Findet ihr diesen Schulbetrieb in Ordnung?

11 Antworten

Nein, es sind nicht alle Schulbetriebe so. Aber leider ist in nicht wenigen das Pferd oder Pony ein Arbeitsgerät und erfährt weder ausreichende medizinische Versorgung, noch eine all zu gute Behandlung. Sie sollen ihre Runden mit den Schülern drehen und funktionieren. Auch Lahmheiten werden mitunter ignoriert und den Reitschülern als Taktfehler verkauft. Diese dämlichen Fellsattel sind billig und "passen" halt auf jedes Pferd oder Pony irgendwie drauf. Reitlehrer verdienen teils nur 10 Euro die Stunde und sind sie nicht fest angestellt, müssen die von Hof zu Hof hetzen und irgendwie versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Schulpferde in dem jetzt von der Fragestellerin angeprangerten Betrieb kommen wenigstens auf die Weide. Das ist mehr, als es in einigen anderen Betrieben üblich ist. Und das mit den Ausbindern geschieht sicherlich, damit den Schülern und Eltern "Erfolg" präsentiert werden kann, denn das Pferd funktioniert ja dann irgendwie. Außerdem sind einige der Meinung, dass das  das Gefahrenpotential senkt, denn auf Gerichtsprozesse und Schadensersatzforderungen ist keine Reitschule scharf und genau die haben im Laufe der letzten 20 Jahre enorm zugenommen. Die Menschen sind streitbarer geworden. Fällt ein Kind vom Pferd, steht nicht selten dem Reitschulbetreiber direkt eine Klage ins Haus. Es würde mich nicht wundern, wenn die Reitstunden in dem oben beschriebenen Betrieb günstig sind. denn das ist es, was den meisten Eltern heute wichtig ist: möglichst wenig für möglichst viel bezahlen. Geiz ist geil. Doch wie soll ein kostenintensiver Betrieb, wie es eine Reitschule ist, wird sie gut geführt, funktionieren, wenn das, was er anbietet, nicht entsprechend bezahlt wird?

Ich betreibe selber eine Reitschule. Meine Reitschulferde und Ponys leben von April bis Ende Oktober, manchmal - je nach Wetterlage- auch noch bis in den November hinein, auf den Weiden. Sie sehen regelmäßig einen Schmied, werden tierärztlich behandelt und jedes hat sein eigenes, passendes Sattelzeug plus eigenem Putzzeug. Die Schabracken unter den Sätteln werden alle paar Tage gegen saubere ausgetauscht. Es gibt Korrekturberitt, durch mich und meine Auszubildenden, soweit möglich - denn bei den kleinen Ponys sind wir größentechnisch raus. Im Winter sind die Schulpferde in Laufställen und kommen stundenweise auf die Paddocks, einige von ihnen zusätzlich noch in die Führmaschine, damit kein Kind aufgrund von Bewegungsmangels des Pferdes im Winter befürchten muss eine "Flugstunde" zu haben. Unsere Pferde und Ponys sind nicht alle wer weiß was für "Kracher", aber grundsolide. Keines wurde einem Schlachter abgekauft, oder gehört da im Grunde hin. Bis auf die ganz kleinen Ponys beherrschen alle Dressurlektionen bis ca. L, mache von ihnen sogar M-Lektionen, einige springen ganz nett und schaffen einen A-Parcours fehlerfrei und alle sind Aufgrund der Tatsache, dass wir unser Heu selber produzieren, kann ich garantieren, dass allen Pferden bei uns am Stall hochwertiges Heu zur Verfügung steht. Auch die Schulpferde werden entsprechend ernährt. Ihnen steht immer Heu zur Verfügung, sie bekommen sogar Mineralfutter und je nach Pferd und Bedürfnis auch Kraftfutter gefüttert. Das alles ist aufwendig und Aufwand kostet. Reitstunden zu Schleuderpreisen gibt es bei mir nicht, denn sonst wäre ich schon lange Pleite. Zum Glück lebe ich in einem Einzugsgebiet recht gut verdienender Menschen, die in der Lage und Willens sind, meine Preise zu zahlen. Doch das Glück hat bei dem tagtäglichen Preiskampf allerorten leider nicht jeder Betrieb. Und manchmal fehlt leider auch die Ethik und die Empathie mit den Pferden. Schlussendlich liegt es an jedem Reiter und an jedem Elternteil, ob schlechte Betriebe weiterhin schlechte Betriebe bleiben können, weil die niedrigen Preise dafür sorgen, dass der Zulauf stimmt. Wären mehr Reiter sensibel für das leid der Tiere, für schlechte Haltung und miesen Unterricht und wären wären darüber hinaus auch bereit, für bessere Qualität mehr zu zahlen, müssten miese Betriebe sich umstellen oder schließen. Doch solange der Preis einer Reitstunde über die Wahl der Reitschule entscheidet, wird sich vielerorts nicht all zu viel ändern.

Nein, nicht alle Reitschulen sind so! Ich reite auf einem kleineren Hof, der zwar vieleicht nicht das optimale Beispiel ist, wo es den Pferden aber gut geht. Die Pferde dürfen den Vormittag über auf die Koppel. Bevor die Reitstunden beginnen (ca. 15 Uhr) werden sie auf Paddocks gebracht, wo sie bis zum Abend stehen und nur für die Reitstunde geholt werden.

