerweise sind Kameras, die einem die Beeinflussung dieser Parameter nicht nur ermöglichen, sondern guten, einfachen und schnellen Zugriff darauf bieten, heute teuer bis unfassbar irre überteuert. Für nachvollziehbares Geld kriegt man heute vorwiegend Geräte, wo man sich im Wesentlichen hauptsächlich nur aussuchen kann, welches mehr oder weniger intelligente Automatik-Programm man raten lässt, wie man sich das gewünschte Bild wohl vorstellt.

Und mit selektiver Schärfe kann man sinnvoll überhaupt erst mit einem eher großen und damit teuren Bildsensor arbeiten, APS-Format aufwärts.

Vor diesem Hintergrund fang mal hiermit an:

http://fotolehrgang.de/

und bevor du dir eine Systemkamera hinlegst, lese das hier verstehend:

https://luminous-landscape.com/understanding-viewfinders/

Und dann versuch mal <seufz> dir anhand dieser Erkenntnisse hier eine "gute" Kamera zu suchen:

http://www.dpreview.com/products/search/cameras

Wenn Du das echt nur als Hobby machen willst, und gerade erst anfängst, dürfte erst mal eine Kompaktkamera mit 4fach Zoom oder so reichen. Ich hab mir extra die wasserdichte Nikon Coolpix geholt. Die legt man auch mal ins feuchte Gras etc, ohne dass die gleich unter einem "Objektivfehler" leidet, wie meine Spiegelreflex). Gar nicht zu reden von Strandfotos mit spritzender Gischt oder dem Frosch im Wasser...und so.

Dann setz ich mir bestimmte Themen: mal Wald, mal Wiese etc... oder fahre mit dem Rad durch die Gegend, da sieht man einfach mehr, als wenn man nur irgendwo hin fährt, um Fotos zu machen.

Mit den Digitalkameras kann man ja mit entsprechender Speicherkarte locker Hunderte Fotos machen und später aussortieren. Und man bekommt ja auch die Infos über Einstellung, Blende etc. und könnte das später noch mal nachvollziehen.

Wenn Du merkst, dass es wirklich Spaß macht, und Du höhere Ansprüche stellst, wird dann eine Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv und evtl. Makrolinsen nötig.

Es gibt sehr gute Literatur zum Thema Fotografie, z.B. vom Rheinwerk-Verlag (nutze ich sehr sehr gerne)
Oder hier: http://www.striewisch-fotodesign.de/lehrgang/lehrg.htm

Fotografie kann ein sehr, SEHR teures Hobby werden, daher rate ich zunächst zu einer Einsteigerkamera wie der Canon EOS 1200D mit Kitobjektiv. Die ist relativ günstig und liefert sehr gute Fotos. Und dann probieren, probieren, probieren. Etwas Theorie muss sein, aber vor allem Praxis macht es.

Suche dir in Facebook Gruppen für Fotografieanfänger, dort kann man sich austauschen.
Oder in deiner Nähe Fotoclubs. Und Workshops zu verschiedenen Themen.

Ich bin gerne bei sog. Shootingevents, wo sich mehrere Fotografen und Models treffen, da kann auch ich als etwas erfahrener  Hase noch viel lernen. Oder ich treffe mich mit Fotografenkollegen.

Was brauchst du an Ausrüstung: Die Kamera mit einem Objektiv (bei Canon ist oft ein 18-55mm oder ein 18-135mm Objektiv dabei), und wenn du Landschaften fotografierne willst ein Stativ. Mehr brauchst du erstmal nicht. Wenn du Personen fotografieren willst noch ein Aufsteckblitz, das war es. Damit kommst du locker ein oder zwei Jahre klar.
Wenn du geübter bist willst du natürlich mehr... und es gibt viiiiieeeel Zeug für dieses Hobby.

Aber: es ist ein schönes Hobby! Du kommst raus, kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen, und bekommst - nach anfänglicher Kritik - bald Komplimente!

Vieleicht ist eine einfache Fernbedienung nicht schlecht, denn auch auf dem Stativ kann es etwas wackeln :) alternativ erst nach 2 Sek auslösen

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