"Familiensituation"

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Deine Frage ist eine von denen, die man nur rein intuitiv beantworten kann. Wenn ich das lese, habe ich nicht den Eindruck, dass die Beziehung zwischen Dir und Deinem Freund schon so gefestigt ist, dass das Zusammenziehen bereits ein Thema sein sollte.

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass er nur deswegen zu Dir gezogen ist, weil es für ihn die günstigste Alternative nach der Trennung von seiner Frau war. Er sieht u.U. durch Dich die Chance, sein Kind versorgt zu wissen. Ich frage mich an dieser Stelle allerdings: Wo ist die Mutter des Kindes? Sie lebt im selben Haus. Warum steht sie dem Kind nicht zur Verfügung, z.B. für die Unterstützung bei den Hausaufgaben? Gerade weil sie im selben Haus wohnt, würde es sich doch anbieten, dass sie daran mitwirkt.

Da Du keine eigenen Kinder und somit keine diesbezüglichen Erfahrungen hast, kann ich gut nachvollziehen, wenn Du Dich mit der Situation überfordert fühlst. Das ist nur allzu natürlich, zumal Du "ins kalte Wasser geworfen" wirst.

Du selbst solltest Dir die Frage stellen, ob es Deinem Freund um Dich geht, oder um die Versorgung seines Kindes. Wenn Du Dich überfordert fühlst, dann sage es ihm klipp und klar. Notfalls fordere ihn auf, die Wohnsituation mit seiner Noch-Frau zu überdenken. Auch sie könnte ausziehen, damit ihm seine eigene Wohnung wieder zur Verfügung steht... oder aber er selbst muss sich vorübergehend eine andere Bleibe suchen.

Es wäre natürlich wünschenswert, sofern er es Dir wert ist, an einer gemeinsamen Zukunft zu "arbeiten". Aber dabei kann und darf es nicht sein, dass er nur fordert, ohne selbst Entgegenkommen zu zeigen. Ich denke, es ist Zeit Tacheles zu reden!

Das passierte alles von heut auf morgen und ich wollte es so. Nur jetzt merke ich das es so nicht weitergehen kann. Der Kleine möchte nicht zu seiner Mutter. Es war seine Entscheidung das er hier zu mir "hoch" zieht. Sicher ist er auch mal unten bei seiner Mutter, aber halt eben nur wenn es gerade nicht anders geht. Sie kann keine HA mit ihm machen. Das tat sie schon "früher" nicht.

Sie will nicht ausziehen und das braucht sie auch nicht im Trennungsjahr. Das ist es ja, was die Situation noch unterträglicher macht. So ist es Gerichtlich festgelegt. Sie darf Mietfrei wohnen. Er DARF nicht runter, denn sonst das das Trennungsjahr hinfällig. Er darf nur in sein Büro... Wenn seine Noch Frau ausziehen würde (was sie eigentlich sollte, denn ich persönlich könnte das nicht ertragen dort unten zu wohnen), würde er sofort mit dem Jungen wieder nach unten gehen. Nur im Moment geht es leider nicht...

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@AktenzeichenXYZ

Eine ganz schön unangenehme Situation für alle Beteiligten. Es beruhigt mich jedenfalls, dass es Dein Wunsch war, dass er zu Dir zieht und Du genießt meinen vollen Respekt dafür, dass Du Dich dieser nicht ganz leichten Aufgabe und der damit verbundenen Verantwortung stellst.

Ok, dann versuchen wir jetzt mal, mit Hilfe von ein paar praktischen Tipps Deinen Alltag zu erleichtern. Versuche, dem Tag eine feste Struktur zu geben, regelmäßige Abläufe... sei es bezogen auf das Mittagessen (es muss nicht immer das Spitzen-Menü sein), ebenso wie auf das schwierige Thema Hausaufgaben und eine feste Schlafenszeit.

Je gleichmäßiger der Tag strukturiert ist, desto einfacher wird es sowohl für Dich, als auch für das Kind. Es braucht einige Zeit, aber dann spielt es sich ganz routiniert ein.

Ich weiß nicht, ob Du auch berufstätig bist. Falls nicht, nutze den Vormittag für die Hausarbeit, bereite das Essen vor, damit es am Mittag schneller geht. Bevor das Kind aus der Schule kommt, gönne Dir selbst noch ein bisschen Ruhe und Erholung. Trinke Dir eine Tasse Kaffee, lies die Zeitung... was auch immer Dir gut tut. So bist Du entspannter, wenn das Kind nach Hause kommt.

Suche Kontakt zu anderen Kindern und deren Müttern. Tausche Dich mit ihnen aus und profitiere von deren Erfahrungen. Günstiger Nebeneffekt: Während die "Mütter" klönen, sind die Kinder gemeinsam beschäftigt.

Mache Deinem Freund klar, dass er in den Abendstunden auch gefordert ist. Sorge dafür, dass das Kind abends relativ pünktlich ins Bett geht. Je fester der Rhythmus ist, desto stressfreier wird der "Abend-Marathon" ablaufen, so dass Du auch anschließend noch Zeit für Dich und Deinen Freund hast.

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@Momo1965

sie ist nicht reif dafür, letztlich kann sie mit dem Jungen garnichts anfangen und ist auch wie sie selbst sagt :nicht seine Mutter. Also, Finger weg von dem Kleinen, ist besser so.

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@jimmini

Das sehe ich nicht so. AZ XYZ sagt, dass sie es selbst so gewollt hat und das glaube ich ihr dann auch. Was genau auf sie zukommen wird, konnte sie im Vorfeld nicht wissen. Woher auch? Wir sprechen hier über den Zeitraum von einem Monat! Rom ist auch nicht an einem Tag entstanden. Manchen Dingen sollte man auch mal die nötige Zeit zum Reifen geben!

