Flugzeugstart?

6 Antworten

Na ja, Du setzt Dich hin, schnallst Dich an, schaust auf das Infoblatt mit den Sicherheitsregeln, hörst zu, was die Flugbegleiter sagen und wartest ab.

Das Flugzeug wird entweder vom Gate mit Hilfe eines Schleppers zurückgedrückt, bis es selbst rollen kann oder es rollt direkt aus eigener Kraft von einer externen Parkposition los.

Auf der Startbahn beschleunigt es auf Abhebegeschwindigkeit, die wiederum abhängig ist vom Abfluggewicht, der Startbahnlänge, einem möglichen Bremsweg bei Startabbruch, der Bahnbeschaffenheit, dem Wetter usw.

Beim Beschleunigen wird man ein wenig gegen die Rückenlehne gepresst, das ist alles. Sitzt Du ganz hinten und der Flieger senkt sich, während der Flieger die Nase hochnimmt, das Heck nach unten. Manche Paxe empfinden das als unangenehm; es ist aber überhaupt nicht schlimm - und schon gar nicht gefährlich.

Dann wird das Flugzeug konfiguriert (Fahrwerk und Klappen einfahren, Triebwerke auf Steigleistung einstellen, Autopilot einschalten etc.) und steigt dann auf Reiseflughöhe.

Wie man sieht, alles sehr unspektakulär.

Ich setzte mich voller Vorfreude auf meinen Sitz und warte, bis auch die restliche Passagiere Platz genommen haben. Derweil blicke ich gelangweilt aus dem kleinen Fenster. Der Boden liegt etwa sechs Meter tiefer; gut, dass ich keine Höhenangst habe.
Als sich die Hektik gelegt hat verteilen sich die drei Stewardessen im Mittelgang. Der Pilot stellt sich vor und begrüßt die Flugreisenden in verschiedenen Sprachen. Während er sie Sicherheitsbelehrungen durchleiert, machen die Stewardessen die einzelnen Schritte vor. Zuerst die Gurte schließen, Sitze aufrecht stellen, Tablettbrettchen schließen, Handtaschen und kleine Rucksäcke unter dem Sitz vor einem verstauen, Fensterblenden hochschieben, dann werden die Notausgänge gezeigt, wie man die Schwimmweste und die Sauerstoffmaske anlegt und wo sich die Notfallpläne zusammen mit den Spuckbeuteln befinden.
Während der Belehrung fährt das Flugzeug los. Das Gefühl ist ähnlich, wie wenn ich mit einem Auto fahren würde. Nur der Ausblick ist spannender. Bei jeder kleinsten Bodenwelle wippen die Flügel leicht nach.
Vor der Rollbahn stoppen wir nochmal kurz, um einen anderen Flieger landen zu lassen. Dann fahren wir langsam die letzte Kurve auf die Startbahn. Als der Pilot vollen Schub gibt, wird man in die Sitze gepresst und von der holprigen Fahrbahn leicht durchgeschüttelt. Ich liebe dieses Gefühl. Immer schneller rasen die Flughafengebäude und die Landschaft an meinem Fenster vorbei. Kurz vor dem Ende der Bahn heben wir ab. Der Magen und das Herz sinken in den Sitz hinein, zumindest fühlt es sich so an.
Schnell entfernen wir uns von der Stadt. Immer kleiner werden die Häuser und Felder und Straßen und Wälder. Die Autos sehen aus, wie kleine Ameisen, die geschäftig über die geteerten Fäden dort unten kriechen. Ab einer gewissen Höhe wird mir der Druck in den Ohren zu groß und ich schlucke kräftig, um ihn auszugleichen. Der Pilot fliegt eine steile Wende und ich kann gerade nach unten auf die Miniaturlandschaft sehen. Herrlich.
Ich wende den Blick und gucke auf der anderen Seite aus dem Fenster. Nur der blaue Himmel und ein paar von der Sonne beleuchtete Wolken sind zu erkennen. Die Weite bring meinen Magen durcheinander und ich schließe meine Augen. Kurz darauf verlöschen die Lichter, die anzeigen, dass man sich anschnallen soll.
Die Stewardessen gehen mit ihren Wägelchen durch die Gänge und bieten Getränke an. Zufrieden lehne ich mich in meinem Sitz zurück und schlafe langsam ein.

Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen. Wenn du noch Fragen hast, kannst du sie gern in die Kommentare schreiben. Ich muss dich aber warnen, in größeren Flugzeugen z.B. sind es mehrere Gänge und damit auch mehrere Stewardessen oder auch Stewards. Bei längeren Flügen gibt es richtige Mahlzeiten, die vakuumiert und an Board aufgewärmt werden.
Viel Spaß beim Schreiben.

SD1996 hat es schon gut erklärt. Beim. beschleunigen Wirste halt kurz nach hinten gedrückt und beim abheben nach unten etwas.

Aber alles so das es nicht wirklich unangenehm ist.

Große Angst vorm Flugzeugstart (Emetophobie, Herzrasen usw.)?

Hallo ich bin M/18 und ich würde momentan nie in ein Flugzeug steigen können. Ich bin einmal als Kind mit etwa 8 Jahren geflogen und hatte soweit ich weiß keine Probleme damit und auch Bootsfahrten rufen keine Übelkeit in mir hervor. Das einzige womit ich seit ein paar Jahren ein großes Problem ist wenn ich zB. lange kein Auto gefahren bin und es dann auf die Autobahn geht. Dann überkommt mich eine Panik die sich immer weiter langsam hochschaukelt aber irgendwann wieder einpendelt, vielleicht kennt das ja jemand. Wie ich dann bei nem Flugzeugstart darauf reagieren könnte will ich mir erst gar nicht vorstellen. Hängt wohl alles mit meiner allgemeinen Angststörung und der Angst vor dem Erbrechen zusammen. Ich fände die Beste "Therapie" wäre für mich so einen Geschwindigkeitsanstieg zu erleben. Wo gäbe es sowas vergleichbares zum Flugzeug. Eine Achterbahn vielleicht? Ich möchte mein Leben einfach wieder leben können, ohne Angst...

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