Findet ihr es moralisch vertretbar, ein Kind mit Down-Syndrom abzutreiben?

25 Antworten

Ich finde es fahrlässig einfach eine Kategorie "Down Syndrom" zu kreieren. Down Syndrom kann eine ganz minime Störung sein, die man kaum merkt. Es kann aber auch eine sehr starke Behinderung sein, oft mit noch weiteren Gebrechen (Herzfehler etc.) verbunden. Down Syndrom-Kinder sind nicht alle so herzig wie jene, die wir jeweils auf verharmlosenden Propaganda-Fotos zu sehen kriegen.

Ausserdem sind Paare und Familien nicht alle gleich tragfähig. Der Entscheid, ob nach einer solchen Diagnose die Schwangerschaft abgebrochen werden soll oder nicht ist schwierig und kann nur von den Betroffenen selbst gefällt werden.

Es steht niemandem zu, darüber moralisch zu richten. Und der Entscheid zum Abbruch hat übrigens nichts mit Behindertenfeindlichkeit zu tun.

Ich persönlich finde es Quälerei Menschen mit Behinderung egal welcher Art außer sie sind geistig normal auf diese Welt zu bringen sie werden ni von der Gesellschaft zu 100 prozent akzeptiert  und kosteten unnötig Geld nerven und meistens Freunde und Familie. Die meisten Mütter bekommen Depression und geraden in eine Spirale aus selbst hass usw. Aber letztendlich muss es jeder für sich entscheiden ich Würde nicht so leben wollen aber sie kennen es ja auch nicht anders von daher denken sie es is normal so wie ich bin Grade bei Down-Syndrom gibt es eben auch intiligente Menschen.

Um zum Punkt zu kommen es muß jeder letztendlich für sich entscheiden den es ist nicht wie ein Hund der bissig ist und den man abgeben kann es ist ein Mensch der genau so liebe und Zuwendung brauch und ein Teil der Mutter und Vater  ist 

Also mir hat man letztens eine Frage gelöscht, weil es eine Frage war, die vermeintlich eine Debatte um eine moralische Wertung hätte provozieren können. Mal gucken, ob die hier bleibt...

Meine Antwort:

Man kann nur definitiv sagen, dass das 1-2 Monate vor der Geburt praktisch genau gleich moralisch vertretbar wie 1-2 Monate nach der Geburt. Denn das ungeborene 1-2 Monate vor der Geburt unterscheidet sich nicht wesentlich von dem 1-2 Monate nach der Geburt. (z.b. ist es nicht von der Mutter abhängig, sondern kann problemlos von Dritten versorgt werden, sofern es eben nur von der Mutter getrennt wird; aber da das bei der Abtreibung sowieso gemacht wird, ist es einerlei ob schon draußen oder nicht; die Frage ist nur, ob man vorm Rausholen eine tödliche Spritze ins Herz sticht oder nicht).

Alles andere ist Meinung. Ich meine z.b. dass Kinder wegen ihrer Behinderung 1-2 Monate nach der Geburt "abzutreiben" unmoralisch ist; folglich bin ich auch 1-2 Monate vor der Geburt dagegen.

Andere sehen das anders und finden 1-2 Monate vor der Geburt wegen Down abtreiben sei unproblematisch oder zumindest von Außenstehenden nicht moralisch zu beurteilen; die jaulen dann aber meistens rum, wenn man sie auf die logische Konsequenz aufmerksam macht.

Bezüglich früherer Abtreibungen, also bevor das Kind außerhalb der Mutter überlebensfähig wäre, ist die Wertung vielleicht nochmal etwas komplizierter, da es ja dann nicht nur darum geht, ob man das Kind vorm rausholen/vor Geburt mittels Injektion tötet, sondern ob und wie man die Mutter letztlich davon überzeugen/dazu zwingen kann und/oder darf die weiteren Monate Schwangerschaft bis zur externen Lebensfähigkeit mitzumachen.

Ist die Abtreibung ein "Auftragsmord", wie Papst Franziskus sich äußerte?

Interview im DLF:

Papst zu Abtreibungen

„Das ist eine ganz unerhörte Botschaft“

Wenn Papst Franziskus Abtreibungen in einen Zusammenhang mit Auftragsmördern stelle, dann sei das die Botschaft eines alten Klerikers, sagte Christian Weisner von „Wir sind Kirche“ im Dlf. Diese Kirchenleitung der alten Männer wisse viel zu wenig vom realen Leben. Im Bereich Sexualität sollte sie sich ein Moratorium auferlegen.

Ganzes Interview hier: https://www.deutschlandfunk.de/papst-zu-abtreibungen-das-ist-eine-ganz-unerhoerte-botschaft.694.de.html?dram:article_id=430249

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