Ich vertrete die Auffassung, dass man mit der Aufgabe wachsen kann. Das wird auch sie schaffen. Entscheidend dabei ist allerdings der Rückhalt, den sie durch ihren Freund erfährt. Überlässt er getrost alles nur ihr, gönnt er ihr keine Verschnaufspausen, dann ist es weder zu schaffen, noch ist es sinnvoll, an dieser Beziehung fest zu halten.

Sprechenden Menschen kann geholfen werden. Ein klärendes Gespräch, das Vortragen der eigenen Vorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche könnte durchaus dazu beitragen, dass sich für alle ein zufriedenstellender Kompromiss finden lässt... wenn es beide wollen!

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@Momo1965

Ich danke Dir für das Sternchen und wünsche Dir alles Gute! ;-)

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ja das ist eine sehr heikle situation mmh kannst du nicht mal mit ihm reden und ihm sagen das du nicht mehr weiter weißt und so?? das er auch versteht das das für dich völlig neue erfahrungen sind und du dich erst einmal daran gewöhnen musst?? wenn er dich wirklich liebt dann gibt er dir die zeit die du brauchst

Reden ist so eine kleine Schwachstelle von ihm. Aber ich werds wohl nochmal versuchen müssen...

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@AktenzeichenXYZ

AZ XYZ : Ich kann Dir von Herzen nur raten: Trenne Dich. Schon alleine dass er nicht redet und Deinen pers. Freiraum nicht akzeptiert. Glaube es mir, der sucht nur eine bequeme Übergangslösung. Ein junges Mädel für die Kiste und zum Vorzeigen, eine Ersatz-Nanny fürs Kind - eine Frau, die ihn und das Kind haushaltstechnisch versorgt. Ich glaube auch kaum, dass Du sonst großartig mitbestimmen darfst, was den Jungen betrifft oder so - es ist ja SEIN Kind und wahrscheinlich musst Du entweder Dich nach ihm richten - das Maul halten oder er wird Dich austauschen. Das alles habe ich in Deinen paar Sätzen schon erkannt..........frage mich nicht wie das geht;-)

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@Panikgirl

Mach mal nicht so ne Panik hier^^

Sicher darf ich mitbestimmen, Nur möchte ich das irgendwo garnicht, denn ich bin nicht die Mutter! Desweiteren habe ich mir ihn nicht geschnappt. Die Ehe ist seit Jahren kaputt gewesen!

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@AktenzeichenXYZ

Nun gut - dann komme doch damit klar und frage hier nicht um Rat. Du redest mal so und mal so. Streit per SMS und er akzeptiert dies nicht usw...........anscheinend zahlt er wenigstens jetzt Deine Miete?!;-)

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@Panikgirl

Natürlich zahlt er nicht meine Miete! Er ist der Vermieter des Hauses hier....

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@AktenzeichenXYZ

muahahaha, also, DU zahlst seine Unterkunft??? Super- Nummer Vielleicht liest Du Dir in aller Ruhe noch mal Deine eigne Situation hier durch...nur so um dass Du es mal auf Dich wirken lässt.

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@jimmini

Das brauch ich mir nicht noch einmal durchlesen! Ich weis genau was ich hier geschrieben habe - wäre schlimm wenn nicht....

Ich zahle weiterhin die Miete und von diesem Geld leben wir BEIDE!!!!

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Auf was hast Dich da nur eingelassen, wie hattest Du Dir sowas vorgestellt? Anstandshalber hätte er auch mit Dir ausziehen können, wenn er Dich respektiert..aber ihm scheint's nur bequem so zu sein.Der Junge könnte auch Dein Bruder sein, es wäre nur fair, solange Du nicht weißt wie der Wind weht, wenn Du Abstand von dem Kleinen hälst, bevor er Dich als neue Bezugsperson hat und dann doch die Trennung passiert....so bekommt man Kinder nämlich auch kaputt.

Gute Antwort, finde ich

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Hallo,

ich kenne diese Situation, weil ich in genau derselben war, allerdings aus Sicht des Vaters und wir haben nicht direkt über meiner Ex-Frau gewohnt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Trenn Dich! Ich sage Dir auch warum. Wenn Du Dich mit der Situation überfordert fühlst und auch ein Problem damit hast, z. B. jetzt das Leben so zu leben, wie es Dir aufgedrückt wurde, dann wirst Du unglücklich und ehrlich gesagt gibt es nur eine Möglichkeit für Dich, glücklich zu sein, nämlich in dem Du an Dich selbst denkst.

Ich weiss das klingt hart nur scheint Dein Freund derzeit durch seine Probleme so sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein, dass er nicht merkt, wie schlecht es Dir dabei geht, ein Indikator dafür ist, wie Du eure Streits beschreibst.

Es ist natürlich schwierig für Dich, denn die Schuldgefühle binden Dich an ihn und seinen Sohn, nur sollte eine Beziehung nicht nur aufgrund von Schuldgefühlen bestehen, sondern weil alle (Beteiligten) damit glücklich sind.

Deshalb noch mal mein Tipp: Trenn Dich und leb Dein Leben, bis Du Dich bereit fühlst etwas zu ändern.

Viel Glück und viele Grüße

Andreas

Überleg dir ob das wirklich das richtige für dich ist! Mit einem Kind und der Mann noch verheiratet, das ist sicher nicht einfach.

Wenn du ihn aber genug liebst und auf jeden Fall mit ihm zusammen bleiben willst, dann wirst du dich in die "Mutterrolle" schon einfinden.

Eben, und wenn nicht, Finger von dem Jungen und zwar sofort.

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