Anfänger dauerhaft ohne Sattel reiten zu lassen ist nicht gut für den Rücken der Pferde! Wenn sie das hin und wieder machen ist es nicht schlimm aber ohne Sattel wierd das Gewicht der, oft noch rumhopsenden, Anfänger nicht auf dem Rücken verteilt. Das gilt auch generell für dauerhaftes reiten ohne Sattel.
Die Ausbinder sind an sich nicht schlimm, wenn sie richtig verschnallt werden. Gerade im Schulbetrieb werden sie häufig verwendet, wenn der Reitschüler, das Pferd ohne sie noch nicht korrekt in Stellung bringen kann. Sonst kann das auch den Rücken schädigen. Bei mir wird meist mit Dreieckszügeln geritten, wenn der Reitschüler es ohne kann, reitet er aber auch ohne.. Wenn sie aber nicht korrekt verschnallt werden, ist das natürlich auf keinen Fall gut!

Bei uns in den Stunden laufen nur 4 Pferde gleichzeitig und gerade gestern habe ich mit einer der Verantwortlichen für die Schulpferde gesprochen und sie hat gesagt, sie würden sich niemals einen Hengst anschaffen. Im Schulbetrieb ist das auch ziemlicher Blödsinn, da er nicht nur auf die Stuten reagiert, sondern Hengste auch häufig schwerer zu händeln sind.
Das mit dem schagen auf die Nase habe ich ja noch nie gehört! Ich kenne Gerteneinsatz bei nicht folgenden Pferden, aber doch nicht auf die Nase! Die ist sehr empfindlich, außerdem schlägt man Pferde nicht! Man kann eine Gerte zur unterstützung verwenden, aber doch nicht um das Pferd zu schlagen. Wenn bei mir im Stall, das Pferd wirklich gar nichts mehr macht setzt sich als letzte Instanz der Reitlehrer drauf.
Das die Kinder das Pferd alleine fertig machen ist nicht sonderlich ungewönlich. So lernen sie Verantwortung zu übernehmen. Der Reitlehrer sollte es allerdings vor dem Aufsteigen noch einmal kontrollieren und Anfänger sollten Hilfe erhalten.

Gut, das du in diesem Stall aufgehört hast. Es sind allerdings nicht alle Reitschulen so und hin und wieder eine Stunde ist wichtig, damit du deine RB auch korrekt reiten kannst. Trau dich und schaue dich nach einer besseren Reitschule u. Sonst kann man sich auch einen privaten Reitlehrer suchen. Nicht alle sind so!

Also das hört sich wirklich nach einem absoluten Negativ-Beispiel an. Gut dass du dort aufgehört hast und so etwas nicht weiter unterstützt.

Ich kenne sowohl gute als auch schlechte Beispiele für Schulbetriebe.

Leider ist es halt nun mal so dass die Schulpferde ja nun mal auch Geld in der Unterbringung, Versorgung etc. kosten - genauso wie ein Privatpferd eben auch. Und damit sich der Reitbetrieb auch rechnet müssen die Tiere durch die Reitstunden-Einnahmen sowohl ihre Fixkosten wieder "rausarbeiten" und gleichzeitig auch noch ein bisschen Gewinn für den Stallbetreiber erwirtschaften. Die RL wollen auch noch bezahlt werden usw. Unterm Strich wirst du also mit einem Schulbetrieb nicht reich werden. Und damit genauso diese Kosten gedeckt werden lässt man die Pferde dann eben mehrere Stunden am Tag laufen - schließlich bringt jeder Reitschüler ja wieder ein bisschen Geld in die Kasse. Dass dann oft auch noch an neuer Ausrüstung usw. gespart wird ist denke ich auch klar. Gerade in den großen Schulbetrieben wird da das Pferd eben nur noch als Einnahmequelle betrachtet.

Aber nein - nicht alle Schulbetriebe sind so. Meine Trainerin hat gleichzeitig auch noch einen kleinen Schulbetrieb mit 4 Schulpferden. Die haben alle angepasste Sättel, laufen bis mind. L auf Turnieren und haben nach max. 2 Stunden am Tag Feierabend. Dafür kostet die Stunde eben auch keine 10, sondern mind. 25€.

Da die meisten Eltern für die Reitstunden ihrer Kids aber eben nicht so viel Geld ausgeben wollen wird dann da oft lieber in die billigste Reitschule gegangen und nicht in die Beste. Gerade Eltern (oder auch erwachsene Reitanfänger) können oft die Unterschiede zwischen den Ställen doch gar nicht erkennen. Die sehen nicht ob da gut oder schlecht mit den Pferden umgegangen wird oder ob der Sattel passt oder nicht. Da wird aufs Geld geschaut, die Kids für die Reitsunde im Stall abgegeben und danach wieder abgeholt.

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Schlimmer noch: erwachsene Menschen mit langjähriger Reiterfahrung verlassen oftmals sofort den Reitstall, wenn er auch nur um einen einzigen Euro den Preis anhebt. Gleichzeitig aber mokiert man sich darüber, dass kein 4000€- Sattel auf dem Schulpferd liegt...

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