Feuer im Kamin von oben anbrennen?

8 Antworten

Hallo, Dein Schwager hat nicht nur recht, weil es funktioniert, sondern weil es handfeste Gründe gibt, das Feuer von obern anzufachen. Dabei entsteht weniger Rauch/Ruß = Feinstaub, was zum einen der Umwelt zu Gute kommt und zum anderen die Ofentür deutlich weniger verschmutzt. Zudem erhöht sich der Wirkungsgrad. Also, nicht von Leuten verunsichern lassen, die pauschal mal keine Ahnung haben und sich über, auf den ersten Blick, dumme Fragen lustig machen wollen.

Es widerspricht zwar der Intuition (wie man an den vielen ablehnenden Antworten sehen kann), aber Anfeuern von oben ist viel emissionsärmer, wenn's richtig gemacht wird. Sagt z.B. auch der österreichische Verein für Konsumentenschutz: http://bit.ly/go4WXQ

Unter dem folgenden Link können alle Interessierten den Grund für das Anfeuern von oben nachlesen. Gase, die aus dem Holz austreten müssen das Feuer auf diese Weise durchlaufen und werden dadurch vollständig verbrannt. Die Methode des Anfeuerns von oben funktioniert bei mir jedes Mal auf Anhieb, mit nur einem Anzünder. Auch kann man die Ofentür erst einmal nur anlehnen, wie Wooddoc beschreibt. Einfach mal ausprobieren und nicht gleich als Unsinn abtun.

http://www.oberholzer.info/lufthygiene/dokumente/richtig_feuern_zumikon.pdf

Habe es nun fünfmal ausprobiert und kann nur sagen: Was für ein Quatsch. Der Ofen (Grundofen) kommt nicht in die Gänge, wenn das Feuer von OBEN entfacht wird. Er braucht jedesmal zwei, drei Stunden, bevor es richtig brennt; von unten angezündet brennt es spätestens nach der halben Stunde richtig durch.

Dann entwickelt das Feuer von oben viel mehr Abgase, wie man unschwer am rauchenden Kamin erkennen kann. Hier ist der Abzug über zwei, drei Stunden dunkel zu sehen; im Gegensatz vom unteren Anbrennen, wo der Rauch nach einer halben Stunde nicht mehr sichtbar ist.

Beim Abbrennen von oben brauch ich schon mal drei bis fünf Anzünder, ansonsten verreckt das Feuer fast. Von unten angezündet brauch ich gerade mal einen halben Anzünder, und das Feuer brennt wie "Hölle".

Bei beiden Arten des Anzündens kommt natürlich das gleiche Holz zum Einsatz, nur dass die Schichtung umgekehrt ist.

Für mich war der Tipp also nichts.

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Hallo,

und der Schwager hat tatsächlich Recht. Nur von soll kann da sicher nicht die Rede sein aber ich mache das auch immer von oben. Damit ist gemeint das die etwas größeren Holzscheite zuerst auf den Feuerraumboden gelegt werden darüber etwas kleinere und dann werden klein gehackte Späne darüber im Quadrat aufgestapelt. In die Mitte des Stapels lasse ich dann einen brennenden Kohleanzünder fallen und lehne dann die Ofentür nur an. Das funktioniert sehr gut und das seit vielen Jahren. Warum? Weil Holz tatsächlich auch von oben nach unten brennt, weil Holz nur Sauerstoff von oben benötigt. Was ganz anderes ist die Kohlefeuerung dort dagegen braucht die Kohle zum brennen nur Sauerstoff von unten weshalb man das Feuer auch unter der Kohle entfacht.

Nicht zur Nachahmung empfohlen: In einer meiner alten Wohnungen hatte ich einen Kohleofen. Kann also ein Lied davon singen, wie schwierig es bei verschiedenen Witterungslagen ist, ein Feuer zu entfachen. Habe Sperrholzplatten so zurechtgesägt, daß sie in den Ofen paßten. Und jetzt: Ein Kaminbrand war die Folge. Das Ofenrohr wurde glühend es fauchte und zischte und es wurde einem himmelangst. Habe das Ofentürchen geöffnet und es kamen Flammen heraus, die sich erst ein paar Zentimeter dahinter richtig entzündeten. Schnell ein paar Briketts auflegen, um die Temperatur runterzukriegen. Also. BITTE lasst die Finger von solchen Experimenten mit Kaminfeuern etc. Die Feuerwehr hilft, vorbeugen mußt DU. Die Feuerwehr hält nur den Schlauch in den Kamin. Die ganze Suppe verläuft dann an der Wand. Ein Mordsärger.

Habe auch von oben angezündet. Die Sache ist deswegen so gefährlich, weil sich dabei die Gase erst im Kamin entzünden, nicht das Brenngut darunter. Es ist wohl das Methangas, was aus dem Holz entweicht.

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@AnonymerNutzer

Nun ein Tip aus jahrelanger leidvoller Kohleofenanmachexperimentaltechnik: Kohleofen anzünden: Kohleofenanzünder zuerst reinlegen. (Das sind die Dinger, die nach Petroleum riechen, in jedem Köln- Alt-Ehrenfelder Supermarkt zu kaufen waren, die stinken dann hinterher wie ein alter rußender Diesel.) Darüber direkt schon Briketts ein zwei Stück. Dann die zwei oder drei Kohleofenanzündertabletten mit dem Streichholz anzünden. Die Briketts fangen an einer Stelle dann an zu glühen. Sind die Kohleofenanzünder abgebrannt, muß man nun für guten Abzug sorgen. Also Ofenklappe voll auf und auch unten den Ansaugschieber voll auf oder sogar Schoß auflassen. (Achtung Brandgefahr!) Manchmal geht das nicht. Es zieht nichts ab. Die Bude ist voller Qualm. Jetzt den Staubsaugertrick anwenden. Einen Staubsauger umdrehen, so daß er pustet. Damit dann gegen die Briketts blasen lassen. Sind die Briketts am Glühen, erst den Ofen weiter mit Brenngut befüllen. In der Anheizphase verpestet der Ofen die ganze Gegend. Im Winter war dort ein solcher Smog, daß die Stadt Köln sich überlegte, die Benutzung der Öfen zu verbieten, was auf heftigen Protest der Alteingesessenen stieß.

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@AnonymerNutzer

Ist der Ofen dann voll durchgeheizt, nicht vergessen, die Ofenklappe zu drosseln, sonst überhitzt er sich, und ein glühendes Ofenrohr und Kaminbrand kann die Folge sein. Dann kommt auch nicht mehr soviel Qualm aud dem Kamin. Jetzt kam alles Mögliche in den Ofen in Ermangelung von richtigem Brennmaterial. Eine richtige Müllverbrennungsanlage. Sogar Konservendosen konnten bis zur weißen Asche verbrannt werden. Das ist Umweltverpestung in höchster Potenz. Muß aber hier einmal deutlich gesagt werden. Es wird höchste Zeit, hier das Wohnungs-Sanierungsprogramm zum Abschluß zu bringen.

Ich habe also keinerlei Verständnis mehr dafür, daß Leute, die es garnicht brauchen, weil sie eine Zentral-Heizung haben, noch mit ihren Eigenheimkaminen die ganze Luft verpesten müssen.

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@AnonymerNutzer

Schon mal an die Kosten gedacht ? Ich spare ca.80 Euro manatlich durch meinen neuen Ofen. Aber einige haben es anscheinend nicht nötig, Geld zu sparen. Ausserdem : Holz erzeugt beim Zersetzen im Wald die gleiche Menge Co2 wie beim Verbrennen ! Natürlich vorausgesetzt, alles wird richtig gemacht.

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