2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, das ist ganz normal. Da ist nichts kaputt.
Es handelt sich um eine akustische Rückkoppelung.

Das passiert vermutlich immer dann, wenn am Gerät "Mithören" eingeschaltet ist.

Das Mikrofon (Sprechseite des Telefonhörer) nimmt alle Geräusche auf. Und die Hörkapsel (Hörerseite des Telefonhörer) gibt diese Geräusche verstärkt ab. Wenn der Telefonhörer nahe beim Gerät ist, ist diese akustische Rückkoppelung besonders kräftig, sodass ein Pfeifen entsteht. Das Mikrofon verstärkt wiederholt die abgegebene Laute der Hörkapsel (immer wieder und immer wieder.... es pfeift!).

Es gibt irgendwo auf der Platine im/unten am Gerät einen Schalter (S1), mit dem man das "Mithören" ausschalten kann. Dann hört man das selbst gesprochene nicht mehr im Hörer.

Wenn nicht, ist das halb so wild. Es ist nichts kaputt, sondern es liegt an dem Verfahren, das angewendet wird. Das Mikrofon und der Lautsprecher (Hörkapsel) sind bauliche zu nahe beieinander, ist jedoch typisch für einen Telefonhörer. Und wenn die Batterien sehr voll sind, funktioniert das Mikrofon und Hörmuschel besonders gut und der Effekt tritt eher auf.

Hier wird der Schalter S1 für das Mithören erklärt:

https://sts-sprenger.de/attachments/article/16/OB%2092%20Bedienungsanleitung.pdf

Viel Erfolg!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Danke für die Hilfreiche Antwort!

Kurze Frage noch, der Fernsprecher 92 hat so einen Telefon Stecker, kann ich den in diese Steckdose stecken?

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@Aurelius481

NEIN !

Wenn du die TAE-Dose (Telefondose) in einer normalen Wohnung meinst, dann darfst du den Fernsprecher nicht einstecken. Es ist kein analoges Telefon, es hat auch eine Tasten oder Wählscheibe um eine Telefonnummer einzugeben, sondern es ist nur eine Gegensprechanlage, also für die stationären Betrieb (Festverbindung) vorgesehen. Mit der Kurbel kannst du keine Telefonnummern wählen um jemanden gezielt anzurufen. Nur eine feste Verbindung mit einer festen Gegenstelle ist möglich!

Nochmal: Es ist kein normales Telefon!

Viel Erfolg!

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@Transistor3055

Naja, je nach Erwartung "kann" man es anschliessen. Allerdings nützt es nicht viel. Vielleicht funktioniert es als Zweittelefon zum Mithören parallel zu einem normalen. Vielleicht würde es sogar klingeln.
Oder kennst du die interne Technik genauer dieses Bahn-"Telefons"?

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@atoemlein

Nein, ich kenne die interne Technik nicht, jedoch ist es recht robust und primitiv gebaut. In meiner Antwort ist ja ein Link , er beschreibt grob die innere Platine und Fähigkeiten und Anschlüsse. (auch den Schalter S1 um das Mithören auszuschalten ist dort aufgeführt).

Hier der Hersteller und Infos dazu:

https://www.sts-sprenger.de/telekommunikation/ob-fernsprecher

Jedoch Idee mit dem Einstecken in eine TAE-Dose ist Unfug und davon würde ich dringend abraten, kann teuer werden, wenn die Telekom-Hardware dahinter hops geht (Techniker der Telekom muss dann raus und evtl. Schäden beseitigen). Ist sowieso zwecklos, da viele/alle Telekom TAE-Dosen/Anschlüsse auf All-IP umgestellt sind: https://www.teltarif.de/tag/telekom-all-ip/

Viel Erfolg!

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@Transistor3055

Ja, es mag Unfug sein, weil es nichts bringt.
Aber schädlich wird es kaum sein, die analoge Telefontechnik kenn ich sehr gut; so proprietäre Kommunikationgeräte waren sicher nicht fundamental anders.

Und auch einem alten analogen Telekomanschluss, der zu einer Quartierzentrale geht, macht es sicher nichts. Der ist absolut stör-immun. Da kannst du vom Kurzschluss bis zu mehreren Dutzend Volt AC alles draufgeben, die Hardware dahinter hält das aus.

Aber ja, lieber Fragesteller, wenn du sicher sein willst, dass deinem Gerät nichts passiert, dann mach es höchsten unter technischer Anleitung eines erfahrenen Elektronikers (nicht eines normalen Elektrikers).

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Schönes Wort: "Fernsprecher" statt Telefon. Wobei das offenbar ein Türtelefon ist, also ohne Wahleinrichtung.

Gut, hast du uns das "Geräusch" gezeigt.
Das ist ein ganz "normale" akustische Rückkopplung.
Also das Signal vom Mikrofon geht zum Hörer und von dort wieder zurück zum Mikrofon.
Das passiert immer, wenn der Hörer in der Nähe einer harten Unterlage ist bzw. wenn der Schall kanalisiert wird. Z.B. vermutlich auch, wenn du den Hörer langsam auf eine harte Tischplatte ablegen willst. Oder spätestens dann, wenn du noch seitlich am liegenden Hörer die Handflächen hinhältst.
Auf einem Tischtuch wird es wohl schon nicht mehr passieren.

Es ist also nicht kaputt, dieser Effekt ist normal.

Zu deiner Nachfrage bei Transistor:
Ob man das ans normale, analoge Telefonnetz oder eine Analogausgang eines Routers "anschliessen kann", hängt von der Technik des Telefons und von deiner Erwartung ab. Vermutlich ist es nicht dafür gedacht!

  • "Können" vielleicht schon (ist jedenfalls für Fremdspeisung geeignet, aber vielleicht nicht bis zur Standardspannung). Und Batterien entfernen in diesem Fall!
  • Wählen kannst du damit nicht oder nur mit einem akustischen Wähler.
  • Den Kurbelinduktor darfst du keinesfalls betätigen
  • Ob's klingelt, ist auch unsicher.

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